Was haben Zahnarzt, Chirurg, Feinmechaniker und Uhrmacher gemeinsam? Ganz einfach: Für ein perfektes Arbeitsergebnis müssen alle oft kleinste Details erkennen können. Das Problem: Sie nehmen dafür häufig eine ungünstige Körperposition ein, indem sie den Kopf und/oder den Oberkörper stark nach vorn beugen. Diese Zwangshaltung führt auf Dauer unweigerlich zu starken Verspannungen im Nackenbereich und schließlich auch zu Rückenschmerzen.
Gehören Sie ebenfalls zu diesen Menschen, deren präzise Tätigkeit eine vorgebeugte Arbeitshaltung erfordert? Nutzen Sie dabei bereits eine Lupenbrille? Dann haben Sie bei Ihrer Körperhaltung bereits einen kleinen Vorteil zu denen, die sie nicht nutzen. Allerdings ist es für Ihren Körper immer noch eine echte Herausforderung. Denn auch mit einer normalen Lupenbrillen lässt sich eine Vorneigung des Kopfes nicht ganz vermeiden. Diese liegt durchschnittlich bei circa 45 Grad. Das Gewicht des Kopfes (durchschnittlich circa 5 Kilo) wiegt da schwer, denn bei einer entsprechenden Vorneigung erhöht sich so die Belastung auf Ihre Muskulatur auf circa 22 Kilo. Das entspricht dem Gewicht eines vollgepackten Urlaubskoffers. Die Folgen: Verspannungen und Rückenschmerzen. Insbesondere wenn diese Haltung über Stunden oder gar den ganzen Arbeitstag eingenommen wird. Abhilfe schaffen ergonomische Lupenbrillen.
Die größte Herausforderung bei der Gestaltung einer ergonomischen Lupenbrille ist somit eine Verbesserung der Körperhaltung zu erzielen. Denn jede Reduzierung der Vorneigung kann die Belastung minimieren.
Die Lösung für dieses Problem ist beispielsweise eine Lupenbrille mit einer Blickumlenkung. Der entscheidende Vorteil: Wer eine so gestaltete Lupenbrille trägt, kann den Kopf nahezu gerade halten - also den Blick quasi geradeaus richten. Sie müssen sich weder vorneigen, noch krumm machen und können das Arbeitsfeld trotzdem optimal überblicken. Sie schauen entspannt geradeaus und über eine spezielle Konstruktion mit einem so genannten keplerschen System wird Ihr Blick auf das unter Ihnen liegende Arbeitsfeld gelenkt. Für optimales Sehen müssen Sie darüber hinaus zwischen verschiedenen Vergrößerungsstufen wählen können.
So reduziert sich die körperliche Belastung auf ein Minimum. Zudem werden einseitigen Beanspruchungen der Muskulatur sowie der Bandscheiben im Bereich der Hals- und Brustwirbelsäule weitestgehend vermieden.
Unterschiedliche Sehstärken müssen durch die Lupenbrille ausgeglichen werden. So haben Sie weiterhin alle Ihre Instrumente und Ihr Arbeitsumfeld gut im Blick.
Wenn Sie durch die Lupe sehen, sollte Ihr Augenmuskel (Ziliarmuskel) entspannt bleiben, so als würden Sie in die Ferne schauen. Dies ist für das Auge angenehmer und weniger anstrengend, denn es muss sich nicht an verschiedene Sehabstände anpassen (keine Akkommodation).
Die optimale Lupenbrille lässt einen möglichst großen Arbeitsabstand zu. Das unterstützt die aufrechte Körperhaltung. Darüber hinaus muss sie ein relativ großes Arbeitsfeld abbilden können und last but not least über eine exakte Farbwiedergabe verfügen.
