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Podcast für Rückengesundheit:
Tipps gegen Rückenschmerzen & für mehr Bewegung

Rückenschmerzen verstehen und aktiv etwas dagegen tun: Im AGR-Podcast erhalten Sie verständliche Tipps, Expertenwissen und alltagstaugliche Impulse für einen gesunden Rücken. Jetzt reinhören und Schritt für Schritt mehr Bewegung und Wohlbefinden in Ihren Alltag bringen.

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Ob Workshops und Kurse, Mitmach-Aktionen, Testtage oder Vorträge. Hier können Sie Ihre Veranstaltung kostenlos eintragen und
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Rückenfreundliche Lösungen für viele Bereiche Ihres Lebens

Wussten Sie, dass auch die Gestaltung unseres Umfelds und Produkte des täglichen Lebens unmittelbar Einfluss auf unsere Rückengesundheit haben? Entdecken Sie hier alle mit dem AGR-Gütesiegel "Geprüft & empfohlen" ausgezeichneten Produkte. Klicken Sie sich einfach durch - Sie werden überrascht sein!

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AGR-geprüfte Produkte

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Umzug ohne Rückenschmerzen

So geht's

Wollen Sie bald umziehen? Dann sind Sie in guter Gesellschaft: Fast 8,5 Millionen Menschen in Deutschland ziehen jedes Jahr in ein neues Zuhause. 72 Prozent von ihnen organisieren den Umzug in Eigenregie, ohne die Mithilfe eines Umzugsunternehmens. Ein Kraftakt für den Rücken!

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Heimtraining für einen gesunden Rücken

5 Empfehlungen für das rückenfreundliche Training zuhause.

Fällt es Ihnen in der dunklen Jahreszeit auch oft schwer, sich ausreichend zu bewegen? Doch gerade im Winter, wenn wir uns naturgemäß weniger bewegen als im Sommer, ist Sport umso wichtiger für unsere Gesundheit. Was aber tun, wenn die Motivation fehlt, den Sporttermin im Fitnessstudio wahrzunehmen und plagende Rückenschmerzen einsetzen?

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Checkliste Schulranzen

Wird Ihr Kind bald eingeschult? Dann stehen Sie jetzt wie viele andere Eltern auch vor der Entscheidung, welcher Schulranzen es sein soll. Für Kinder ist in der Regel das Design am wichtigsten. Doch Sie als Eltern sollten sich darüber hinaus fragen, welche Eigenschaften ein Schulranzen braucht, damit er dem Rücken nicht schadet. Denn schließlich wird der Ranzen täglich getragen und wiegt zuweilen vollbepackt einige Kilos.

Wer jetzt an die 10-Prozent-Regel denkt, nach der ein Schulranzen nicht mehr wiegen sollte als 10 Prozent dessen, was das Kind auf die Waage bringt, kann jedoch aufatmen: Diese Regel gilt als überholt.

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Das rückenfreundliche Büro

Mit mehr Bewegung gegen Rückenschmerzen

Gehören Sie zu den mehr als 21 Millionen Deutschen, die im Büro arbeiten? Dann verbringen Sie vielleicht auch 8 Stunden am Tag im Sitzen, so wie die meisten Ihrer Kolleginnen und Kollegen ... Oft sind es sogar noch mehr als 8 Stunden, denn nach Feierabend sitzen viele Menschen weiter – vor dem Fernseher zum Beispiel. Und das, obwohl hinlänglich bekannt ist, dass Dauersitzen der Gesundheit schadet. Doch es ist eben gar nicht so leicht, daran etwas zu ändern.

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Rückenschmerzen lindern

Wärme mit Bewegung kombinieren

Fühlen Sie sich auch am wohlsten, wenn es angenehm warm ist? Im Winter trinken wir heißen Tee, nehmen ein Bad und halten uns gerne an prasselnden Kaminfeuern auf, um uns aufzuwärmen. Im Sommer nehmen wir Sonnenbäder. Das hat seinen guten Grund: Denn Wärme entspannt und hebt die Stimmung.

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Ergonomisch Autofahren

Deutschland, die Nation der Vielfahrer: Knapp 46 Millionen Autos sind zugelassen, 40 Prozent aller Autofahrer sitzen täglich mehr als anderthalb Stunden hinter dem Lenkrad. Während die Automobilindustrie sich freut, bleibt der Rücken dabei oftmals auf der Strecke. Das stundenlange, monotone Verharren auf einem herkömmlichen Autositz ist pures Gift für den Rücken. Doch immer mehr Hersteller reagieren und bieten ergonomische Sitzvarianten an, die mit dem Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. ausgezeichnet sind.

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Rückenfit ins neue Jahr

Gesunde Neujahrsvorsätze für 2018

Neues Jahr, neues Glück – die beste Gelegenheit, gute Vorsätze in die Tat umzusetzen, ist der Jahreswechsel. Nach den Feiertagen mit üppigem Essen, reichlich Alkohol und wenig Bewegung kommt Neujahr genau richtig. Zu den klassischen Neujahrsvorsätzen zählen eine gesündere Ernährung, weniger Stress und mehr Bewegung. Diese Maßnahmen wirken nicht nur vorbeugend gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes, sondern dienen auch einem gesunden Rücken. Wie sich die guten Vorsätze für mehr Rückengesundheit dann auch in die Tat umsetzen lassen, dazu geben wir von der Aktion Gesunder Rücken e. V. hilfreiche Tipps und Anregungen.

