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Für Kindern und Jugendlichen mit cerebralen Bewegungsstörungen (z. B. Spastiken) und Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen (z. B. ADS/ADHS/Autismus ) ist die Förderung der aktiv-dynamische Sitzverhalten sehr wichtig. Hilfestellung während des Unterrichts oder in der Therapie können spezielle Stühle leisten.
Eine Beckenkammstütze, ein Sitzblock mit spezieller Ausformung sowie punktförmige Impulsgeber unter den Schultern schaffen eine stabile, ausbalancierte und symmetrische Sitzposition. Die stufenlose Einstellung der Sitzhöhe sichert den wichtigen beidseitigen Fußkontakt mit dem Boden, Rollen erhöhen die Mobilität des Benutzers.
Die Kinder lernen auf diesem Therapiestuhl, sich in die eigene Balance einzufühlen, den Körper in seiner Bewegung wahrzunehmen und ihn so zu kontrollieren, dass er im Gleichgewicht bleibt.
Die stabile und symmetrische Sitzposition reguliert die Muskelspannung und ist eine maßgebliche Voraussetzung dafür, in Ansätzen feinmotorisch agieren zu können. Durch die aufrechte und unabhängige Sitzhaltung bewegen die Kinder ihre Arme frei und relativ unverkrampft.
Durch die aufgerichtete Körper- und Kopfhaltung erschließt sich den Nutzern eine neue Wahrnehmungsebene. Durch die erhöhte Aufmerksamkeit wird die Kommunikation mit der Umwelt erleichtert.
Hinweis: Der Stuhl eignet sich für Kinder, die über ein Minimum an Rumpfkontrolle verfügen und ein Mindestmaß an Stützfunktion in den Beinen aufweisen. Es bedarf einer fachgerechten Einweisung, einer Übungsanleitung und eines Trainings durch einen Therapeuten.

Thomashilfen
Walkmühlenstr. 1
27432 Bremervörde
Tel. 04761/88 60
Fax 04761/88 61 9
www.thomashilfen.de
Kinder werden mit dem Tag des Schuleintritts nicht nur "ein-geschult" sondern auch "ein-gestuhlt". Sie verbringen durchschnittlich zehn Stunden am Tag - inklusive der Freizeit - im Sitzen. Internationale Experten bescheinigen den heutigen "Arbeitsplätzen" von Kindern und Jugendlichen in der Schule und in der Freizeit keine guten Noten. Für Bewegung bleibt außerdem immer weniger Platz. Dauersitzen in Verbindung mit Bewegungsmangel sind jedoch besonders gesundheitsgefährdend. Gerade dem heranwachsenden Organismus fehlen dadurch wichtige Bewegungsreize, die für eine ausgewogene körperliche, geistige und psychische Entwicklung unabdingbar sind. Grundsätzlich ist festzuhalten: Je häufiger sich Heranwachsende vielseitig bewegen, desto besser ist dies für ihre komplexen Entwicklungsprozesse. Es ist auch eine Tatsache, dass die Sitzdauer mit dem Schulalter immer mehr zunimmt. Ein Mehr an Sitz-Zeit verlangt aber auch ein Mehr an Sitz-Qualität.
Viele Sitz- und Schreibmöbel sind nicht höhenverstellbar, insbesondere die in der Schule. Die Stühle weisen vielfach eine starre Sitzfläche auf, die ein statisches Sitzen mit anschließendem Zusammensacken des Oberkörpers („C-Haltung“) zur Folge haben. In Verbindung mit geraden, nicht neigbaren Tischplatten, ergeben sich daraus ungünstige Körperhaltungen mit komplexen gesundheitlichen Folgen.
Da der heranwachsende Organismus besonders anfällig für Fehlbelastungen ist, müssen gerade hier hohe qualitative Standards gegeben sein. Sitz- und Schreibmöbel müssen einerseits den reifungsbedingten Veränderungen der Körperproportionen Rechnung tragen. Andererseits müssen sie den lebendigen Bedürfnissen sich komplex entwickelnder Funktionen entsprechen. Lebendige und in Wechselwirkung stehende körperliche, geistige und psychische Funktionen sind insbesondere im heranwachsenden Alter, auch während des Sitzens, auf regelmäßige Bewegung, bzw. regelmäßige Haltungswechsel angewiesen. Für dieses „lebendige Sitzen“ sind spezielle Sitzmöbeleigenschaften erforderlich, welche die natürlichen und tätigkeitsabhängigen Haltungsveränderungen nicht einengen, sondern sie kontinuierlich und wirkungsvoll unterstützen.
