Expertenworkshop zum Tag der Rückengesundheit 2026

Vor dem Tag der Rückengesundheit findet am 14. März 2026 der Expertenworkshop statt. Sie haben die Möglichkeit an einer qualifizierten Fortbildung (anrechenbar mit 8 Lerneinheiten) teilzunehmen, die Ihnen Anregungen zu dem aktuellen Motto „Rück´n Roll – Bring Bewegung in dein Leben!“ anschaulich und abwechslungsreich vorstellt.

Gern begrüßen wir Sie persönlich in Leipzig an der Sportfakultät der Universität in Leipzig. Alternativ können Sie auch von zuhause online an unserem Programm teilnehmen. Die Beiträge erhalten Sie als Teilnehmerunterlagen zusätzlich im Nachgang.

Der Inhalt wird über zwei wissenschaftliche Vorträge und drei Workshops in angenehmer Arbeitsatmosphäre präsentiert. Die Anzahl der Präsenzteilnehmenden ist auf 40 Personen begrenzt.
Teilnahmegebühren und Sonderkonditionen entnehmen Sie bitte der Anmeldung.

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Get-together, Freitag, 13. März 2026

ab 19:30 Uhr

Get-together im Restaurant Zills Tunnel, Barfußgäßchen 9, 04109 Leipzig. Nutzen Sie die Gelegenheit für Gespräche mit Kolleg:innen und Referent:innen.

Workshop-Programm, Samstag, 14. März 2026

ab 8:30 Uhr

Registrierung der Teilnehmer an der Universität Leipzig im Institut für Gesundheitssport und Public Health,
Jahnallee 59, 04109 Leipzig.
Online Teilnehmer bekommen die Zugangsdaten für die Übertragung einen Tag vorher.

9:15 Uhr

Begrüßung durch die Veranstalter im Seminarraum

9:45 Uhr

Vortrag 1

jan wilke

Der "Zankapfel" in Sport und Bewegung: Ein Überblick zu Fakten und Mythen zum Dehnen im Sport

Jan Wilke - Professor für Neuromotorik und Bewegung an der Universität Bayreuth


Selbst unter Experten wie Physiotherapeuten, Trainern und Medizinern gehen die Meinungen über Nutzen und Anwendung von Dehnübungen weit auseinander. Das liegt auch an einem Dschungel an unterschiedlichen, teils widersprüchlichen Studien. Deshalb hat Professor Wilke zusammen mit 19 anderen renommierten Expertinnen und Experten die wissenschaftliche Datenlage zusammengetragen und in einem komplexen Konsensverfahren konkrete Empfehlungen für das Dehnen erarbeitet.

In dem Vortrag werden u. a. folgende Fragen beantwortet:

  • Welche Effekte sind für Dehnübungen nachgewiesen?
  • Welche Bedeutung hat das Dehnen vor und nach dem Sport?
  • Können durch Dehnübungen Haltungsschwächen behoben werden?
  • Gehört das Dehnen zur Verletzungsprävention im Sport?
  • Wie oft und wie lange sollten Dehnübungen durchgeführt werden?
  • Was sind besonders wertvolle Dehnübungen?
  • Kann Faszien- und Krafttraining die Beweglichkeit erhöhen?
  • Welches Dehntraining senkt die Muskelsteifigkeit?
  • Welche Effekte haben Dehnübungen auf das kardiovaskuläre System?

Die Inhalte des Vortrages behandeln die motorische Grundeigenschaft „Beweglichkeit“. Der Vortrag hat das Ziel, dass Bewegungsexperten das Dehnen bewusster einsetzen und einen differenzierten Blick auf den Nutzen von Dehnübungen werfen können.

10:15 Uhr

Moderierte Fragerunde

10:30 Uhr            Bewegungspause

10:40 Uhr

Vortrag 2

dr vera abeln

Dem inneren Schweinehund eine Stimme geben – neurophysiologische und psychologische Effekte
von mehr Selbstbestimmung im Sport

Dr. Vera Abeln - Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft an der Deutschen Sporthochschule Köln

Der Forschungsschwerpunkt von Vera Abeln liegt in der Fragestellung wie sich Bewegung auf das Gehirn auswirkt und wie das Gehirn Bewegung regelt. Sie untersucht den Effekt von mangelnder oder vermehrter körperlicher Betätigung (Trainingsinterventionen) auf das Gehirn und begleitenden psychophysischen Prozessen im menschlichen Körper. Auf der anderen Seite untersucht sie, wie sich gezielt Bewegung einsetzen lässt, um die psychophysiologische Leistungsfähigkeit, Befindlichkeit, Gesundheit und das Wohlbefinden in verschiedenen Bevölkerungsschichten unserer Gesellschaft (Senioren, Kindern, u. a.) steigern lässt.

In dem Vortrag werden u. a. folgende Fragen beantwortet:

  • Welche Auswirkungen hat Krafttraining auf das Gehirn?
  • Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Trainingsdosierung und Trainingseffekten?
  • Welche positiven Nebenwirkungen der Kraftübungen auf das Herz-Kreislaufsystem sind wissenschaftlich nachweisbar?
  • Welchen Einfluss hat die Bewegung auf das Bewusstsein für den eigenen Körper, das Selbstbild und das Selbstvertrauen?
  • Welche Bedeutung hat die Selbstbestimmung bei dem Ziel, die allgemeine körperlichen Aktivitäten zu fördern?

