Interdisziplinäre Fachbeiträge 21 AGR aktuell 2025/74 | Aktion Gesunder Rücken e. V. Gefühl erleben. Vielmehr sollen sie dazu befähigt werden, dieses im Alltag selbstständig zu generieren. Deshalb ist es sinnvoll, leicht reproduzierbare Übungen und Haltungen anzubieten, die möglichst ohne Hilfsmittel und mit geringem Aufwand zu Hause wiederholt werden können. So können die Teilnehmenden jederzeit aktiv werden, wenn sich Beschwerden zeigen, oder präventiv etwas für ihr Wohlbefinden tun. Damit wird RückenYoga mehr als nur ein wöchentlicher Kurs. Er wird zu einer Form der Selbsthilfe, die die Eigenverantwortung stärkt und den Blick für die Signale des Körpers schärft. Teilnehmende erfahren, dass sie nicht hilflos auf Schmerzen reagieren müssen, sondern Werkzeuge in der Hand haben, die sie jederzeit einsetzen können. Dieses Gefühl von Selbstwirksamkeit und damit die Gewissheit, selbst etwas tun zu können, ist vielleicht der größte Gewinn, den RückenYoga zu bieten hat. Und genau das versuche ich den angehenden Kursleiterinnen und Kursleitern in meinen Weiterbildungen zu vermitteln. „Sich als selbstwirksam zu erleben, um den eigenen Beschwerden nicht ausgeliefert zu sein oder seinem Rücken jederzeit etwas Gutes tun zu können, ist der größte Gewinn im RückenYoga.“ lich Meditationen im Sitzen anzubieten, sondern auch Formen in Bewegung zu integrieren. Beispiele hierfür sind die Gehmeditation oder die Schüttelmeditation, die durch rhythmische Abläufe und einfache Bewegungsmuster den Zugang zur Achtsamkeit erleichtern. Vor allem Menschen, die im Alltag viel sitzen oder denen es schwerfällt, längere Zeit in einer regungslosen Haltung zu verharren, können sich erfahrungsgemäß besser auf diese dynamischen Formen einlassen und profitieren dementsprechend stark von ihrer entspannenden Wirkung. Durch die Kombination aus körperlicher Aktivität und mentaler Zentrierung wird der meditative Charakter erfahrbar, ohne dass Anspannung oder Überforderung entstehen. Am Ende liegt es in der Verantwortung der Lehrenden, eine für den Einzelnen wie auch für die Gruppe passende und zugleich stimmige Auswahl an Übungen zu gestalten. Ein vielseitiges Übungsportfolio, verbunden mit einer achtsamen, klaren Haltung, bildet dabei die Grundlage für eine gelungene Vermittlung. Hier zeigt sich auch der Wert einer qualifizierten Weiterbildung: Sie befähigt Lehrende, Yoga nicht nur didaktisch korrekt, sondern in seiner Zur Autorin: Monika Alicja Pohl ist Inhaberin der Physioyoga Akademie und bildet Kursleiter:innen und Coaches im therapeutischen Yoga aus, unter anderem zum RückenYoga Trainer:in. Als Health- und Business- coach ist sie in der Betrieblichen Gesundheitsförderung und als Referentin in der Weiterbildung tätig. ' Kontaktinformationen Monika Alicja Pohl PHYSIOYOGA Akademie 53859 Niederkassel www.physioyoga.com www.monikapohl.de Monika Alicja Pohl Meditation entspannt und fördert die Achtsamkeit Nicht zuletzt sind auch Meditationen (Dhyana) ein fester Bestandteil des RückenYoga-Repertoires. Sie helfen, den Geist zu fokussieren und fördern eine kontemplative innere Haltung, die Ruhe, Gelassenheit und ein tieferes Körperbewusstsein entstehen lässt. Gerade im Zusammenspiel mit den Asanas entfalten sie ihre besondere Wirkung, weil sie die Verbindung zwischen Bewegung und mentaler Präsenz stärken. Dabei ist es wertvoll, nicht ausschließganzen Tiefe und Vielfalt weiterzugeben und damit für die Teilnehmenden und zugleich die Lehrenden selbst einen nachhaltigen Mehrwert zu schaffen. Herzliches Namasté
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