Die immer wieder zu beobachtende natürliche „Sitzunruhe“ von Kindern ist beispielhaft (!). Auch wenn von Erwachsenen meist missverstanden und häufig als „hyperaktiv“ fehlgedeutet, das unruhige Hin- und Herrutschen oder „kippeln“ auf dem Stuhl ist – in den meisten Fällen - ein gesunder und spontan ausgelebter Bewegungsdrang. Heranwachsende handeln damit intuitiv und bedarfsgerecht, damit ihre komplexen Entwicklungsprozesse eine angemessene Unterstützung erfahren. Dieses "lebendige Sitzen" (variabler und unbewusster Wechsel von Sitzpositionen) sorgt dafür, dass sich die vitalen, in Wechselwirkung stehenden physischen, geistigen und psychischen Funktionen des menschlichen Systems spontan entfalten können und nicht unterdrückt werden. Wir können von den Sitzverhaltensweisen der Kinder lernen, wie ergonomische Sitzmöbel, die sich nicht nur an den Körpermaßen sondern auch an den lebendigen Funktionen des Menschen orientieren, beschaffen sein sollten. Wir brauchen Sitzmöbel, die für die Bewegung gemacht sind und nicht für starres Sitzen!
Stuhl und Tisch müssen eine ausreichende, leicht anwendbare und verschleißfreie Höhenverstellung für alle Körperhöhen ermöglichen. Dies kann durch eine Anpassung in Stufen oder besser stufenlos erfolgen. Alternativ sollten Aktiv-Stühle für Kinder in verschiedenen Sitzhöhen zur Verfügung stehen, aus denen der passende Stuhl ausgewählt werden kann.
Der Stuhl muss über dynamische Eigenschaften verfügen, welche die intuitiven und tätigkeitsabhängigen Haltungswechsel nicht einengen sondern sie kontinuierlich und wirkungsvoll unterstützen. Das bedeutet, dass die Sitzfunktionen auch die Sitzwinkel autonom unterstützen, die für unterschiedliche Aufgaben erforderlich sind. Dreh- und Angelpunkt ist eine frei fließende Sitzfläche. Der lebendige Organismus steht in einer Beziehung zu seinem Stuhl. Stuhl und die sich spontan selbstorganisierenden Verhaltenserfordernisse des Nutzers stellen ein System dar.
Für die (sitz-)praktische Anwendung stehen verschiedene technische Lösungen zur Verfügung, die unterschiedliche Sitzvariationen und Sitzbedürfnisse unterstützen:
Eine physiologische Sitzhaltung ist nur möglich, wenn Tisch und Stuhl eine Einheit bilden.
Damit eine physiologische Kopfhaltung ermöglicht wird, muss der Tisch eine leichtgängige Neigungsfunktion von mindestens 16° aufweisen. Ein Abrutschen von Gegenständen sollte dabei durch eine spezielle Vorrichtung vermieden werden.
Zur Unterstützung vielfältiger Haltungswechsel ist darüber hinaus ein regelmäßiger Wechsel vom Sitzen zum Stehen zu empfehlen. In der Schule als auch in der Freizeit sollte dieser Forderung Rechnung getragen werden.
Für die Erledigung von Schularbeiten oder auch mal zum Malen muss der Schreibtisch ausreichend Platz bieten. Damit dies gewährleistet ist, sollte eine Fläche von circa 90 x 60 cm (Breite mal Tiefe) zur Verfügung stehen. Wird schon ein PC verwendet, dann lautet die Empfehlung, einen Monitor mit eigener Höhenverstellung zu verwenden, bzw. darauf zu achten, dass sich eine separate verstellbare Monitorhalterung anbringen lässt. Dies dient der besseren individuellen Einstellbarkeit des Arbeitsplatzes und sorgt für eine rückenfreundliche Arbeitshaltung.