Nicht nur wegen der lästigen Druckstellen auf dem Nasenrücken, sondern auch um die muskuläre Belastung niedrig zu halten, achten Sie darauf, dass Ihre Brille möglichst wenig wiegt. Schon ein paar Gramm können hier den Unterschied machen. Weitere Vorteile bietet eine kabellose Beleuchtung. So verschaffen Sie sich auch bei ungünstigen Sichtverhältnissen einen guten Überblick und selbst kleinste Details lassen sich gut erkennen. Nicht zuletzt muss sich eine ergonomische Lupenbrille, wie jede gute Brille, individuell an den Träger anpassen lassen.

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Transportunternehmen bekommen die Auswirkungen des Problemkreises „Richtiges Sitzen im Nutzfahrzeug“ drastisch zu spüren. Hohe Ausfallzeiten eines Fahrers – nur 5 % aller Berufskraftfahrer arbeiten bis zum 65. Lebensjahr – verursachen erhebliche Kosten.
Nur ein ausgeruhter und gut regenerierter Fahrer ist ein sicherer, aufmerksamer und damit für den Arbeitgeber auch wirtschaftlicher Mitarbeiter. Neben dem Fahrer- und Beifahrersitz ist somit auch die LKW-Liege von großer Bedeutung. Ein Aspekt den LKW-Hersteller leider bis heute nicht genügend berücksichtigen, denn die bisherigen Schlafpritschen im LKW werden den Anforderungen an die Liege- und Schlafqualität leider keinesfalls gerecht. Es wäre daher sehr zu begrüßen, auch hier Systeme zu integrieren, welche – unter Berücksichtigung der begrenzten Platzverhältnisse sowie Sicherheitsaspekten – möglichst eng an die für ein häusliches Bettsystem geforderten Anforderungen herankommen.
Bei einem rückengerechten LKW-Liegesystem sollte die Wirbelsäule in Rücken- und Seitenlage in ihrer natürlichen Form unterstützt werden. Dies bedeutet, dass in jeder Schlafposition, unter Berücksichtigung von Größe, Gewicht und Körperkontur des Nutzers eine individuelle Anpassung stattfindet.
Eine leichte Handhabung, hervorragende Klima- und Hygieneeigenschaften sowie die ökologische Unbedenklichkeit sind weitere Anforderungen an ein solches System.
Sie müssen beruflich viel heben? Und können das nicht immer rückengerecht tun? Dann passen Sie doch einfach Ihr Arbeitsumfeld an und nutzen Sie Hilfsmittel, die Ihnen das Heben erleichtern. Zum Beispiel ausgeklügelte Lastenhebesysteme, die sich vielfältig einsetzen lassen.
Wir müssen leider festhalten: In den meisten Fällen liegt es an falschem Verhalten, wenn der Rücken schmerzt. Am deutlichsten zeigt sich das beim Heben von Lasten. Denn wer Getränkekästen mit durchgedrückten Beinen und Buckel nach oben wuchtet, darf sich nicht wundern, wenn die Hexe ins Kreuz schießt.
Wer Lasten so hebt, quetscht seine Bandscheiben keilförmig zusammen. Geschieht dies häufig, riskiert man, dass die Bandscheiben schneller altern. Die Folge: Der Bandscheibenkern verliert mehr und mehr Halt, verschiebt sich nach hinten und drückt schmerzhaft auf die Nervenfasern des Rückenmarks. Aber auch die Wirbelgelenke können beteiligt sein, weil bei einem zu schwachen Muskelkorsett die Gefahr besteht, dass sie sich ineinander verkeilen.
Wer schon einmal eine Rückenschule besucht hat, weiß, was beim Heben zu tun ist: Nah an die Last herantreten, frontal hinstellen, beim Bücken den Rücken gerade halten und die Knie beugen, dann die Last in einer fließenden Bewegung nah am Körper nach oben heben.
Was eigentlich ganz einfach ist, kann nicht immer leicht umgesetzt werden: Zeitdruck, Arbeitsplatzgestaltung oder auch Knieprobleme können das richtige Heben erschweren. Deshalb ergibt es Sinn, Lastenhebesysteme zur Unterstützung dieser Arbeit einzusetzen. Zumal viele Lasten so schwer sind, dass sie ein durchschnittlicher Arbeiter gar nicht heben kann. Moderne Elektroseilzüge und Vakuumheber erweisen sich dann als wertvolle Helfer. Sie sollten unter anderem individuell einsetzbar sein und an den Arbeitsplatz angepasst werden können.
