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Blog Kategorie → Therapie und Hilfsmittel

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Ältere Menschen auf Treppenliften in Wohnhäusern, teilweise in Begleitung einer weiteren Person.

Wenn das Treppensteigen unsicher wird, hilft nur noch ein Treppenlift? Nicht unbedingt! Was also tun, wenn der Treppengang Sturzgefahren birgt oder zu einer großen körperlichen Herausforderung wird? Oder was ist, wenn ein Treppenlift zwar nötig wäre, aber baulich nicht infrage kommt?
Je nach Situation gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, um für mehr Sicherheit und Komfort auf der Treppe zu sorgen. Manche können helfen, die Treppe noch auf eigenen Füßen zu überwinden. Andere werden zur praktikablen Unterstützung, wenn das nicht mehr möglich ist. Hier findest du 5 mögliche Lösungen, die neben einem Treppenlift in Betracht kommen könnten.

Auf einen Blick: Alternative zum Treppenlift

  • Ein Treppenlift ist nicht immer notwendig; je nach körperlicher Verfassung und Wohnsituation gibt es sanftere oder baulich einfachere Alternativen.
  • Ergonomische, beidseitige Handläufe, gute Beleuchtung und rutschhemmende Beläge erhöhen die Sicherheit beim Treppensteigen deutlich.
  • Treppensteighilfen fungieren als fest installierter „Rollator für Stufen“ und ermöglichen eigenständiges Treppensteigen unter Einsatz der eigenen Muskelkraft.
  • Mobile Treppensteiger und treppensteigende Rollstühle bieten flexible Unterstützung ohne feste bauliche Veränderungen an der Treppe.
  • Plattform- und Hublifte befördern Personen direkt im Rollstuhl oder mit dem Rollator und eignen sich besonders für wenige Stufen im Eingangs- oder Außenbereich.

Welche Treppenlift-Alternativen gibt es?

Welche Alternative zum Treppenlift für dich geeignet ist, hängt vor allem davon ab, wie viel Unterstützung du brauchst. Schließlich macht es einen großen Unterschied, ob du Treppen noch selbstständig steigen kannst und dir dabei lediglich mehr Sicherheit wünschst, oder ob du auf einen Rollstuhl angewiesen bist.
Diese 5 Treppenlift-Alternativen kommen infrage:

  • beidseitige Handläufe und sichere Untergründe
  • Treppensteighilfe
  • mobile Treppensteiger oder treppensteigende Rollstühle
  • Plattform- oder Hublift
  • Senkrechtlift zum Umgehen von Treppen

Was bringen beidseitige Handläufe und sichere Untergründe?

Manchmal sind noch gar keine aufwendigen technischen Hilfsmittel nötig, sondern es genügt, die Treppensicherheit zu verbessern. Beidseitige, ergonomische Handläufe geben beim Treppensteigen zusätzlichen Halt. Auch rutschhemmende Bodenbeläge, gut erkennbare Stufenkanten und eine gleichmäßige, blendfreie Beleuchtung können die Treppe sicherer machen.

Wann eignet sich eine Treppensteighilfe?

Wenn ein Handlauf nicht mehr ausreicht, du aber die Stufen grundsätzlich noch selbst bewältigen kannst, dann kann eine Treppensteighilfe eine interessante Alternative zum Treppenlift sein.

Bei diesem Hilfsmittel wird eine Führungsschiene fest installiert, an der sich ein großer Haltegriff entlang der Treppe bewegen lässt. Die Treppensteighilfe dient gewissermaßen als „Rollator für Stufen“: Du setzt weiterhin deine eigene Muskelkraft ein, kannst dich aber mit beiden Händen sicher abstützen und den Griff jederzeit arretieren. So kommst du sicher vom oberen Treppenabsatz bis nach unten und auch wieder zurück.
Klingt diese Alternative interessant für dich? Hier findest du viele weitere Infos und Checklisten, um das ideale Treppensteighilfe-Modell für dich zu finden.

Ältere Frau steigt mit einer mobilen Treppensteighilfe eine Holztreppe im Wohnhaus hinunter.

Wie funktionieren mobile Treppensteiger oder treppensteigende Rollstühle?

Wenn du einen Rollstuhl nutzt, dann gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, um Treppen ohne feste Installation eines Hilfsmittels zu überwinden:

  • Ein mobiler Treppensteiger ist ein separates Hilfsmittel, das am Rollstuhl befestigt werden kann. Mithilfe von Steigbeinen und einem Antriebsmotor kann man mit einem mobilen Treppensteiger sogar gewundene Treppen überwinden. Allerdings wird dafür eine zweite Person benötigt.
  • Bei einem treppensteigenden Rollstuhl ist ein Raupenmechanismus in den Rollstuhl selbst integriert. Das hat den Vorteil, dass die im Rollstuhl sitzende Person nach entsprechender Schulung sogar alleine die Treppen überwinden kann.
Frau fährt mit einem elektrischen treppensteigenden Rollstuhl eine Treppe mit Metallgeländer hinunter.

Wann ist ein Plattform- oder Hublift sinnvoll?

Ein Plattform- oder Hublift ist vor allem dann nützlich, wenn du nur wenige Stufen überwinden musst (zum Beispiel im Eingangsbereich) und der Rollstuhl oder Rollator mittransportiert werden soll.
Ein klassischer Treppenlift hat einen eigenen Sitz, sodass Rollstuhl oder Gehhilfen nicht mitgenommen werden können. Bei einem Plattform- oder Hublift ist das anders. Hier kannst du direkt mit dem Rollstuhl oder Rollator einsteigen. Das kannst du dir vorstellen wie eine Art Rollstuhl-Hebebühne, die dich ganz einfach nach oben und unten bringt.

Kind im Rollstuhl steht auf einem Plattformlift im Treppenhaus, während eine Frau die Bedienelemente betätigt.

Wann ist ein Senkrechtlift eine ideale Alternative?

Wenn langfristig ein barrierearmer Zugang zwischen verschiedenen Etagen oder Ebenen geschaffen werden soll, kann auch ein Senkrechtlift infragekommen. Er folgt nicht dem Verlauf der vorhandenen Treppe, sondern bewegt sich in einer direkten Linie zwischen den Ebenen.
Eine solche Lösung braucht allerdings entsprechende bauliche Voraussetzungen. Dafür kann sie aber eine Alternative sein, wenn die Treppe selbst nicht mehr genutzt werden kann oder wenn ein Treppenlift baulich nicht möglich ist.

Verglaster Senkrechtlift mit Bedienelementen befindet sich in einem hellen, begehbaren Kleiderschrank mit Regalen und Kleidung.

Welche Treppenlift-Alternative passt zu mir?

Um die richtige Wahl zu treffen, müssen viele Faktoren mit einbezogen werden. Entscheidend sind zum Beispiel deine Mobilität, die baulichen Voraussetzungen und die zu erwartenden Kosten. Lass dich deshalb gut beraten, bevor du einer schnellen Lösung zustimmst. Vor allem eventuelle Kostenübernahmen oder -beteiligungen durch Versicherungen solltest du prüfen.

Grundsätzlich gilt: Wenn du noch ausreichend mobil bist, dann versuche das selbstständige Treppensteigen (eventuell mit Unterstützung) regelmäßig zu üben! Auf diese Weise kannst du dein Gleichgewicht und deine Muskelkraft verbessern, mehr Bewegung in den Alltag bringen und so selbstständig wie möglich bleiben.

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