Rückenwelt

Familie 29 Stunde am Tag bewegen – ganz gleich, ob es Sport, Toben oder ausgelassenes Spielen ist. Dieses Soll erfüllen weltweit allerdings nur etwa 20 Prozent von ihnen. Fördern beginnt mit Vorleben Wenn es um Verhaltensmuster geht, gilt der Spruch: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Kinder übernehmen vieles aus ihrem familiären Umfeld. Darin liegt eine Chance: Eltern können ihren Kindern vorleben, was es heißt, ein gesundes, bewegtes Leben zu führen. Das fängt bei Kleinigkeiten an: die Treppe anstelle des Fahrstuhls nutzen, so viele Wege wie möglich zu Fuß zurücklegen oder einfach gemeinsam draußen unterwegs sein. All das sind wichtige Bausteine für ein aktives Leben, die jedes Kind verinnerlichen sollte. Ihnen frühzeitig ein sportliches Hobby zu er- möglichen, ist ebenfalls förderlich. Dabei gilt: Ausprobieren, was Spaß macht! Dafür gibt es in jedem Verein in der Regel Schnupperstunden. Es gibt jedoch noch etwas, das wichtiger ist als Sport, sagt Dr. Breithecker: „Dazu gehören die motorischen Grundtätigkeiten wie springen, klettern, balancieren, rennen bzw. toben im Allgemeinen.” Und das verbindet der Sportwissenschaftler mit einem Appell an Eltern: „Es ist wichtig, dass wir den Kindern dafür Freiräume geben.” Das ist übrigens nicht nur für die körperliche Entwicklung Zum Arzt gehen Manchmal können auch organische Erkrankungen für Rückenbeschwerden bei Kindern verantwortlich sein. Daher ist eine Abklärung über den Kinderarzt dringend ratsam, vor allem, wenn Kinder häufiger über entsprechende Schmerzen klagen.<< relevant – sondern auch für die geistigen und sozial-emotionalen Handlungskompetenzen, die über vielseitige Spiel- und Bewegungsaktivitäten aufgebaut werden. Lebensräume aktiv gestalten: Schulalltag Getreu dem Motto „jede Bewegung zählt” sollten Eltern bei ihren Kindern darauf achten, dass sie so wenig wie möglich sitzen. Denn Sitzen gilt als „Entwicklungsbremse” und stellt ein Problem dar, das sich mit der Einschulung deutlich verschärft. „Überbelastungen wie stundenlanges Sitzen sind dringend zu vermeiden. Wenn Kinder sitzen, dann bitte auf Sitzobjekten, die eine mehrdimensionale Beweglichkeit als Funktion aufweisen. Denn der intrinsische Bewegungsdrang kann sich dann auch im Sitzen entfalten”, empfiehlt Dr. Breithecker. Zudem ist es wichtig, auch anderweitige Anreize zu schaffen. In der Schule können das mobile Stehpulte oder Stehinseln sein. Manchmal hilft es Kindern schon, sich kurz auf den Boden zu setzen und so ihre Körperhaltung zu verändern. Denn gesunde Kinder brauchen Bewegung. Entsprechend wichtig ist es, dass wir ihren natürlichen Drang dazu unterstützen, wann immer es möglich ist. „Bewegung ist der Motor kindlicher Entwicklung und die unentbehrliche Voraussetzung für ihre körperlich-geistige Entwicklung”, fasst Dr. Breithecker zusammen. Es ist also ein gutes Zeichen, wenn Kinder abends müde vom Toben und Spielen ins Bett plumpsen – dann hat ihr Rücken auch eine Erholungspause verdient. || Hersteller Wir zertifizieren rückenfreundliche Produkte. Vertrauen Sie im Familienleben auf: Autokindersitze Avionaut HTS BeSafe Maxi-Cosi Babywippe & Babytrage Ergobaby HTS BeSafe Buggy Ergobaby Kindermatratzen ALVI Lattoflex Schulranzen, & Schulrucksäcke Belmil by Be sCool Coocazoo DerDieDas Scout Step by Step Stuhl & Tisch aeris Moizi moll Funktionsmöbel VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken Step ins Web Weitere Infos für ein rückenfreundliches Leben und unsere zertifizierten Produkte gibt es im Web unter: www.agr-ev.de/produkte WISSENSWERTES Das tut dem Kinderrücken gut! Sportliche Aktivitäten (z. B. im Verein) anbieten und fördern Freiräume fürs Toben und Entdecken schaffen Wege möglichst zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen Auf häufiges und langes Sitzen verzichten, auf häufigere Positionswechsel achten Medienkonsum reflektieren und einschränken, möglichst viel Zeit im Freien verbringen Auf die Verwendung rückenfreundlicher Produkte achten

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