Mit Vakuumtechnik lassen sich Kartons oder Säcke stapeln, Fässer verladen, Steinplatten verlegen und vieles mehr. Das technische Prinzip eines Vakuumhebers ist denkbar einfach: Zwischen dem Saugfuß des Saughebers und des zu hebenden Gegenstands wird ein Unterdruck erzeugt, sodass der Hubschlauch sich durch den Unterdruck zusammen ziehen kann und die Last bewegt werden kann. Ein weiteres mögliches Funktionsprinzip ist ein Vakuumheber als Greifmittel. Hier wird durch Vakuum zwischen Werkstück und Saugplatte ein sicheres Anhaften erreicht. Die Hubbewegung findet mit Hilfe eines Kettenzuges, Seilzuges oder anderen Hebezeuges statt. Je nach Bedarf müssen dafür unterschiedliche Saugfüße zur Verfügung stehen. Ein sogenannter Gummidichtrock kann zusätzlich dafür sorgen, dass die Vakuumtechnik auch bei porösen Materialien einwandfrei funktioniert.
Vakuumheber/-greifer gibt es in verschiedenen Ausführungen. Außerdem lassen sie sich an unterschiedlichen Aufhängesystemen befestigen. Auch hier spielt es eine entscheidende Rolle, dass der Lastenheber nicht zu schwer ist und einen ergonomischen Bediengriff für Rechts- und Linkshänder hat. Werkzeuge, wie Haken, Klemmgreifer und Vakuumwerkzeuge, sollten sich leicht wechseln lassen. Schnelles Ansaugen und Freigeben sowie leichtgängiges Drehen und Schwenken der Last sind wichtig. Das Schwenken kann dabei eine Drehfunktion ermöglichen, die im oberen und unteren Teil des Hubschlauchs integriert ist.
Eine weitere Möglichkeit der maschinellen Lastenhebung sind Seilzüge oder Kettenzüge. Seilzüge sind ideal, um Lasten bis zu einem Gewicht von 120 Kilogramm zu bewegen – egal, ob es Kartons, Beutel, Eimer, Platten, Fässer oder auch Paletten sind. Für schwerere Lasten mit bis zu mehreren 100 Kg Gewicht können Kettenzüge eingesetzt werden. Besonders variabel einsetzbar sind sie, wenn sie sich an Schwenkkränen oder anderen Kransystemen befestigen lassen. Um eine hohe Bedienerfreundlichkeit zu gewährleisten, sollte der Seilzug möglichst leicht sein im Verhältnis zur gehobenen Last. Ideal ist zudem ein ergonomischer Bediengriff der für Rechts- und Linkshänder gut zu bedienen ist.
Damit die Arbeit leicht, schnell und ökonomisch von der Hand geht, ist es von Vorteil, wenn sich Werkzeuge, wie Haken, Klemmgreifer oder Vakuumgreifer, schnell tauschen lassen. Vor allem dann, wenn im Einsatzbereich des Hebers unterschiedliche Lasten angehoben werden sollen. Eine Schnellwechselkupplung erleichtert den Wechsel enorm, weil dafür kein großer Werkzeugeinsatz oder anderer Aufwand anfällt. Außerdem sollte der Seilzug so beschaffen sein, dass das Anheben, Drehen und Schwenken von oben oder seitlich in verschiedensten Winkeln leichtgängig und mit stufenloser Geschwindigkeitssteuerung möglich ist.
Sowohl für die Vakuumheber als auch für die Seilzüge spielt der Sicherheitsaspekt eine große Rolle. Fällt zum Beispiel der Strom aus, darf die Last nicht sofort herunterfallen. Das System muss den Fehler erkennen und so ausgelegt sein, dass das Vakuum so lange gehalten wird, bis die Last sicher für Mensch und Maschine abgelegt werden kann.