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Richtig heben und tragen - so geht's

Erst wenn wir uns einmal richtig verhoben haben, zeigt uns der meist stechende Schmerz, welche Folgen alltägliche Belastungen wie Heben, Tragen und Bücken für unseren Rücken haben können. Kein Wunder, denn der Druck, der dabei auf den Bandscheiben lastet, ist enorm. Entscheidend ist deshalb vor allem die richtige Haltung. Denn durch bestimmte Techniken bei verschiedenen Bewegungsabläufen kann der Druck erheblich reduziert werden. Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. zeigt, wie es richtig geht.

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Zuhause entspannen mit gesundem Rücken

Je ungemütlicher und kälter es draußen wird, desto beliebter werden Aktivitäten in den eigenen vier Wänden. Vor dem Kamin sitzend ein gutes Buch lesen, Fernsehen oder einfach abschalten: Hauptsache es ist warm und gemütlich. All diese Beschäftigungen haben etwas gemeinsam: Sie werden größtenteils im Sitzen oder in „Relaxposition“ ausgeübt. Doch das lange Sitzen birgt bekanntermaßen Gesundheitsgefahren, hinzu kommt, dass es in vielen deutschen Haushalten an geeigneten „rückengerechten“ Sitzmöglichkeiten mangelt. Diese sind jedoch gerade in der kalten Jahreszeit von großer Bedeutung, um schmerzhafte Verspannungen zu vermeiden und den Rücken bestmöglich zu unterstützen. Doch wie findet man rückengerechte Sitzmöbel? Das Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. gibt Aufschluss.

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AGR TV: Effektives Rückentraining

mit wassergefüllten Trainingsröhren

Übungen mit einer wassergefüllten Trainingsröhre sind besonders gut geeignet für das Rückentraining. Warum das so ist und wie das funktioniert erfahren Sie in diesem Video.

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Themenwelt Gesundheit Interview Dr. med. Petra Büchin

Interview: Raus aus der Schonhaltung

Dr. med. Petra Büchin - Chefärztin des Zentrums für Wirbelsäulenchirurgie und Rückentherapie des Karl-Olga-Krankenhaus in Stuttgart erklärt, warum Bewegung zur Vorbeugung eines akuten Bandscheibenvorfalls hilft.

Frau Dr. Büchin, wie kommt es zum Bandscheibenvorfall?

→ Büchin: Bei einem Bandscheibenvorfall tritt Gewebe aus einer Bandscheibe der Wirbelsäule aus. Drückt es auf die Nervenfasern des Wirbelkanals, ist das für die Betroffenen schmerzhaft. Die Betroffenen können sich oft an eine akute schmerzauslösende Bewegung erinnern – und halten sie dann für die Ursache des Vorfalls. Die tatsächliche Ursache ist allerdings eine schwach ausgebildete Rumpf- und Rückenmuskulatur, die wiederum zu einer unphysiologischen Fehlbelastung der Bandscheiben führt. Eine solche Fehlentwicklung lässt sich nur durch regelmäßige Eigenübungen mittel- bis langfristig beheben.

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Wer einen Bandscheibenvorfall erlitten hat, fürchtet sich vor einer Wiederholung.
Wie schützt man sich davor?

→ Büchin: Da lautet die Devise ganz klar: Bewegung, Bewegung, Bewegung! Regelmäßige, am besten tägliche Rückenübungen wie Kräftigungs-, Dehn- und Koordinationsübungen oder Faszienbehandlung mit Faszienrollen müssen wie das Zähneputzen zum Alltag gehören – das gilt auch für Menschen, die noch keinen Bandscheibenvorfall erlitten haben. Denn nur wenn wir unsere Bandscheibensegmente regelmäßig beanspruchen, werden sie effektiv mit Nährstoffen versorgt.

Eine stabile Rumpfmuskulatur hält wiederum die Wirbelsäule aufrecht. Dafür sind besonders die kleinen Muskeln zwischen den Wirbelsegmenten verantwortlich. Sie sorgen zudem für die Koordination und brauchen zur Stärkung ein entsprechendes Training. Ebenso ist es wichtig, ein muskuläres Ungleichgewicht zu vermeiden. Letztendlich müssen Betroffene realisieren, dass nur sie selbst das Risiko eines Rückfalls mindern können.

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Wie genau verbessert Bewegung die Rückengesundheit?

→ Büchin: Rückenübungen sind die Basis, um die Rücken- und Rumpfmuskulatur zu stärken, die maßgeblich zu unserer Rückengesundheit beiträgt. Regelmäßige Bewegung hält zudem insbesondere die Faszien im Bereich der Muskeln locker und beweglich, über die unsere Muskeln, Knochen, Sehnen, Fettgewebe, die Haut und die Organe miteinander verbunden sind. Und sie verhindert eine massive Verfettung der Rückenmuskulatur, die wir häufig in durchgeführten MRTs von Patienten mit Bewegungsmangel feststellen.