Heranwachsende zeichnen sich durch komplexe Entwicklungsprozesse aus. Diese werden entscheidend durch ihr Lebensumfeld und das bedeutet auch durch Schul- und Freizeitmöbel geprägt. Die Forderung nach ergonomischem Mobiliar für Kinder und Jugendliche darf sich inhaltlich nicht mehr nur auf die Anpassung an Körpermaße konzentrieren. Leben bedeutet Bewegung. Und diese Bewegung muss sich auch während längerer Sitzzeiten in Form von natürlichen, für den Nutzer unbewussten, variablen Haltungswechseln – lebendiges Sitzen - realisieren können.
Quelle: Dr. Dieter Breithecker, Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung e.V., Wiesbaden
Zu Hause möglichst ohne Straßenschuhe, besser mit flachen atmungsaktivem Schuhwerk oder Barfuß am Pult sitzen. Der direkt fühlbare Druck auf den Fußsohlen bewirkt eine bessere Rückmeldung über die physiologische Situation an das Gehirn. Das vollständige Aufsetzen der Füße verbessert die Körperwahrnehmung und damit die Körperhaltung.
1. Zuerst wird der Stuhl angepasst
Die Stuhlhöhe wird so gewählt, dass die Sitzvorderkante etwa der Höhe des unteren Kniescheibenpunktes – im Stehen – entspricht. Im Sitzen ist der Sitzwinkel zwischen Oberschenkel und Rumpf leicht geöffnet: > 90°. Das Hüftgelenk befindet sich oberhalb des Kniegelenks, beide Füße haben vollen Bodenkontakt. Bei voller Nutzung der Sitztiefe darf die Vorderkante der Sitzfläche den Unterschenkel nicht drücken. Etwa zwei bis drei Finger sollten den Platz zwischen Vorderkante der Sitzfläche und Unterschenkel ausfüllen können. Die Höhe der Rückenlehne sollte eine Unterstützung mindestens bis unter die Schulterblätter bieten.
2. Erst danach erfolgt die Einstellung der Tischhöhe
In frontaler, aufrechter Sitzhaltung zum Tisch hängen die Arme locker neben dem Körper. Die Füße stehen ganz auf. Die Ellenbogen werden nun in 90° angewinkelt. Die Zeigefinger sind waagerecht ausgestreckt und befinden sich auf der Tischplatte bzw. bei Benutzung eines Laptops auf der Tastatur. Dabei sind die Schultern nicht hochgezogen, sondern entspannt.
Eine wichtige Regel für ergonomisches Sitzen ist die Anpassung der Möbel an die Körpermaße des Nutzers. Trotz gleichen Alters können insbesondere Heranwachsende sich in ihrer Körperhöhe bis zu 50 cm voneinander unterscheiden. Darüber hinaus werden Jugendliche immer größer. Daher müssen Stuhl und Tisch dem ständigen Wachstum folgen und eine leicht anwendbare und verschleißfreie Höhenverstellung bzw. -anpassung ermöglichen. Ein komplizierter Einstellmechanismus wird in den seltensten Fällen genutzt.
aeris GmbH
Hans-Stießberger-Straße 2a, 3. OG
85540 Haar b. München
Tel. 089/90 05 06 0
Fax 089/90 39 39 1
www.aeris.de
Moizi Möbel GmbH
Warburger Str. 37
33034 Brakel
Tel. 05272/37 15 0
Fax 05272/37 15 23
www.moizi.de
moll Funktionsmöbel GmbH
Rechbergstr. 7
73344 Gruibingen
Tel. 07335/181 0
Fax 07335/181 300
www.moll-funktion.de
TOPSTAR GmbH
Augsburger Str. 29
86863 Langenneufnach
Tel. 08239/789 0
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www.topstar.de
VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken GmbH & Co. KG
Hochhäuser Str. 8
97941 Tauberbischofsheim
Tel. 09341/88 77 70
Fax 09341/88 77 77
www.vs.de
Wie rückengerechte Schulmöbel den Kinderrücken schonen
Was Kindern den Rücken stärkt - Die richtige Wahl bei Schul- und Freizeitmöbel
moll Champion: moll erklärt den höhenverstellbaren Kinderschreibtisch Champion
moll Maximo: moll erklärt den mitwachsenden Kinderdrehstuhl Maximo
Wohl nichts bewegt die Emotionen von Eltern, Großeltern und Erziehungsverantwortlichen so sehr wie die Frage, welcher Schulranzen bzw. Schulrucksack der Richtige ist und welches Gewicht man einem heranwachsenden Rücken zumuten darf?