Um den stationären Vakuumhebern und Seilzügen einen großen Aktionsradius zu geben, kommen in der Regel Kransysteme zum Einsatz. Diese sollen einen hohen Bewegungsradius in der horizontalen und vertikalen Ebene bieten. Wie groß der Arbeitsbereich und die Hubhöhe sein muss, ist vom jeweiligen Anwendungsbedarf abhängig.
Sie müssen Lasten an unterschiedlichen Orten bewegen? Dann kommen mobile Vakuumheber zum Einsatz. Sie lassen sich mit jedem gängigen Flurförderfahrzeug (z. B. Gabelstapler, Hubwagen) transportieren und sind eine rückenfreundliche Kommissionierlösung für Packstücke - egal an welchem Ort.


J. Schmalz GmbH
Johannes-Schmalz-Str. 1
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Piab Vakuum GmbH
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Arbeitswelten für Menschen im gewerblichen Umfeld werden zur Rückenprävention idealerweise mit Industriestühlen ausgestattet, die auf das Einsatzgebiet und die Anzahl der Benutzer abgestimmt sind. Industrielle Arbeitsstühle und Aktiv-Stühle für das Arbeiten an Steh-Sitzarbeitsplätzen (Steh-Sitze) entlasten während sitzender und stehender Tätigkeiten die Wirbelsäule. Sie bieten einen sicheren Halt, ohne die notwendige Bewegungsfreiheit einzuschränken und unterstützen dynamisches Sitzen.
Generell gilt es, am Arbeitsplatz einseitige Belastungen der Wirbelsäule zu vermeiden. Daher empfehlen Experten für jeden Arbeitsplatz die Ausstattung mit einem passenden Sitzmöbel. Eine Besonderheit im gewerblichen Bereich ist es, dass alle benötigten Gegenstände mit gestreckten Armen ohne aufzustehen erreicht werden sollten. Moderne Industriestühle bieten deshalb beispielsweise durch eine taillierte Rückenlehne größtmögliche Bewegungsfreiheit im Arm- und Schulterbereich.
Eine automatische Einstellung des Rückenlehnenandrucks passt sich den individuellen Nutzerbedürfnissen bestens an. Gerade wenn unterschiedliche Personen den Stuhl nutzen. Körpergewicht, Rumpflänge und das Sitzgefühl des Benutzers können so noch besser berücksichtigt werden. Zudem sollten Sitz- und Lehnenpolster atmungsaktiv, mikroklimafreundlich und auf die jeweiligen Einsatzbereiche abgestimmt sein: Strapazierfähiges Polyurethan wird in Werkstatt- und Produktionsbereichen verwendet, Kunstleder in Labor- oder Reinraumbereichen und Stoff in sauberen Arbeitsbereichen.
Steh-Sitze entlasten bei entsprechendem Haltungswechsel die Beine und auch die Wirbelsäule durch eine dynamische, aufrechte Körperhaltung. Für mehr Flexibilität am Arbeitsplatz sorgen Modelle mit Stopprollen, also Rollen, die bei Belastung blockieren und so für einen sicheren Stand sorgen. Des Weiteren kann der Stuhl dank seiner Rollen schnell und einfach verschoben werden, um so einen benachbarten Arbeitsplatz nutzen zu können. Die bereits angesprochene Standsicherheit ist ein sehr wichtiger Punkt, denn auch auf etwas unebenem Boden muss der Stuhl sicher stehen können. Die Verstellmöglichkeiten müssen über nutzerfreundliche und dem Einsatzgebiet entsprechende, gut zu erreichende Bedienelemente erfolgen. Vorteilhaft: in hygienisch sensiblen Bereichen, z. B. im Laborbereich oder im Montagebereich bleiben die Hände für andere Tätigkeiten frei , wenn die wichtigsten Verstellfunktionen über eine Fußauslösung bedient werden können.