Bei Patienten mit schwach ausgeprägter Muskulatur entstehen Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule eher, da hierdurch die Knochen- und Bandstrukturen sowie die Bandscheiben der Wirbelsäule stärker belastet werden als bei Menschen, die regelmäßig in der Freizeit, im Alltag und auch bei der Arbeit kräftigende Tätigkeiten ausüben. Dehnübungen sollten ebenfalls nicht vergessen werden. Gut für die Rückengesundheit ist letztendlich alles, was uns in Bewegung hält.

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Themenwelt Gesundheit Interview Dr. phil. Heike Juliane Streicher

Interview: Schutzfaktor: Bewegung

dr. phil. Heike juliane streicher

Dr. phil. Heike Juliane Streicher - Expertin für bewegungsbezogene Gesundheitsförderung am Institut für Gesundheitssport und Public Health an der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig

Dr. phil. Heike Juliane Streicher weiß, dass körperlich-sportliche Aktivität bei der Genesung und Prävention vieler Krankheiten ganzheitlich helfen kann. In einem Interview gibt die Sportwissenschaftlerin Einblicke in den Bereich der Sporttherapie.

Frau Dr. Streicher, was kann man sich unter Sporttherapie vorstellen?

→ Streicher: Sporttherapie ist eine Form der Bewegungstherapie. Ihr Ansatz geht über ein simples Trainingskonzept hinaus und zielt auf eine ganzheitliche Sichtweise in Verbindung von Medizin, Rehabilitation und Sportwissenschaft. Das Vorgehen wird als mehrdimensional bezeichnet, da es zum einen funktionale, zum anderen aber auch psychosoziale und pädagogische Ziele verfolgt. Erst das Zusammenspiel dieser Dimensionen führt zu einer therapeutischen Wirkung. Ebenso dient die Sporttherapie der Verbesserung der Funktionen des muskuloskelettalen Systems, weshalb maßgeblich die motorischen Grundeigenschaften Kraft, Koordination, Ausdauer und Beweglichkeit gut dosiert angesprochen werden

gespräch therapeutin mit patientin

Worin besteht das Kernziel?

→ Streicher: Es werden therapeutische Maßnahmen zur gesundheitsorientierten Prävention und Rehabilitation verfolgt. Insgesamt besteht das Kernziel darin, dass der Mensch eine Motivation erreicht, lebensbegleitend Sport zu treiben oder zumindest vermehrt körperlich aktiv zu sein. Damit geht parallel eine Lebensstiländerung einher, die den Menschen Kompetenzen erreichen lässt, eigenständig und selbstgesteuert Bewegung und Sport ausüben zu können.

Gibt es einen Unterschied zwischen Sport- und Physiotherapie?

→ Streicher: Das kann man gar nicht so leicht beantworten – die Trennschärfe ist gering. Physiotherapeuten behandeln vordergründig in einem 1:1 Verhältnis mit dem Patienten, während Sporttherapeuten Übungen und Bewegungselemente häufig auch in Gruppenformation anleiten. In der Physiotherapie geht es dominant um die Mobilisierung und Stabilisierung von Gelenksystemen. Dabei werden Bewegungsübungen aus speziellen Therapieformen (z.B. Manuelle Therapie, Lymphdrainage usw.) oder Massageformen, aber auch physikalische Anwendungen (z.B. Elektrotherapie) verwendet. Es wird sich stark auf die physischen Symptome konzentriert, wohingegen die Sporttherapie Sport und Bewegung auch als Mittel zur Beeinflussung psychischer und sozialer Komponenten nutzt.

mann  und frau auf gymnastikball mit zwei therapeuten

Wer braucht bei welcher Art von ‘Verletzung’ welche Hilfe?

→ Streicher:  Das ist immer abhängig von der Diagnose. Neben der häufig zuerst notwendigen Physiotherapie wird insbesondere bei posttraumatischen bzw. postoperativen orthopädischen Verletzungen zur Durchführung von sporttherapeutischen Maßnahmen geraten. Dadurch wird die Muskulatur wieder aufgebaut und stabilisiert und damit einer möglichen Dekonditionierung – d.h. Verminderung der Muskelkraft, Ausdauerleistung und allgemeine Fitness – entgegengewirkt. Aber auch bei Herz-Kreislauf- und internistischen Erkrankungen kommt der Sporttherapie – mit ausgewählten Bewegungselementen und Behandlungsprogrammen – immer mehr Bedeutung zu. Im Hinblick auf die positive Wirkung von Bewegung als Medikation ist die körperlich-sportliche Aktivität also ein hoher Schutzfaktor für unsere Gesundheit!

Welche Trainingsmethoden werden in der Sporttherapie angewandt?