Hintergrund dieser Sorge ist, neben wenig fundierten aber verunsichernden Informationen in der breiten Medienlandschaft, die Tatsache, dass Rückenschmerzen und Haltungsschwächen im Kindes- und Jugendalter deutlich zugenommen haben. So weisen einige wissenschaftliche Studien auf einen „dramatischen“ Anstieg der Prävalenz von Rückenschmerzen mit zunehmendem Alter hin: von weniger als 10 % der unter 10-Jährigen bis zu 50 % bei 15- und 16-Jährigen (Sheir-Neiss et al. 2003). Somit kommt es insbesondere im Zuge der intensiven Wachstumsbeschleunigung während der Pubertät, zu einer auffälligen Häufung von Rückenbeschwerden.
Ein ergonomischer Schulranzen/Schulrucksack kann den Rücken entlasten. Dazu darf unter anderem das Leergewicht des Schulranzens 1.500 g bei einem Innenraumvolumen von mindestens 15 l nicht überschreiten.
Damit das Gewicht gleichmäßig auf den Rücken verteilt werden kann, müssen die Tragegurte mindestens 4 cm breit und ausreichend gepolstert sein. Außerdem sollten sie einfach zu verstellen sein.
Beim Rückenteil des Ranzens ist zu beachten: Seitliche Erhöhungen und rutschfestes Material sorgen für einen optimalen Sitz. Eine atmungsaktive Polsterung ermöglicht eine bessere Luftzirkulation und eine ergonomische Konturierung entlastet die Wirbelsäule.
Wichtig ist ebenfalls die Ausrichtung der Fächeraufteilung. Sie muss so gestaltet sein, dass schwere Gegenstände dicht am Rücken platziert werden können.
Um für den jeweiligen Kinderrücken den optimalen Schulranzen zu finden, ist es unbedingt erforderlich, dass der Ranzen beim Kauf Probe getragen, individuell angepasst und getestet wird.
Ein ergonomisch gestalteter Beckengurt ist ein wichtiger Bestandteil eines rückenschonenden Schulranzen-Systems. Er trägt aktiv zur Gesundheitsförderung bei und sollte bei der Auswahl eines Schulranzens unbedingt berücksichtigt werden – idealerweise in Kombination mit weiteren ergonomischen Features wie Brustgurt, gepolstertem Rücken und verstellbaren Trägern. Mechanische Systeme sind kinderleicht zu bedienen und motivieren zum regelmäßigen Einsatz.
Als ein wesentlicher Risikofaktor für das Auftreten von Haltungsschwächen und Rückenschmerzen im Kindes- und Jugendalter wird neben dem Bewegungsmangel und stundenlangem Sitzen auch die Belastung durch den beladenen Schulranzen/Schulrucksack diskutiert. Aus einem Schutzbedürfnis gegenüber den Heranwachsenden heraus wird jedes zusätzliche Gewicht kritisch betrachtet. Allerdings gibt es bisher keinen wissenschaftlich fundierten Beleg, dass Rückenschmerzen bzw. Haltungsschwächen ausschließlich dem Tragegewicht geschuldet sind.
Die Empfehlungen für ein Tragegewicht, welches 10 bis 12,5 % des Körpergewichts nicht überschreiten sollte, sind ebenfalls nicht fundiert belegt. Im Gegenteil: Ergebnisse der Kid-Check Studie der Universität des Saarlandes zeigen, dass durchschnittlich fitte Heranwachsende auch bei einem Tragegewicht von 20 % ihres Körpergewichtes keine Anzeichen von Überlastung zeigen, wohingegen körperlich schwächliche Kinder durchaus schon bei 12 % Tragegewicht Anzeichen einer Überbelastung aufweisen. Normwerte verleiten somit zu irreführenden Kaufentscheidungen und lenken den Blick von eigentlich komplexeren Problemen ab.