Grundsätzlich muss am industriellen Arbeitsplatz nicht nur der Arbeitsstuhl passen. Ein Arbeitsplatz setzt sich immer aus mehreren Komponenten, wie z. B. Licht , Stuhl und Arbeitstisch zusammen. Jede Komponente für sich muss allen ergonomischen Erfordernissen genügen. Nur dann besteht die Möglichkeit daraus ein optimales Gesamt-Arbeitsplatzkonzept zu entwickeln. Nur ein solches Gesamtkonzept kann letztlich der Gesundheit des Nutzers zugutekommen, Krankheitstage reduzieren, die Produktivität erhöhen und gleichzeitig die Kosten senken.


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Industrielle Arbeitsstühle:
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Eigentlich müsste es sich längst herum gesprochen haben: Rückenschmerzen sind die Hauptursache für Krankmeldungen und ein ergonomischer Arbeitsplatz kann das verhindern. Mehr noch: Wer sich an seinem Arbeitsplatz wohlfühlt, kann sehr viel mehr leisten, ist motivierter und ermüdet nicht so schnell. Klingt verlockend und ist mit einem sogenannten „systemergonomischen" Industriearbeitsplatz auch ganz leicht umzusetzen. Alles was man dazu braucht ist die optimale ergonomische Kombination aus Industriearbeitsstuhl, Arbeitstischsystem, Beleuchtung, Arbeitsplatzmatte und Werkzeuge, am besten mit AGR-zertifizierten Produkten. Es gilt also, nicht nur die einzelnen Arbeitsplatzkomponenten zu betrachten, sondern eine ganzheitliche Betrachtungsweise ist entscheidend.
Industrielle Arbeitsstühle bieten idealerweise eine ausgewogene Unterstützung durch Rückenlehnenkontakt und verfügen über eine Synchronverstellung von Sitzfläche und Rückenlehne. Da in der Industrie häufig in Schichten gearbeitet wird und mehrere Personen ein und denselben Stuhl benutzen, sollte der Rückenlehnenandruck automatisch angepasst sein. Bei einem fest zugewiesen Arbeitsplatz ist auch eine individuelle Einstellung sinnvoll. Natürlich sollten alle Bedienelemente leicht zugänglich, funktionell, ergonomisch gestaltet und einfach zu handhaben sein.
Anders als bei der Schreibtischarbeit, können die Bewegungs- oder auch Greifräume am Industriearbeitsplatz oft deutlich größer sein. Dafür ist eine sich nach oben verjüngende Rückenlehne sinnvoll, die die nötige Bewegungsfreiheit bei gleichzeitiger Unterstützung der Wirbelsäule bietet. Zudem sind ein in der Neigung nach vorn anpassbares Stuhloberteil sowie eine automatische Sitzneigeverstellung ratsam. Standortwechsel sollten problemlos möglich sein. Zum Schutz der Polsterung eignen sich ergonomische Schiebegriffe an den Rückenlehnen-Außenseiten. Für erhöhte Arbeitsplätze im industriellen Bereich, an denen ein Hochstuhl eingesetzt wird, sind Aufstiegshilfen erforderlich, wie beispielsweise Fußringe in Verbindung mit einer Gasfeder zur Höhenverstellung mit großem Verstellweg.
Eine sinnvolle Alternative für Steharbeitsplätze sind Steh-Sitze. Diese entlasten die Beine und auch die Wirbelsäule durch eine dynamische, aufrechte Körperhaltung. Lässt sich die Sitzhöhe einfach über eine Fußauslösung verstellen, findet der Steh-Sitz auch in Laboren schnell Akzeptanz.