→ Streicher:  Da wird sich den verschiedensten Sportarten bedient. Um nur ein paar Beispiele anzuführen: Es gibt die sogenannte Fahrradergometrie – ein Test- und Trainingsverfahren zur Beurteilung und Beeinflussung der Herz-Kreislauf-Fähigkeit, häufig unter Überwachung von EKG und Blutdruck. Nach orthopädischen Indikationen wird meist auf ein gerätegestütztes Training gesetzt (die Medizinische Trainingstherapie), das insbesondere die Kraftfähigkeiten verbessern soll. Bei der Wassertherapie nutzt man die physikalischen Eigenschaften des Wassers (u.a. Auftrieb, Gewichtsreduzierung), um die jeweiligen Gelenkfunktionen zu beeinflussen. Doch es kann auch in den Bereich der Entspannungsverfahren gehen, bei dem die Betroffenen mittels mental-, körperlich- oder atemzentrierter Zugänge spezielle Methoden erlernen. Immer öfter kommen auch Outdoor-Bewegungsmaßnahmen – verbunden mit einem Naturerleben - zur Anwendung – wie etwa Wandern, Mountainbiking, Nordic Walking oder Skilanglauf.

frau untersuchung ekg

Welche Rolle spielt dabei das Thema Rückengesundheit?

→ Streicher:  Die Sporttherapie kann definitiv einen Beitrag zur Rückengesundheit leisten, da durch gezielte Kraft- oder Koordinationseinheiten die Rumpf- und Rückenmuskulatur beeinflusst wird. Dadurch kann sie ihrer stabilisierenden Funktion in Bezug auf die Wirbelsäule besser gerecht werden. Ein gesunder Rücken kann zudem zu einer umfangreichen Genesung beitragen. Denn Rückenübungen können allein schon bei der Prophylaxe rumpfbezogener Symptomatiken eine Rolle spielen oder aber bei eingeschränkten Gelenkfunktionen für die Prävention einer Dekonditionierung relevant sein. Außerdem steigert Bewegung auch die Lebensfreude, denn zumindest temporär werden nach körperlicher Belastung Hormone ausgeschüttet, die das eigene Wohlbefinden positiv beeinflussen.

Welche Tipps können Sie den Menschen geben, die sich aktuell in Sporttherapie befinden?

→ Streicher:  In erster Linie natürlich an sich selbst zu glauben und optimistisch zu bleiben; die Chance zu nutzen, das eigene Gesundheitswissen für das Erreichen eines gesunden Lebensstils zu erweitern, langfristig anzuwenden und damit einen bedeutenden Schutzfaktor für die Gesundheit herzustellen. Zudem sollte die Ganzheitlichkeit für sich selbst erkannt werden: Zum Beispiel müssen Rückenschmerzen nicht immer nur ein Problem der Wirbelsäule und seiner Muskulatur sein, sondern können auch mit der allgemeinen Befindlichkeit bzw. der Psyche zusammenhängen.

Wie achten Sie persönlich auf Ihre (Rücken)gesundheit im Alltag?

→ Streicher:  (Rücken)gesundheit heißt für mich: Bewegung! Meinen Alltag zu versportlichen! Das fängt bereits im Kleinen Zuhause an: Brot mit der Hand schneiden, Zähneputzen auf einem Bein, die Kaffeemühle selbst betätigen und ein rundum aktiver Haushalt. Im Büro kann es die wechselnd stehend-sitzende Haltung am Schreibtisch sein oder der Aktivstuhl ohne Lehne, sowie das bewusste Integrieren von Laufwegen bspw. zum Kopierer und das Vermeiden des Aufzugs. Zusätzlich gestaltet sich mein Arbeitsweg aktiv mittels Fahrrad und in meiner Freizeit gehe ich verschiedensten sportlichen Aktivitäten nach, wie z. B. Yoga und Joggen. Auch die Ernährung spielt eine wesentliche Rolle – ganz nach dem Motto “Du bist, was du isst” und “das Maß macht's" gibt es Gesundes (ausgewogen, fleisch-, salz-, zuckerarm und bunt), verbunden mit einem gesunden Genuss.

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Themenwelt Gesundheit Interview Prof. Dr. med. Akbar

Interview: An einer Skoliose hat niemand Schuld

Ppofessor dr. michaela akbar

Professor Dr. med. Michael Akbar - Experte für Erkrankungen der Wirbelsäule bei Kindern und Erwachsenen an zwei Privatkliniken in Berlin und Heidelberg

Professor Dr. Michael Akbar ist Wirbelsäulenspezialist. Wir haben mit ihm über das Thema Skoliose gesprochen. Wie die Krankheit diagnostiziert wird und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, erläutert der Orthopäde im Interview.

Professor Akbar, was ist eine Skoliose?

→ Akbar: Die Skoliose ist eine dreidimensionale Verformung der Wirbelsäule, die mit einer Seitabweichung einhergeht. Bei dieser Wachstumsstörung kommt es gleichzeitig zu einer Verformung und -drehung der Wirbelkörper. Im Gegensatz zu einer reinen Haltungsschwäche kann die Krümmung der Wirbelsäule nicht alleine, also aus eigener Kraft wieder aufgerichtet werden. Die Diagnose Skoliose stellen wir ab einer seitlichen Verkrümmung der Wirbelsäule von 10 Grad. Schätzungsweise 0,5 bis fünf Prozent der deutschen Bevölkerung haben eine Skoliose. Man unterscheidet die idiopathische Skoliose, deren Auslöser unbekannt sind, von der sekundären Skoliose. Letztere entwickelt sich aufgrund von anderen Erkrankungen wie Veränderungen der Knochen oder einer Muskel- oder Nervenerkrankung. Die meisten Skoliosen, etwa 85 Prozent, sind idiopathisch.

frau skoliose mit therapeut

Welche Risiken gibt es dafür, an einer idiopathischen Skoliose zu erkranken?