Die Diskussionen betreffend einer möglichen Gefährdung heranwachsender Rücken sind sehr vielseitig und stehen immer im Zusammenhang mit dem Alter, der individuellen Belastungsverträglichkeit (Kraft und Koordinationsleistung), der Belastungsdauer, der ergonomischen Qualität des Schulranzens/Schulrucksacks, dem individuellen Trageverhalten und weiterer sogenannter Risikofaktoren wie Bewegungsmangel und stundenlangem Sitzen.
Ein Beckengurt unterstützt die gesunde Haltung von Schulkindern, indem er das Gewicht des Ranzens spürbar auf Becken verlagert und so Rücken und Schultern entlastet. Über einen einfach zu bedienenden Drehknopf lässt sich beispielsweise der Gurt eines innovativen Systems stufenlos an den Körper anpassen – ganz ohne Hilfe durch Erwachsene. Die kindgerechte Handhabung motiviert so zum regelmäßigen Tragen und fördert eine ergonomisch sinnvolle Nutzung. Zusatzfeatures wie eine integrierte LED-Leuchte können zudem für zusätzliche Sichtbarkeit im Straßenverkehr und einen zusätzlichen Funfactor beim Kind sorgen.
Der Beckengurt verlagert einen Großteil des Ranzengewichts von den Schultern auf das stabilere Becken. Dadurch wird die Wirbelsäule deutlich entlastet, insbesondere im Bereich der Lendenwirbelsäule.
Durch die bessere Gewichtsverteilung wird ein aufrechter Gang gefördert. Kinder neigen mit Beckengurt seltener zu einer nach vorne geneigten oder einseitigen Haltung, was Haltungsschäden vorbeugt.
Die gleichmäßigere Lastverteilung kann muskuläre Überlastungen in Nacken, Schultern und oberem Rücken verhindern – typische Beschwerden bei falsch getragenen oder überladenen Schulranzen.
Ein gut sitzender Beckengurt verhindert, dass der Ranzen bei Bewegung hin- und herrutscht. Das sorgt für mehr Tragekomfort, weniger Ermüdung und schützt insbesondere den kindlichen Bewegungsapparat.
Gerade in der Wachstumsphase ist eine gesunde Ranzenbelastung entscheidend, um Fehlhaltungen und Rückenschmerzen im Jugend- und Erwachsenenalter vorzubeugen.
Ist die Nutzung des Beckengurtes für Ihr Kind noch zu kompliziert, wird er oft nicht richtig umgebunden oder er kommt seiner wichtigen Aufgabe nicht nach. Mit einem mechanisch leichtgängigen Verschlusssystem, z. B. einem Drehknopf, geht die Einstellung sowie die Anpassung der Gewichtsverteilung kinderleicht.
Schulranzen oder Schulrucksack? Zumeist wird nach den ersten 3 Schuljahren vom Schulranzen auf den Schulrucksack, der etwas „cooler" wirkt, gewechselt. Sie können aber auch mit Beginn der Grundschule beide Optionen wählen, wenn sie den ergonomischen Anforderungen entsprechen (siehe „Mindestanforderungen“).
→ Machen Sie eine potentielle Gefährdung des Kindes nicht an Grenzwerten (z. B. 12 %) hinsichtlich des Tragegewichts fest.
→ Achten Sie darauf, dass Ihre Kinder nur das in die Schule mitnehmen, was sie wirklich brauchen.
→ Achten Sie auf das richtige Tragen des Schulranzens/Schulrucksacks. Liegt er eng am Körper an? Sitz er nicht zu hoch und nicht zu niedrig?
Sind schwere Ranzen-/Rucksackinhalte in den körpernahen Fächern verstaut?
→ Be-lastung ist nicht immer auch Über-lastung.
Das Tragen von Schulranzen/Schulrucksäcken hat auch einen positiven Trainingseffekt auf Muskeln und Knochen.
→ Sorgen Sie dafür, dass sich Ihre Kinder täglich viel und abwechslungsreich bewegen. Das fängt mit dem Schulweg an.
Denn nur Kinder, die sich ausreichend bewegen sind fitte Kinder.
→ In Mode gekommene Trolleys sind für Ihre Kinder keine Hilfe. Im Gegenteil, sie haben gleich mehrere Nachteile.
Auch für Studierende gibt es spezielle Rucksäcke, die gezielt auf ihre ergonomischen Anforderungen und den oft anspruchsvollen Studienalltag abgestimmt sind. Sie bieten nicht nur ausreichend Stauraum für Laptop, Bücher & Co., sondern entlasten auch wirksam den Rücken.
