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Rückengerecht Trainieren

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Mädchen spielt Tennis.

Tennis gehört seit vielen Jahrzehnten zu den beliebtesten Sportarten in Deutschland. Allerdings fragen sich viele Interessierte, ob dieser Sport eigentlich gut für den Rücken ist. Unsere Antwort: es kommt darauf an. Tennis kann für den Rücken richtig wertvoll sein. Die Voraussetzung ist allerdings, dass die Technik stimmt und die Belastung gut abgefedert wird. Tennis fordert die Rumpfmuskulatur, trainiert die Beweglichkeit und die Koordination und ist insgesamt ein hervorragendes Ganzkörpertraining. Aber trotzdem solltest du einiges beachten, um deinem Rücken mit dem Tennistraining wirklich etwas Gutes zu tun:

Warum kann Tennis gut für den Rücken sein?

Beim Tennis machst du viele Ausfallschritte, Rotationsbewegungen und Richtungswechsel. Diese Bewegungen aktivieren die gesamte Körpermitte sowie die Beine, Schultern und Arme. Besonders die tiefe Rumpfmuskulatur arbeitet bei jedem Schlag mit und wird mit der Zeit kräftiger und stabiler. Genau das ist ein echtes Plus für den Rücken: Eine trainierte Körpermitte entlastet die Wirbelsäule und ist einer der wichtigsten Schutzfaktoren gegen Rückenschmerzen.

Auch die Beweglichkeit in Hüfte und Oberkörper wird durch Tennis trainiert. Das kann im Alltag spürbare Vorteile bringen: Viele Menschen, die häufig Tennis spielen, stehen gerader, bewegen sich flüssiger und ermüden nicht so leicht.

Wie können beim Tennis trotzdem Rückenschmerzen entstehen?

Trotz der positiven Effekte berichten manche Sportlerinnen und Sportler von Beschwerden nach dem Tennisspielen. Tatsächlich kommt es bei dieser Sportart zu hoher Belastung des Körpers. Die Bewegungen sind oft sehr ruckartig und die Rotation des Rückens ist stark ausgeprägt. Gerade der Aufschlag ist besonders dynamisch, kann den Körper sehr fordern und im schlimmsten Fall zu Verletzungen führen.

Besonders stark beansprucht sind beim Tennis Gelenke wie Knie und Sprunggelenk. Auch Schulter und Hand können stark belastet sein. Schließlich kann es auch zu akuten Schmerzen im Rücken kommen, wenn ein paar Dinge falsch laufen.

Wie kann ich Verletzungen und Rückenschmerzen beim Tennis vermeiden?

Wenn es beim Tennis zu Schmerzen oder Verletzungen kommt, dann liegt das meist nicht am Sport selbst, sondern an der Ausführung. Eine entscheidende Rolle spielt die Vorbereitung:

  • Wärme dich gut auf!
  • Starte langsam!
  • Sorge für eine gute Rumpfstabilität!
  • Trage geeignetes Schuhwerk!
  • Federe harte Stoppbewegungen gut ab!

Wärme dich gut auf!

Wenn ein Warm-up fehlt, dann werden Muskeln und Gelenke beim Tennis unvorbereitet belastet. Das kann zu Schmerzen und Verletzungen führen. Nimm dir deshalb vor dem Training unbedingt Zeit, um dich gründlich aufzuwärmen!

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Starte langsam!

Tennis ist ein intensives Training, das den ganzen Körper fordert. Wenn du diese Belastung nicht gewohnt bist, dann solltest du unbedingt langsam starten. Beginne mit kurzen, eher sanften Trainingseinheiten und steigere dich nach und nach!

Sorge für eine gute Rumpfstabilität!

Damit die schnellen Bewegungen und starken Rotationen deinen Rumpf nicht zu sehr belasten, solltest du deiner Rumpfmuskulatur schon im Vorfeld ein wenig Aufmerksamkeit schenken. Ein regelmäßiges Stabilitätstraining hilft dabei, Schmerzen und Verletzungen zu vermeiden.

Trage geeignetes Schuhwerk!

Wenn deine Schuhe die Stöße beim Tennis nicht gut dämpfen, können sich die Belastungen durch den ganzen Körper bis hoch zum Nacken ziehen. Das ist auch für den Rücken eine starke Belastung, die sich aber ganz einfach minimieren lässt: Trage beim Tennis hochwertige Schuhe, die deine Füße stützen, Stöße abfangen und für einen sicheren Stand sorgen! Lasse dich dazu am besten im Fachgeschäft deines Vertrauens beraten.

Federe harte Stoppbewegungen gut ab!

Plötzliche Stopps, vor allem in der Drehung, sind mit hohem Risiko für Verletzungen verbunden, weil sie starke Kräfte auf den Rücken und die Gelenke wirken lassen.
Achte deshalb auf eine saubere Schlagtechnik und ergonomische Bewegungen! Hole dir dabei Hilfe: Bei einer so fordernden Sportart wie Tennis ist gerade am Anfang eine gute Anleitung unerlässlich.

Fazit: Tennis kann gut oder schlecht für den Rücken sein

Wenn du den Tennissport gut ausführst, dann kann dein ganzer Körper davon profitieren. Allerdings besteht bei dieser Sportart auch ein recht großes Risiko für Verletzungen oder Überlastungen. Achte deshalb auf passende Schuhe, ein gründliches Warm-up und eine gute Technik! Dann steht dem rückenfreundlichen Tennisspiel nichts mehr im Weg.

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