→ Akbar: Warum eine normale Wirbelsäule sich plötzlich verdreht weiterentwickelt, ist bis heute nicht ganz erforscht. Aber wir wissen bereits: Das Auftreten von Skoliosen hängt mit dem Körperwachstum zusammen. Es hat nichts mit falscher Ernährung oder Fehlbelastung zu tun – auch Sport oder Arbeit haben keinen Einfluss auf das Erkranken. Weder der Patient noch die Eltern können etwas dafür, und es trägt niemand die Schuld. Allerdings scheint es eine genetische Veranlagung zu geben, denn Skoliosen treten meist gehäuft in Familien auf: 97 Prozent aller Patienten mit einer idiopathischen Skoliose haben eine positive Familienanamnese. Mädchen sind vier- bis fünfmal häufiger betroffen als Jungen. Fehlentwicklungen lassen sich im Kindes- und Jugendalter gut therapieren, da die Wirbelsäule noch elastisch und formbar ist. Je älter die Patienten und je deutlicher die Krümmung, desto schwieriger und aufwendiger wird die Behandlung.

Welche Symptome gibt es außer Haltungs­veränderungen noch?

→ Akbar: Je nachdem, wo die Krümmung liegt und wie groß sie ist, können die Asymmetrien tatsächlich nur ein optisches Problem sein. Aber die verdrehte Wirbelsäule kann auch Bandscheiben, Wirbelgelenke und die entsprechenden Muskeln stark belasten – Rückenschmerzen und später Arthrose sind die Folge. In schweren Fällen kann die Skoliose sogar die Herz- und Lungenfunktion einschränken. Auch die psychosoziale Belastung durch einen Buckel oder schiefe Haltung darf man nicht unterschätzen.

skoliose symptom rueckenschmerz

Wie wird eine Skoliose diagnostiziert?

→ Akbar: Betroffene Kinder haben meist keine Schmerzen oder andere Beschwerden durch eine beginnende Skoliose. Daher erfolgt die Diagnose eher durch die Eltern oder als Zufallsbefund bei einem Arztbesuch. Typische Hinweise auf Skoliose sind eine sichtbar gebogene Wirbelsäule, ein deutliches Hervorstehen eines Schulterblattes oder der Rippen sowie ein Schulter- oder Beckenschiefstand. Es ist z. B. sinnvoll, wenn Eltern mit ihren Kindern zum Schwimmen gehen. In Badesachen fallen selbst kleinere Haltungsveränderungen eher auf. Als Ärzte nutzen wir zur ersten Diagnose meist den Adamstest: Dabei beugt der Patient den Oberkörper nach vorne. In dieser Haltung fallen auch schon kleinere Abweichungen auf. Für eine endgültige, belastbare Diagnosestellung sind aber zusätzliche Röntgenbilder und die MRT-Untersuchung der gesamten Wirbelsäule notwendig.

Wie geht es weiter, nach der Diagnose „idiopathische Skoliose“?

→ Akbar: Das hängt von verschiedenen Faktoren ab: vom Alter des Patienten, vom Schweregrad der Krümmung und vom Voranschreiten. Da sich die Skoliose vor allem während des Wachstums verschlechtern kann, ist es wichtig abschätzen zu können, wie lange der Betroffene noch wächst. Nehmen wir als Beispiel ein noch nicht ausgewachsenes, zwölfjähriges Mädchen mit einer Krümmung von zehn Grad, was eine leichte Skoliose bedeutet. Dieser Patientin würde man zunächst Sport- und Physiotherapie verschreiben. Symmetrische Sportarten wie Reiten, Balletttanz, Klettern oder Schwimmen sowie eine Kräftigung der Bauch- und Rückenmuskulatur sind sinnvoll. Ziel ist es, durch Muskelaufbau die Wirbelsäule zu kräftigen und zu stabilisieren und so die Fehlstellung der Wirbelsäule weitgehend zu korrigieren – und ein Fortschreiten zu verhindern.

Wie sieht die Therapie aus, wenn eine fortgeschrittene Skoliose vorliegt?

→ Akbar: Bei einer Skoliose von 20 bis 50 Grad würde man der Patientin zusätzlich zur Physiotherapie zu einer Korsetttherapie raten. Das ist für Jugendliche sehr belastend, da das Korsett konsequent getragen werden muss, um Erfolge zu erzielen – etwa 18 Stunden täglich. Es fixiert den Becken- und Schultergürtel gegen Verdrehung und kann eine passive Korrektur der Skoliose bewirken. Es ist allerdings nur bei Patienten wirksam, die noch deutlich im Bereich der Wirbelsäule wachsen.

kinder skoliose physiotherapie

Wann ist eine Operation notwendig?