Beim höhenverstellbaren Arbeitstischsystem ermöglicht ein großer Verstellweg einen einfachen Wechsel zwischen Stehen und Sitzen. Die Sitz- bzw. Stehhöhe sollte ein sehr breites Spektrum bezüglich der Körpergröße umfassen. Die Tischgröße und das Tischplattenmaterial müssen den jeweiligen individuellen Arbeitsanforderungen gerecht werden, die Tischplatten reflexionsarm sein und der Tisch insgesamt ausreichend große Fuß- und Beinfreiheiten garantieren. Zusätzlich muss die Integration eines ergonomischen, der Sehaufgabe angepassten, Beleuchtungssytems vorgesehen sein. Für die Abbildung moderner, nach ergonomischen Aspekten ausgerichteter Prozesse ist der Einsatz eines modularen Baukastensystems für die Arbeitsplatzgestaltung von unschätzbarem Wert. Zudem ermöglicht es die schnelle Reaktion auf sich verändernde Bedingungen. Alle durchgängig kompatiblen Elemente zur Bereitstellung von Material, Werkzeug, Medien und Informationen sind ergonomisch optimiert und individuell anpassbar: eine Investition in eine gesunderhaltende und effiziente Arbeitsumgebung.
Nicht zu unterschätzen ist auch die Beleuchtung am Industriearbeitsplatz. Sie leistet einen wertvollen Beitrag in Bezug auf Sicherheit, Zufriedenheit und auch Rückenfreundlichkeit. Außerdem muss auch sie den Anforderungen der jeweiligen Arbeitsaufgabe genügen. Das wird erreicht durch eine Anpassung der Beleuchtungsstärke, anwendungsgerechte Farbtemperaturen, einer gleichmäßigen Ausleuchtung des zentralen und des peripheren Sehfeldes, einer Vermeidung von Reflexionen/Reflexblendungen durch das Leuchtmittel oder durch die Leuchte auf der Arbeitsoberfläche. Mit speziellen Folien lassen sich Mehrfach-Schatten vermeiden und bestmögliche Entblendung bewirken. Ebenfalls wichtig: flicker- und flimmerfreie sowie lichtstarke und blendreduzierte Leuchten mit stufenloser Dimm-Möglichkeit.
Bei Arbeiten, die Geschicklichkeit erfordern ist eine Lupenleuchte zur Unterstützung des Sehens im Nahbereich sinnvoll. Sie verhindert, dass man sich während der Tätigkeit unnatürlich weit nach vorne neigen muss. Störungsfreies Nahsehen im Sehabstand von 40 Zentimetern ermöglicht eine Gestänge- und Systemleuchte. Die Aufhängung und die leichte Handhabbarkeit erlauben dem Benutzer die Beleuchtung in verschiedene Richtungen und Entfernungen auf den gewünschten Sehbereich zu lenken. Kein Muss, aber durchaus sinnvoll sind LED-Leuchten, da sie einen um circa 30 Prozent geringeren Energiebedarf haben.
Ergonomisch dämpfende Arbeitsplatzmatten leisten darüber hinaus einen weiteren positiven Beitrag für viele Millionen Menschen, die in ihrem Beruf stehen müssen. Eine auf die menschliche Physiologie abgestimmte Elastizität der Matten entlastet nicht nur die Fuß-, Knie- und Hüftgelenke, sondern auch die Wirbelsäule. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit bleibt viel länger erhalten und kann so die Ausfallzeiten der Mitarbeiter reduzieren – was letztlich auch die Motivation steigert. Wichtigste Aufgabe der Arbeitsplatzmatte ist die Reduzierung von Stößen beim Stehen, beim Gehen oder beim Drehen, denn so werden frühzeitig Ermüdungserscheinungen in Füßen, Beinen und Rücken reduziert: Verspannte Muskeln oder geschwollene Beine treten deutlich weniger auf. Die Elastizität darf jedoch nicht zu hoch sein, sodass das Gefühl, des sicheren Standes erhalten bleibt. Durch verschiedene Oberflächenstrukturen wird die Beinmuskulatur, insbesondere die Waden zusätzlich aktiviert. Gute Arbeitsplatzmatten weisen eine gute Rutschfestigkeit auf und können in unterschiedlichen Umgebungen eingesetzt werden. Auch Chemikalien, Ölen, Fetten und ähnlichen Substanzen müssen sie standhalten. Damit sie möglichst lange eingesetzt werden können, sollten sie hohen Belastungen standhalten, Trittsicherheit mit geringem Drehwiderstand aufweisen und über besonders flache Anfahrkanten verfügen.