Eine Fragebogenerhebung (insgesamt wurden knapp 2.000 Fragebögen ausgewertet) der BAG aus Wiesbaden an hessischen Grundschulen - Schuljahr 2005/2006 - hat interessante Erkenntnisse zu nachfolgenden Fakten geliefert (Dordel, Breithecker et al. 2007).
Hier eine kurze Zusammenfassung:
Eine positive Erkenntnis war, dass mehr Kinder zu Fuß (74 %) zur Schule gehen, als immer vermutet wird. Dabei hatten die Kinder in der Mehrzahl (77,6 %) eine Schulweglänge von höchstens 1.000 m zu bewältigen und den Schulranzen (Schulrucksäcke waren zu dieser Zeit für die Grundschule noch nicht so verbreitet) somit für Hin- und Rückweg etwa eine halbe Stunde getragen.
Das Leergewicht der Schulranzen hat im Mittel mit einem Gewicht von 1,3 kg dem oberen Rand der Empfehlungen für Grundschüler entsprochen.
Das relative Schulranzengewicht – Gewicht des Ranzens (inkl. Inhalt) im Verhältnis zum Körpergewicht des Kindes – hat durchschnittlich 13,3 % betragen.
Hinsichtlich des Trageverhaltens konnte festgestellt werden, dass der Schulranzen von den Kindern zwar grundsätzlich auf dem Rücken getragen wurde, dieser aber in den wenigsten Fällen physiologisch positioniert war. Häufig war er mit zu langen Tragriemen zu weit hinten unten gelagert, sodass das Kind den oberen Rumpf als Kompensation deutlich nach vorn verlagern musste. Diese Situation stellt eindeutig eine unnötig hohe, in sagittaler Richtung asymmetrische Belastung der Wirbelsäule dar. Hier kommt es zu einer Kyphosierung der Wirbelsäule und Einengung des Brustkorbs, die nach Lai et al. (2001) zu einer Einschränkung von Lungenvolumina führt. Dieses Trageverhalten kommt u. a. dadurch vor, wenn dem Kind/seinen Eltern die Anforderungen an einen physiologischen Sitz des Schulranzens/Schulrucksackes über die Einstellung der Tragegurte nicht bekannt ist oder derselbe nicht über die notwendigen ergonomischen Anforderungen verfügt. Leider zeigt sich im Alltag eine eindeutige Tendenz zu diesem eher rückenschädlichen Trageverhalten. Dieses stellt eine unnötige Mehrbelastung für den Rücken dar.
Hier ist dringend Aufklärung erforderlich, insbesondere auch hinsichtlich der „coolen" Rucksäcke, die zwar superleicht, allerdings nicht die ergonomischen Kriterien erfüllen, die beispielsweise ein guter Schulrucksack aufweist.
Die Studie hat einmal mehr deutlich gemacht, dass neben den vielen Unsicherheiten betreffend Tragewicht, ergonomischer Anforderungen insbesondere das Trageverhalten eine dezidierte Aufklärung erforderlich machen. Mit der Gütesiegel-Auszeichnung der getesteten Schulranzen und Schulrucksäcke möchte die AGR hier einen wesentlichen Beitrag leisten.
Mit der Einschulung beginnt für viele Kinder ein neuer Lebensabschnitt. Sie sind häufig stundenlangen Sitzbelastungen auf ergonomisch unzureichenden Sitzmöbeln sowohl in der Schule als auch in der Freizeit ausgesetzt und ein meist zu schwerer und nicht richtig getragener Schulranzen wird sie über Jahre hinweg begleiten. Hinzu kommt eine deutliche Verringerung ihrer Bewegungszeiten. In ihrer Summe können diese Bedingungen dazu führen, dass u. a. die Entwicklung der Körperhaltung negativ beeinflusst wird und Rückenschmerzen entstehen.