→ Akbar: Schwere Skoliosen mit einer fortschreitenden Krümmung ab 40 bis 50 Grad müssen in der Regel operiert werden. Ein Korsett ist ab höheren Krümmungsgraden anatomisch und technisch kaum noch möglich und nicht wirksam. Physiotherapie und Sport alleine würden nicht zum gewünschten Erfolg führen. Die letzte Möglichkeit ist dann die Operation. Zum Glück sind solche schweren Fälle extrem selten. Und wichtig zu wissen: vorherige konservative Behandlungen haben keinen negativen Einfluss auf den Erfolg einer OP, man kann damit also nichts kaputt machen. Ziel einer Skoliose-Operation ist es, die Verkrümmung aufzurichten, die Rotation zu beseitigen und die Wirbelsäule so mit Implantaten zu fixieren. Die Erfolgsaussichten einer solchen Operation sind meist sehr gut, ziehen aber eine relativ lange Rehabilitationszeit nach sich.

TIPPS FÜR BETROFFENE

Skoliosepatienten sollten unbedingt auf ihr Gewicht achten. Übergewicht belastet die Wirbelsäule zusätzlich. Auch harte körperliche Arbeit ist kontraproduktiv. Stattdessen können Betroffene auf einen gesunden Muskelaufbau setzen. Eine gute Bauch- und Rückenmuskulatur entlastet die Wirbelsäule. Dafür ist regelmäßiger Sport wichtig. Skoliosepatienten steht zudem eine lebenslange Physiotherapie zu. Dieses Angebot sollten sie nutzen. Hilfe finden Skoliosepatienten auch beim Bundesverband Skoliose-Selbsthilfe e. V.

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Rückenwelt Freizeit

Freizeit ist Bewegungszeit

„Mein Morgen beginnt mit zehn Klimmzügen an der Reckstange in meinem Garten”, sagt Ulrich Kuhnt, Sportpädagoge und Leiter der Rückenschule Hannover. Er weiß ganz genau, wie er sich in seiner Freizeit fit hält. Was für ihn die Klimmzüge sind, ist für den anderen eine Joggingrunde im Wald, der Radweg zur Arbeit oder die Yogastunde nach Feierabend. All diese Freizeitaktivitäten fördern die Gesundheit – und bei der richtigen Ausführung auch den Rücken. „Bereits eine halbe Stunde täglich aerobes Training, also Ausdauersport, bewirkt eine Menge”, erklärt Kuhnt. Gerade weil die meisten Menschen den Großteil ihres Alltags im Sitzen verbringen, sollten sie ihren Ausgleich so aktiv wie möglich gestalten. Ansonsten machen sich Folgen von zu langem Sitzen bemerkbar: Die Muskulatur baut ab, verliert an Stabilität – und es entstehen Rückenschmerzen. Stress kann das noch begünstigen, denn durch viel Hektik im Alltag merken viele nicht, wie verkrampft ihre Körperhaltung ist. Erst wenn Ruhe einkehrt, spüren sie die schmerzhaften Folgen zu hoher Anspannung.

Freizeitsport -
aber richtig!

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Umso wichtiger ist es, dem Rücken mit einer passenden Freizeitaktivität langfristig etwas Gutes zu tun – und dabei Spaß zu haben ...

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. „Denn nur was mir Spaß macht, führe ich auch weiter”, sagt der Sportpädagoge. Deshalb lohnt es sich, auf seinen Körper zu hören: Bin ich eher der Typ „Raus in die Natur” und gehe Inlineskaten oder joggen? Bin ich der Typ „Muckibude” oder setze ich auf Fitnesskurse? Oder nutze ich Sportgeräte in den eigenen vier Wänden? Ganz gleich, welcher Sport es ist, die Hauptsache ist: Man geht es richtig an. Denn Freizeitsport mit dem falschen Equipment kann schnell nach hinten los gehen: Drückt der Zeh beim Joggen, hat man nicht das passende Schuhwerk – und macht im Grunde mehr falsch als richtig. Beim Schuh spielt vor allem das Dämpfungssystem eine wichtige Rolle. Es kompensiert als Kernelement jedes rückengerechten Schuhs die Stoß- und Druckkräfte beim Laufen. Auch beim Fahrradfahren sollte sichergestellt sein, dass der Sattel zum Radler passt und rückenschonend ist, um Schmerzen zu vermeiden. Eine ganz neue Alternative für Menschen, die aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht mehr Rad fahren können, ist der Streetstepper: Das Outdoor Fitnessgerät kombiniert das Rad fahren mit dem Laufen, ist sehr gelenkschonend und rückenfreundlich – und macht wirklich Spaß.

Rückengerechtes Equipment?
Check!

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„Bevor man beispielsweise mit einem Sportgerät trainiert, muss die individuelle Einstellung vorgenommen werden, um Fehlhaltungen vorzubeugen ...