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse von Frau Abeln gehören in den „Werkzeugkasten“ eines jeden Bewegungsexperten. Der Vortrag schafft eine gute Basis, das Motto zum Tag der Rückengesundheit „Rück´n Roll – Bring Bewegung in dein Leben!“ erfolgreich in die Bevölkerung zu transferieren.

11:10 Uhr

Moderierte Fragerunde

11:25 Uhr            Kaffeepause im Foyer

11:55 Uhr

Workshop 1

peter buntfuß duschek

Motivierende Gesprächs­führung unter Berücksichtigung von Marketing- und Kommunikationstools

Peter Buntfuß-Duschek - B.A. Fitnessökonomie

Lernziele:

  • Prinzipien der motivierenden Gesprächsführung (Motivational Interviewing) zu verstehen und situationsgerecht anzuwenden.
  • Gespräche empathisch und zielorientiert zu führen, um Motivation und Veränderungsbereitschaft beim Gegenüber zu fördern.
  • Kommunikations- und Marketingstrategien gezielt einzusetzen, um Botschaften überzeugend und authentisch zu vermitteln.
  • Bedürfnisse, Werte und Motive von Gesprächspartner:innen zu erkennen und in die Kommunikation einzubeziehen.
  • Werkzeuge aus Werbung, Social Media und Markenkommunikation für persönliche Gespräche oder Präsentationen zu adaptieren.
  • Eigene Gesprächs- und Kommunikationsstile zu reflektieren und zu optimieren, um beruflich wie privat überzeugender aufzutreten.

A) Bedeutung professioneller Gesprächsführung

B) Grundlagen wirkungsvoller Gesprächsführung

  • Aktives Zuhören
  • Einfluss von verbaler & nonverbaler Kommunikation

C) Psychologische Grundlagen

  • Motivationstheorien/
  • Intrinsische Motivation / extrinsische Motivation; intrinsische Motivation für Verhaltensänderung
  • Beeinflussung von Sprache auf Emotionen, Denkmuster Handlungsreize

D) Relevanz von motivierender Kommunikation

  • Hier müsste das Setting klarer geschnürt werden

E) Sprachliche Werkzeuge motivierender Kommunikation

  • Positive Sprach
  • Storytelling
  • Technik OARS

F) Kommunikationstools

  • Eisbergmodell
  • 4-Ohren-Modell (Schulz von Thun)
  • Fragetools

G) digitale Kommunikationstools - Chancen & Grenzen

Inhalte:

  • Motivation, Arten und Verhaltensmerkmale
  • Unterschiede einem Wunsch und einem Ziel
  • Zielfindung
  • positives Setting

13:10 Uhr            Mittagspause im Foyer

In dieser Zeit findet ggfls. für die Präsenzteilnehmenden ein Functional Training statt.
Online Teilnehmende erhalten das Training im Nachgang als Aufzeichnung.

14:10 Uhr

Workshop 2

christian terstappen

Physiotherapeutische Kompetenz in der Betrieblichen Gesundheitsförderung

Christian Terstappen - Physiotherapeut

Lernziele:

Die Teilnehmenden sollen:

  1. die Rolle und Chancen von Physiotherapeut*innen und Bewegungsexpert*innen in der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) verstehen,
  2. Grundlagen zur Planung und Umsetzung bewegungsfördernder & ergonomischer Maßnahmen im Betrieb anwenden können,
  3. Schnittstellen zwischen BGF und Krankenkassen-Prävention nach §20 SGB V kennen,
  4. praxistaugliche Konzepte für spezifische Zielgruppen (z. B. Büroangestellte und gewerbliche Angestellte) entwickeln können,

Inhalte:

1. Grundlagen & Rollenverständnis

  • Unterschied zwischen BGF und BGM
  • Gesetzliche und organisatorische Rahmenbedingungen
  • Chancen und Aufgabenfelder für Physiotherapeut*innen

2. Bedarfsanalyse & Konzeptentwicklung

  • Analyse von Belastungen und Zielgruppen
  • Aufbau eines BGF-Konzepts (Ziele, Maßnahmen, Evaluation)
  • Zusammenarbeit mit betrieblichen Partnern

3. Bewegungsfördernde Programme

  • Typische Formate: aktive Pausen, Bewegungsworkshops, Ergonomie-Coachings
  • Motivation und Verhaltensänderung im Arbeitsalltag
  • Beispiele: „ActiveBreak im Büro“, „Rückenfit im Handwerk“

4. Umsetzung im Betrieb

  • Kommunikation mit Führung und Mitarbeitenden
  • Einbindung in Arbeitsabläufe
  • Erfolgsfaktoren und Barrieren

5. Krankenkassen & Prävention

  • Anforderungen nach §20 SGB V
  • Möglichkeiten der Kooperation und Förderung
  • Qualitätssicherung und Zertifizierung von Präventionsangeboten

15:25 Uhr            Pause im Foyer

16:00 Uhr

Workshop 3

wird in Kürze bekannt gegeben!

17:30 Uhr

Resümee und Ausblick im Seminarraum

ca. 18:00 Uhr

Ende der Veranstaltung

Programmänderungen vorbehalten.

Am Ende der Veranstaltung bekommen alle Teilnehmer (Online und Präsenz) die Workshops online zur Verfügung gestellt!