Grundsätzlich muss, solange sich das Haltungs- und Bewegungssystem noch in der Entwicklung befindet, von einer besonderen Empfindlichkeit gegenüber Fehlbelastungen jeder Art ausgegangen werden. Umso bedeutender ist es, schon im Kindesalter auf ergonomische Bedingungen aufmerksam zu machen. Dazu gehört auch das Tragen eines ergonomischen Schulranzens, der mit einem maximalen Zusatzgewicht von 15 % des Körpergewichtes auf dem Rücken getragen werden muss. Dabei sollte das regelmäßige Tragen des Ranzens auch als angemessener Trainingsreiz für den sich entwickelnden Bewegungsapparat positiv gewertet werden.
Für Empfehlungen hinsichtlich ergonomischer Schul- und Freizeitmöbel orientieren Sie sich bitte an den bereits AGR-zertifizierten Produkten für einen gesunden Kinderrücken.
Quelle: Dr. Dieter Breithecker, Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltung und Bewegungsförderung.
Darüber hinaus sind für den Schulrucksack die
zwei folgenden Punkte zu berücksichtigen:
Auch beim Schulranzen sinnvoll
Belmil Team Ltd.
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Be sCool Ltd.
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Fax 09091/50 24 67
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DerDieDas
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Tel. 0911/ 956 667-0
Fax: 0911/ 956 667-20
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90411 Nürnberg
Tel. 0911/ 956 667-0
Fax: 0911/ 956 667-20
www.undercover-germany.de
Scout
c/o Undercover GmbH
Nordostpark 74
90411 Nürnberg
Tel. 0911/ 956 667-0
Fax: 0911/ 956 667-20
www.scout-schulranzen.de
Step by Step
by Hama GmbH & Co KG
Dresdner Str. 9
86653 Monheim
Tel. 09091/50 20
Fax 09091/50 24 67
www.stepbystep-schulranzen.com
Geeignet für Kinder, die selbständig sitzen können – Informationen zu "Komforttragen für Babys" finden Sie HIER.
Das Comeback des Wanderns ist nicht aufzuhalten, es zieht sich durch alle Bevölkerungsschichten. Laut Meinungsforschungsinstitut Allensbach begeben sich regelmäßig 53 Millionen Menschen in Deutschland auf Wandertour. Doch was tun, wenn Nachwuchs die Familie bereichert? Ist es dann erst einmal vorbei mit den Wanderungen? Die Antwort lautet ganz klar: Nein! Mit ergonomisch geformten Rückentragen für Kinder ist es weiterhin möglich, sich auf Schusters Rappen zu begeben. Für aktive Familien sind sie ein wunderbares Transportmittel für die Kleinen.
Eine Rückentrage ermöglicht einen engen Kontakt zwischen Eltern und Kind und stärkt den Familienzusammenhalt. Sobald das Kind selbstständig sitzen kann, sind diese Tragen bei Ausflügen eine sinnvolle Alternative zum Kinderwagen, vorausgesetzt es wird von Zeit zu Zeit eine „bewegte Pause“ eingelegt.
Sicherheit und Komfort für Kind und Eltern stehen an erster Stelle. Eine Kinderrückentrage sollte einfach und leicht zu handhaben sein. Das Hineinsetzen, Sichern, Aufnehmen, Tragen, Absetzen und wieder Herausnehmen des Kindes sollte rückenfreundlich möglich sein. Die Gurte müssen gut gepolstert, ergonomisch geformt und leicht zu verstellen sein. Nur so kann sich der Druck optimal auf Schultern und Rücken des Trägers verteilen. Ganz entscheidend ist auch eine wirbelsäulenkonforme Kontur des Rückenteils.
Damit sich das Kind besonders wohlfühlt, ist auf eine gute Klimatisierung sowie eine altersentsprechende Sitzposition zu achten. Gut für das Kind ist eine freie Sicht nach vorne. Das schärft nicht nur die Sinne, sondern verhindert auch ein ständiges Drehen des Kopfes.
Anmerkung
Eine rückenfreundliche Rückentrage ermöglicht den komfortablen Transport des Kindes. Allerdings sollte man die Dauer der Wanderungen nicht übertreiben, denn langes Sitzen ist grundsätzlich nicht positiv für die Entwicklung des Kindes.