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– sonst vergeht die Lust am Freizeitsport schnell wieder”, so Kuhnt. Für ein effektives Rückentraining muss man nicht das professionelle Fitnessstudio oder den Physiotherapeuten aufsuchen: Zahlreiche Sportgeräte eignen sich für zuhause – und bieten die optimale Lösung für Rückentraining in allen Lebenslagen. Wer beispielsweise während seines abendlichen Serien-Marathons auf einem Minitrampolin „schwingt”, aktiviert dabei jede einzelne Körperzelle. Das tut Herz und Kreislauf gut, fördert das Atmungssystem und verbessert die Koordination. Die sanften Schwingungen trainieren die Rückenmuskeln, schonen dabei die Gelenke und sorgen für einen hohen Spaßfaktor. Sogar Menschen mit Bewegungseinschränkungen können das Minitrampolin nutzen.

Sportmuffel?
Kein Problem!

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Fakt ist auch, dass es nicht immer das ausgiebige Kardio-Programm sein muss. Alltagsbewegungen bringen viel mehr, als man denkt ...

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Allen voran ist hier der Klassiker zu nennen: Treppensteigen statt Aufzugfahren. „Es kommt darauf an, sich regelmäßig und dauerhaft zu bewegen, also einen bewegten Lebensstil zu führen”, sagt Kuhnt. In seinem „Rückenbuch für Faule” erklärt der Sportpädagoge, in welchen Alltagssituationen jeder seinem Rücken ganz nebenbei etwas Gutes tun kann – sei es beim Warten an der Ampel oder beim Zähneputzen. Ganz gleich, ob beim Freizeitsport oder im Alltag: Mit den richtigen Bewegungen kann man sich spielend leicht fit halten.

Buchtipp!
Nie wieder auf die Matte: Das etwas andere Übungsbuch von Ulrich Kuhnt
Taschenbuch und eBook: ISBN 978-3432114767

„Mein Morgen beginnt mit zehn Klimmzügen an der
Reckstange in meinem Garten."

Ulrich Kuhnt – Sportpädagoge und Leiter der Rückenschule Hannover

Ihr Rücken schreit
nach Liebe?

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Hier gibt’s einfache Tipps – zum Lesen, Hören und direkt Ausprobieren!

Mit viel Liebe haben wir für Sie unsere Medientipps zusammengestellt. Kostenfreie Broschüren, die Sie ganz bequem auf Ihren Rechner, Tablet oder Smartphone herunterladen können. Dazu gibt es inspirierende Buch- und Hörbuchtipps – bestimmt ist auch für Sie etwas Passendes dabei. Gönnen Sie Ihrem Rücken eine kleine Wohltat und stöbern Sie doch mal rein!

Medientipps

TIPPS FÜR MEHR BEWEGUNG IM ALLTAG

Mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren, ist ein Schlüssel zu einem gesünderen Lebensstil. Diese Gesundheitstipps, helfen aktiv zu bleiben:

1. Alltägliche Aktivitäten nutzen

  • Zu Fuß oder mit dem Fahrrad: Erledigen Sie kurze Wege zu Fuß oder mit dem Rad, anstatt das Auto zu nehmen.
  • Stehen statt Sitzen: Nutzen Sie Gelegenheiten, während des Arbeitens oder Telefonierens zu stehen oder herumzulaufen.

2. Regelmäßige Bewegung einplanen

  • Mikro-Workouts: Nutzen Sie kurze Zeitfenster für Übungen wie Kniebeugen, Liegestütze oder Dehnübungen. Bewegungstermine setzen: Planen Sie feste Zeiten für Spaziergänge, Workouts oder Sport.

3. Freizeit aktiv gestalten

  • Hobbys mit Bewegung: Probieren Sie Aktivitäten wie Tanzen, Wandern, Schwimmen oder Yoga.
  • Familienzeit aktiv nutzen: Unternehmen Sie gemeinsam Radtouren, Wanderungen oder Spiele im Freien.
  • Freunde für Sport treffen: Sportliche Aktivitäten wie Tennis, Fußball oder Klettern lassen sich auch als soziales Event gestalten.

4. Neue Gewohnheiten schaffen

  • Schritte zählen: Tragen Sie einen Fitness-Tracker oder nutzen Sie eine App, um Ihre tägliche Aktivität zu messen.
  • Realistische Ziele setzen: Starten Sie mit kleinen Zielen, z. B. 5.000 Schritte täglich, und steigern Sie diese allmählich.
  • Belohnungen: Motivieren Sie sich mit kleinen Belohnungen, wenn Sie Ihre Bewegungsziele erreichen.

5. Bewusstes Dehnen und Entspannen

  • Stretching-Routine: Beginnen oder beenden Sie den Tag mit einer kurzen Stretching-Einheit.
  • Yoga oder Pilates: Fördern Sie Beweglichkeit, Kraft und Balance mit diesen Übungen.

6. Integrieren Sie Spaß

  • Aktive Spiele: Spielen Sie Bewegungsspiele wie Tischtennis oder Badminton.
  • Fitness-Challenges: Treten Sie mit Freunden oder Kollegen in Bewegungschallenges an.

7. Kleine Anreize schaffen

  • Erinnerungen einstellen: Lassen Sie Ihr Handy Sie daran erinnern, aufzustehen und sich zu bewegen.
  • Haustiere: Ein Hund sorgt durch regelmäßige Spaziergänge für Bewegung, aber auch das Spielen mit Katzen oder anderen Tieren kann zu mehr Aktivität im Alltag beitragen.