Am Industriearbeitsplatz darf natürlich auch das ergonomische Werkzeug nicht fehlen. Empfehlenswert sind Beispielsweise Schraubendreher oder Zangen mit ergonomischen Griffen. Sie können helfen, Verspannungen und Schmerzen bei der Arbeit zu vermeiden. Schraubendreher gehören zu den meistgenutzten Werkzeugen überhaupt. Und egal, ob man nun regelmäßig mit ihnen arbeitet oder sie nur hin und wieder benutzt: Wenn sie nicht gut in der Hand liegen und die Kraftübertragung nicht stimmt, kommt es schnell zu Verspannungen und Schmerzen. Daher sollte der Griff eines Schraubendrehers so konzipiert sein, dass effektives und ergonomisches Arbeiten möglich ist. Geeignet sind Schraubendreher, deren unterschiedliche Griffe an die anatomischen Anforderungen der Hand angepasst sind. Schmalere Griffe beispielsweise eignen sich ideal für präzises Arbeiten. Dabei ist auf eine ausreichende Grifflänge zu achten, sodass das Werkzeug sicher geführt werden kann. Breitere bzw. dickere Griffe sind ideal, wenn ein größerer Kraftaufwand gefordert ist. Unterschiedliche Schraubzonen und Oberflächen für unterschiedlichste Einsatzbereiche sind ebenso vorteilhaft wie ein integrierter Abrollschutz. Der gesamte beim Schraubendrehen eingesetzte Bewegungsapparat wird so bei gleichem Arbeitsaufwand deutlich weniger belastet.
Wer täglich sehr viel mit einem Schraubendreher arbeitet, sollte darüber nachdenken, ein Werkzeug zu nutzen, dass ihn bei der Arbeit unterstützt. Denn heutzutage gibt es Schraubendreher mit elektrischer Schraubunterstützung. Sie ähneln einem normalen Werkzeug dieser Kategorie, sind vergleichbar flexibel einzusetzen und bei Bedarf wird der Antrieb hinzu geschaltet. Das Festziehen der Schraube erfolgt dabei dosiert per Hand.
Auch Zangen sind am Industriearbeitsplatz vielgenutzt. Mit speziell abgewinkelten Griffen (Pistolengriff) und einer so einhergehenden ergonomische Handhaltung in der Anwendung, sorgen sie gleichermaßen für eine Entlastung des Hand-Arm-Systems. Ihre Besonderheit ist die parallele Bewegung der Zangenschenkel. Diese ermöglicht dem Anwender über den gesamten Schenkelöffnungsbereich mit allen 5 Fingern gleichzeitig zugreifen zu können. Die Handschließkraft wird gleichmäßig auf die Fingermittelglieder verteilt, während bei der herkömmlichen Zange eine unterschiedliche Kraftübertragung stattfindet. Selbstverständlich müssen entsprechende Zangen für unterschiedliche Ausführungen angeboten werden sowie über ein Rückstellmechanismus und eine Oberflächenbeschichtung verfügen, die ein sicheres Führen des Werkzeugs ermöglicht. Das Arbeiten mit ergonomischen Zangen, bzw. Griffkonzepten ist durch die deutliche Steigerung der Krafteinleitung über den gesamten Bewegungsbereich spürbar komfortabler. Resultat des Konzeptes: Längeres, schonenderes und ermüdungsfreieres Arbeiten ist mit weniger Krafteinsatz möglich.
Fazit: Im Interesse der Gesundheit und der Motivation lohnt es sich, konzeptionell zu denken und zu handeln. Sogar krankheitsbedingte Ausfalltage können durch die Nutzung eines ergonomischen Gesamtkonzepts reduziert werden.
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