Die wichtigsten Kriterien für den Anwender
Die wichtigsten Kriterien für das Kind
In den ersten drei Lebensjahren sind Kinderwagen und Buggy die wohl wichtigsten Begleiter für Kinder. Ob auf langen Spaziergängen, beim Einkaufen oder im Urlaub – sie sind immer dabei und bieten den Kleinen eine komfortable Fortbewegungsmöglichkeit so lange sie noch nicht selbst laufen können oder der Weg für die kleinen Füße noch zu weit ist. Da ein qualitativ hochwertiger Kinderwagen eine kostenintensive Anschaffung ist, sollten Eltern sich vor dem Kauf ausreichend über die verschiedenen Möglichkeiten informieren. Entscheidend ist dabei sowohl der Komfort für die Passagiere als auch für die Eltern.
Für das Kind ist eine altersgerechte Lagerung von entscheidender Bedeutung. Die Bedürfnisse des Kindes ändern sich im Laufe der Zeit. Nach der Geburt ist es im Liegen am besten aufgehoben, später ist der Wechsel zwischen Sitzen und Liegen sinnvoll. Ideal sind deshalb Kinderwagen, die sich je nach Lebensphase schnell und unkompliziert umrüsten lassen.
Für genügend Bewegungsfreiheit sorgt ein anpassbares Gurtsystem und verstellbare Beinauflagen helfen die Einstellung des Wagens der Situation anzupassen. Wechselnde Sitzpositionen sind ebenfalls wichtig. Achten Sie daher darauf, dass ein einfacher Wechsel zwischen Sitz- und Liegeposition möglich ist.
Nicht zu vernachlässigen ist außerdem eine gute Klimatisierung sowie der Einsatz von luft- und feuchtigkeitsdurchlässigen sowie waschbaren Stoffen.
Auch wenn die Augen bei Babys und Kleinkindern noch nicht so gut funktionieren wie bei Erwachsenen, lieben sie die freie Sicht - vor allem auf Mutter oder Vater. Und andersherum ist es nicht nur beruhigend, sondern auch vorteilhaft, wenn man die kleinen immer im Sichtfeld hat. Ein Blend- und Wetterschutz, wie z. B. ein weit nach vorn verstellbares Sonnendach mit Sichtfenster, sollte vorhanden sein.
Zu den Vorabüberlegungen gehört auch die Frage, wo man mit dem Kinderwagen unterwegs ist: hauptsächlich in der Stadt oder eher in Wald und Flur? Das hat entscheidenden Einfluss auf die Wahl der Bereifung. Kleine schwenkbare Vorderräder mit kleinem Wendekreis sind besser für die Stadt. In Wald und Flur sind große Räder und feststellbare Vorderräder deutlich besser. Übrigens: Bei einem guten Kinderwagen kommt es nicht auf die Größe an, sondern eher auf Robustheit und Manövrierfähigkeit.
Wenn der Kinderwagen oft in das Auto gehoben wird oder Sie in einer höher gelegene Wohnung leben, spielt das Gewicht eine nicht unbedeutende Rolle. Es lohnt sich, den Kinderwagen im Geschäft mal hochzuheben und ein paar Meter zu tragen. Ein Kinderwagen sollte nicht schwerer als 12 Kilo, ein Buggy nicht schwerer als 10 Kilo sein. Eine leichte Faltbarkeit ist ebenfalls zu wünschen, denn so lässt sich das Gefährt auf eine angenehme Größe verkleinern und rückenfreundlich transportieren. Die Mitnahme in Bussen, U-Bahnen oder das Verstauen in kleinen Kofferräumen stellt dann auch kein Problem mehr da.
Um den Rücken des Anwenders zu schonen sind höhenverstellbare Griffe beim Kinderwagen bzw. ergonomische Handgriffe beim Buggy von Vorteil. Praktisch ist ein Gepäckkorb, in dem man während des Spaziergangs alle notwendigen Sachen unterbringen kann.
Immer mehr Funktionen und Komfort dürfen nicht zu Lasten der Bedienbarkeit gehen. Verstellungen sowie der Anbau von Zubehör muss ohne Werkzeug erfolgen können.
Verfügen Buggys über leicht wechsel- und waschbare Bezüge steht dem nächsten Ausflug im Freien nichts mehr im Wege.
Grundsätzlich muss darauf hingewiesen werden, dass längeres Sitzen auch in perfekten Kinderwagen und Buggys der kindlichen Entwicklung entgegenwirken kann. Deshalb sollte das Sitzen durch häufige Spiel- und Bewegungspausen unterbrochen werden.
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