AGR aktuell Ausgabe 74

Neues aus der Verhältnisprävention 35 AGR aktuell 2025/74 | Aktion Gesunder Rücken e. V. Diese rhythmischen Bewegungen entstehen automatisch – ausgelöst durch Atmung, Herzschlag oder minimale Haltungsänderungen – und aktivieren kontinuierlich die tiefen Halte- muskeln. Im Gegensatz zu kipp- oder ballbasierten Sitzsystemen sind die Bewegungen beim Pendeln feiner dosiert, gleichmäßiger und physiologischer. So bleibt die Wirbelsäule dynamisch stabilisiert, ohne dass es zu einseitigen Belastungen oder Ermüdungserscheinungen kommt. Die Rolle des Gehirns Das Gehirn steuert sämtliche Haltungs- und Bewegungsprogramme. Über Propriozeptoren in Muskeln, Sehnen und Gelenken erhält es kontinuierlich Informationen über Stellung und Spannung des Körpers. Bei konzentrierter Bildschirmarbeit sinkt diese Menge an Bewegungsinformationen jedoch rapide. Die Folge: Das Nervensystem kann die feine Koordination der stabilisierenden Muskulatur nicht mehr zuverlässig gewährleisten. Hinzu kommt, dass das Gehirn auch „ungünstige“ Bewegungsprogramme automatisiert abspeichert, wenn sie lange genug trainiert werden. Dadurch erklären sich viele Beschwerden von Vielsitzern: unphysiologische Bewegungsmuster werden zu Gewohnheiten – mit schmerzhaften Folgen. Trainingseffekt im Sitzen Die reflektierten Mikrobewegungen wirken wie sanfte Trainingsreize: { Kräftigung: Die wirbelsäulennahen, oft vernachlässigten Muskeln übernehmen wieder ihre Stabilisationsfunktion. { Entlastung: Durch wechselnde Anspannung und Entspannung verbessert sich der Stoffwechsel im Muskelgewebe. { Sensorische Stimulation: Mechano- rezeptoren wie Muskelspindeln oder Pacini-Körperchen liefern wertvolle Bewegungsdaten an das Gehirn. { Neuronale Aktivierung: Motorische und sensomotorische Netzwerke werden angeregt, was Haltungskontrolle, Konzentration und Leistungsfähigkeit fördert. Damit wird Sitzen zu einem aktiven Prozess. Der Körper erhält kontinuierliche Bewegungsimpulse, das Nervensystem bleibt gefordert, und die Wirbelsäule wird auf natürliche Weise stabilisiert. Mehr als nur Ergonomie: Neuro-Ergonomie Klassische ergonomische Bürostühle setzen vor allem auf Abstützung – und damit auf Entlastung. Kurzfristig mag das bequem sein, langfristig schwächt es jedoch die Muskulatur. BIOSWING geht einen anderen Weg: Die Bewegung steht im Mittelpunkt. Statt den Körper „ruhigzustellen“, integriert das System die physiologischen Prinzipien von Aktivierung, Rückkopplung und sensomotorischem Training direkt in den Sitzalltag. Fazit: Bewegung in den Alltag holen Für Physiotherapeuten und Ärzte ist klar: Rückengesundheit hängt nicht allein von Sport in der Freizeit ab, sondern auch von der Gestaltung der vielen Stunden im Sitzen. Systeme wie BIOSWING zeigen, wie sich ergonomisches Sitzen und sensomotorisches Training miteinander verbinden lassen. Das Ergebnis: weniger Verspannungen, eine stabilere Wirbelsäule, bessere Konzentration – und ein Arbeitsalltag, der den Körper nicht schwächt, sondern stärkt. So entsteht ein Regelkreis: Mikrobewegungen erzeugen sensorische Signale, das Gehirn verarbeitet diese und steuert wiederum die Muskulatur dynamisch an. Aus passivem Sitzen wird aktives Training – ohne zusätzlichen Zeitaufwand und quasi nebenbei. ' Kontaktinformationen HAIDER BIOSWING GmbH 95704 Pullenreuth Tel.: 09234 9922-0 www.bioswing.de

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