Der Arbeitstag beginnt, du beantwortest die ersten E-Mails und auch das Telefon klingelt schon wieder. Dann ist es plötzlich Mittag und Nacken oder Schultern melden sich zu Wort. Kennst du diese Situation? Damit bist du leider in sehr guter Gesellschaft.
Viele Stunden in nahezu derselben Haltung, das ist die Realität vieler Menschen. Wenn der Schreibtisch dann noch nicht einmal optimal zu dir passt, ist es schwierig, eine entspannte Haltung einzunehmen.
Ein ergonomischer Schreibtisch erfüllt deshalb zwei wichtige Zwecke: Er schafft die Grundvoraussetzungen dafür, dass du über längere Zeit bequem und rückenschonend sitzen kannst. Zudem sorgt er dafür, dass du deine Position beim Arbeiten häufiger wechseln kannst. Hier erfährst du, was das bedeutet und wie du überprüfen kannst, ob deine Schreibtisch-Ergonomie stimmt.
Auf einen Blick: Ergonomie am Schreibtisch
- Ergonomie bedeutet, den Arbeitsplatz an den Menschen anzupassen, um ein körpergerechtes und ermüdungsfreies Arbeiten zu ermöglichen.
- Elektrisch höhenverstellbare Schreibtische fördern das dynamische Arbeiten durch den mühelosen Wechsel zwischen Sitz- und Stehpositionen.
- Der Monitor steht idealerweise mittig, auf Augenhöhe und etwa eine Armlänge entfernt, um Fehlhaltungen zu vermeiden.
- Tisch und Stuhl sind optimal eingestellt, wenn Ober- und Unterschenkel sowie Ober- und Unterarme jeweils etwa einen 90-Grad-Winkel bilden.
- Nachhaltige Schreibtisch-Ergonomie verbindet die richtige Möbeleinstellung immer mit regelmäßigen Haltungswechseln und kurzen Bewegungspausen.
Was bedeutet Ergonomie am Schreibtisch?
Ergonomie bedeutet, den Arbeitsplatz an die individuellen Bedürfnisse und die Voraussetzungen eines Menschen anzupassen und nicht umgekehrt. Ziel ist es, dass du möglichst komfortabel und effizient arbeiten kannst, ohne dass dein Körper unnötigen Belastungen ausgesetzt ist.
Damit das gelingt, müssen einerseits die Möbel und Arbeitsmittel gut angepasst sein. Andererseits spielen aber auch gute Gewohnheiten eine Rolle, zum Beispiel regelmäßige Haltungswechsel und Bewegungspausen im Arbeitsalltag.
Wie sieht ein ergonomischer Schreibtisch aus?
Ein ergonomischer Schreibtisch ist idealerweise elektrisch höhenverstellbar. Auf diese Weise kannst du nämlich jederzeit unkompliziert die Höhe anpassen und zwischen sitzender und stehender Haltung wechseln. Elektrisch höhenverstellbare Schreibtische sorgen also für deutlich mehr Bewegung im Arbeitsalltag, und das ganz mühelos.
Es gibt jedoch noch viele weitere Faktoren, die die Schreibtisch-Ergonomie beeinflussen können:
- Bildschirm richtig platzieren
- Tastatur und Maus griffbereit halten
- Tisch und Stuhl passend einstellen
- Für gute Lichtverhältnisse sorgen
Wie sollte man den Bildschirm richtig platzieren?
Der (Haupt-)Monitor sollte möglichst mittig vor dir stehen, sodass du den Kopf nicht zur Seite drehen musst. Die Oberkante des Bildschirms befindet sich idealerweise auf Augenhöhe oder etwas darunter. Damit du den Bildschirm gut erkennen kannst, ohne die Augen unnötig zu belasten, ist ein Abstand von etwa einer Armlänge ideal.
Worauf sollte man bei Tastatur und Maus achten?
Achte beim Arbeiten mit Maus und Tastatur auf deine Körperhaltung, vor allem auf die Schultern!
- Können deine Unterarme entspannt auf dem Tisch oder den Armlehnen aufliegen?
- Sitzt du beim Arbeiten aufrecht, ohne die Schultern hochzuziehen oder dich nach vorne zu beugen? Wenn nicht, solltest du die Position von Maus und Tastatur oder die Höhe der Tischplatte anpassen.
Übrigens: Für andere häufig genutzte Gegenstände am Arbeitsplatz gelten natürlich die gleichen Bedingungen.
Wie sollte man Tisch und Stuhl einstellen?
Elektrisch höhenverstellbare Schreibtische sind auch deshalb so praktisch, weil du mit ihnen ganz einfach die passende Höhe für deine Körpergröße und deine Arbeitsgewohnheiten einstellen kannst. Dazu gehört natürlich auch die korrekte Einstellung eines passenden Stuhls. Diese Faktoren solltest du beachten:
- Sitze für die optimale Sitzhöhe möglichst so, dass die Füße vollständig auf dem Boden stehen! Ober- und Unterschenkel sollten etwa einen rechten Winkel bilden.
- Ellenbogen und Unterarme sollten beim Arbeiten entspannt aufliegen können. Ober- und Unterarme bilden ebenfalls etwa einen 90-Grad-Winkel.
- Die Höhe der Schreibtischplatte ist dann ideal, wenn die Schultern in der Arbeitsposition entspannt sind.
Warum sollte man für gute Lichtverhältnisse sorgen?
Das richtige Licht erleichtert konzentriertes Arbeiten und ist deshalb ebenfalls Teil der Ergonomie am Schreibtisch. Es entlastet die Augen und vermeidet so eine ungünstige Haltung. Wenn du den Bildschirm nicht gut sehen kannst, beugst du dich zu stark nach vorne und belastest auf diese Weise deinen Nacken. Sorge deshalb für ausreichend helles und großflächiges Licht an deinem Arbeitsplatz!
Das Licht sollte hell genug sein, dass du alles gut erkennen kannst. Aber es sollte dich weder blenden noch Spiegelungen im Bildschirm verursachen. Der Bildschirm sollte am besten seitlich zum Fenster platziert werden.
Warum lässt sich Ergonomie nicht ohne Bewegung denken?
Ergonomie endet nicht bei der richtigen Einstellung von Stuhl und Monitor. Die Ausstattung des Arbeitsplatzes soll dir die Möglichkeit bieten, den Körper regelmäßig in Bewegung zu bringen und die Arbeitsposition zu wechseln. Das ist bei einem höhenverstellbaren Tisch besonders leicht möglich. Zusätzlich solltest du ganz bewusst auf Bewegungspausen und Wechsel der Sitzposition achten.
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