Arbeiten heißt Stillsitzen – diese Verknüpfung kennen viele Menschen seit ihrer Schulzeit und sie führen sie weiter, wenn sie selbst im Büro arbeiten.
Es scheint ganz normal zu sein, dass man im Job acht Stunden oder länger am Schreibtisch sitzt. Doch das kann sowohl kurzfristige als auch langfristige Folgen nach sich ziehen.
Unser Körper ist nicht für stundenlanges Stillsitzen gemacht und unser Geist ebenso wenig. Schauen wir uns gemeinsam an, warum Bewegungspausen auch für Erwachsene so wichtig sind! Außerdem findest du in diesem Artikel Ideen, wie sich Bewegungspausen in den Arbeitsalltag integrieren lassen.
Dass Kinder Bewegungspausen brauchen, das wissen inzwischen die meisten Menschen. Doch dieses Grundbedürfnis endet nicht einfach, wenn wir erwachsen werden. Ganz im Gegenteil! Langes Sitzen ist keine neutrale Körperposition, sondern sehr belastend für Körper und Geist. Schauen wir uns an, welchen positiven Effekt Bewegungspausen im Büroalltag bringen können:
Indem wir uns regelmäßig bewegen und vor allem häufig die Position wechseln, wird der Körper gleichmäßiger und vielseitiger angeregt. Dadurch können sich Verspannungen leichter abbauen und Rückenschmerzen entstehen gar nicht erst so schnell.
„Sitzen ist das neue Rauchen“, vielleicht hast du diesen Spruch schon einmal gehört? Gemeint ist, dass langes Sitzen viel belastender für das allgemeine Wohlbefinden sein kann, als viele Menschen denken. Beim Sitzen arbeiten bestimmte Muskeln permanent, zum Beispiel die Nackenmuskulatur, der Hüftbeuger und die Muskeln im oberen Rücken. Andere Muskeln, zum Beispiel die Bauch- und Gesäßmuskulatur, werden dagegen kaum aktiviert.
Das Ergebnis sind einseitige Belastungen. Manche Strukturen bauen ab, andere verspannen sich. Es ist also kein Wunder, dass so viele Menschen mit Bürojobs unter Rückenschmerzen leiden.
Bewegungspausen können diesen Problemen entgegenwirken.
Nicht nur unser Körper, auch unser Gehirn braucht regelmäßige Bewegung. Diese verbessert nämlich die Sauerstoffversorgung im ganzen Körper und genau darauf ist auch unser Denken angewiesen.
Viele Menschen berichten deshalb, dass sie nach ein paar Minuten Bewegung fokussierter arbeiten, kreativer denken, weniger Fehler machen und gelassener reagieren. Es ist also auch im Sinne deiner Leistungsfähigkeit, dir regelmäßig Zeit für Bewegungspausen zu nehmen.
Selbst kleine Bewegungsimpulse können im Büro-Alltag schon helfen, innere Unruhe zu reduzieren, die Atmung zu vertiefen und die Stimmung zu verbessern. Aus diesen Gründen sind bewegte Pausen im Büro-Alltag kein Luxus, sondern reine Notwendigkeit.
Der Büro-Alltag vieler Menschen ist geprägt von Zeitdruck, unübersichtlichen Aufgaben und einer Vielzahl an Reizen. All das verursacht Stress, den der Körper beim Sitzen am Schreibtisch kaum abbauen kann. Körperliche Aktivität ist hier eine wertvolle Unterstützung.
Was viele nicht wissen: Bewegung ist sogar oft Teil der betrieblichen Gesundheitsförderung. Ein modernes Bürokonzept bezieht die Bewegungsmöglichkeiten der Mitarbeiter zwangsläufig mit ein und gibt dazu viele Gelegenheiten. Hier findest du Beschreibungen, wie ein solches Bürokonzept aussehen kann und wie schon kleine Veränderungen große Wirkungen ermöglichen.
Natürlich ist es nur schwer möglich, im Büro-Alltag intensive Gymnastikprogramme zu absolvieren. Aber das ist auch gar nicht nötig. Diese Tipps helfen dir, wenn du deinen Alltag aktiv gestalten möchtest:
Du kannst nicht nur in aufrechter Sitzhaltung arbeiten, sondern auch in vielen anderen Positionen. Ideal ist es, wenn du einen höhenverstellbaren Schreibtisch hast. So kannst du wählen, ob du bei der Arbeit sitzen oder stehen möchtest.
Aber auch wenn du diese Option nicht hast, kannst du dynamisches Sitzen für dich nutzen: Du könntest zum Beispiel eine dynamische Sitzauflage wie ein Keilkissen oder Ballkissen nutzen, um deine Position zu ändern. Oder du wechselst bewusst zwischen aufrechtem Sitzen, Sitzen mit Lehne und Sitzen auf der vorderen Stuhlkante.
Bringe dich am Schreibtisch mit einfachen Übungen in Bewegung, indem du zum Beispiel deine Schultern kreist, mit deinen Füßen wippst oder dich streckst! Wenn es in deiner Arbeitsumgebung möglich ist, kannst du auch Kniebeugen oder Ausfallschritte neben dem Schreibtisch machen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen.
Wie verbringst du deine Mittagspause? Womöglich sitzt du auch in dieser Zeit? Das kannst du ändern und deine Pausen aktiv gestalten. Wie wäre es zum Beispiel mit einem kleinen Spaziergang?
Übrigens: Auch Arbeitsbegegnungen können bewegter gestaltet sein. Vielleicht kannst du mit bestimmten Kollegen kurze „Walking Meetings“ einplanen?
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