Kombinieren Sie verschiedene Strategien, um die Bewegung abwechslungsreich und spannend zu gestalten. Kleinere, aber regelmäßige Veränderungen können langfristig große gesundheitliche Vorteile bringen!

„Bereits eine halbe Stunde täglich aerobes Training,
also Ausdauersport, bewirkt eine Menge.”

Ulrich Kuhnt – Sportpädagoge und Leiter der Rückenschule Hannover

WISSENSWERTES

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Das passiert, wenn wir zu lange sitzen:

  • Nach einer Minute: Die Aktivität der unteren Gliedmaßen hört auf. Es werden nahezu keine Kalorien mehr verbrannt.
  • Nach 20 Minuten: Unsere Bandscheiben verlieren enorm an Flüssigkeit und damit an Volumen. Das beeinträchtigt ihre Pufferfunktion, was zu Fehlhaltungen und auf Dauer zu irreparablen Schäden führen kann.
  • Nach 60 Minuten: Blutgefäße und Lymphbahnen der Hüfte haben nur noch rund 50 Prozent ihres Volumens, da sie im Sitzen abgedrückt werden. Dadurch können Stauungen oder Schwellungen im unteren Körperbereich entstehen.
  • Bei längerer Inaktivität: Herz und Gehirn werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt: Der Stoffwechsel fährt runter, die Gehirnfunktion sinkt, das Denken fällt schwer und wir werden müde.

Schwingen für mehr Stabilität

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Schwingen Sie während der Tagesschau einfach mal einen Schwingstab: An den Enden des hochelastischen Sportgeräts sind zwei Gewichte befestigt, sodass sich damit Bein-, Rücken-, Schulter- und Armmuskeln besonders effektiv trainieren lassen.

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Dreimal in der Woche sind jeweils 10 bis 15 Minuten ausreichend, um die Koordination zu verbessern, die Rumpfmuskulatur zu stärken und die Wirbelsäule zu stabilisieren. Doch wie bei allen Sportgeräten gilt auch hier: Augen auf beim Produktkauf! „In erster Linie sollte man natürlich auf das Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken achten. Damit ist schon mal sichergestellt, dass die Kriterien für Ergonomie und Rückengesundheit erfüllt sind”, erklärt Kuhnt. „Außerdem ist eine gute Bedienungsanleitung sehr wichtig, genauso wie eine fachlich qualifizierte Verkaufsberatung im Vorfeld.”

Weiterführende Links:
Schwingstäbe

„Rückenbeschwerden können auch Hobby- und Leistungssportler treffen, vor allem bei Sportarten mit viel Drehungen – z. B. Golf, Tennis oder Tischtennis. Daher machen wir immer ein 360-Grad-Core-Training, also Rumpftraining in verschiedenen Positionen. Ich empfehle, den Rücken viel im Liegen oder Stehen zu trainieren. Sitzen tun wir im Alltag doch genug. Das kann mit dem eigenen Körpergewicht sein, mit einem Miniband oder auch Dehnungen und Mobilisationen.”

Lukas Lai – Physiotherapeut B.Sc., Sportphysiotherapeut des Deutschen Olympischen Sportbundes, Athletiktrainer des Deutschen Basketball Bundes und in der Basketball­ Bundesliga

Interview über Beschwerden beim Sport sowie Tipps

Herr Lai, was sind die häufigsten Beschwerden der Sportler?
Lai: Die häufigsten Beschwerden kann man eigentlich in drei Gruppen unterteilen: Muskuläre Beschwerden, chronische Überlastungen, wozu auch meistens Rückenbeschwerden oder Arthrose im Knie zählen, und dann die akuten Verletzungen. Im Basketball sind es meistens Füße und Knie.

Welche Sportarten sind besonders von Rückenbeschwerden betroffen?
Lai: Meiner Erfahrung nach sind es Sportarten, wo viel Drehung dabei ist. Zum Beispiel beim Golf oder Tennis, da haben wir einige Spieler mit Rückenbeschwerden – oder auch beim Tischtennis.

Welche Rolle spielt der Rücken in Bezug auf den gesamten Körper?
Lai: Der Rücken ist als Zentrum des gesamten Körpers zu sehen. Er wird auch oft als "core'' bezeichnet. Um dieses Zentrum müssen sich die Extremitäten bewegen können. Wenn dieses dann nicht stabil ist, gibt es einen Leistungsverlust und die Verletzungswahrscheinlichkeit steigt. Folglich hat der Rücken einen ziemlich hohen Stellenwert!

Mit welchen Übungen/Bewegungen machen Sie Profisportler rücken-fit?
Lai: Wir versuchen immer 360 Grad zu trainieren – wir nennen es auch 360-Grad-Core-Training. Das ist ein Rückentraining oder ein Rumpftraining in verschiedenen Positionen. Also nicht nur auf dem Boden, sondern auch im Stehen, im Einbeinstand oder im Seitstütz – also 360 Grad in verschiedenen Positionen.

Welche Übungen können Sie uns für den Alltag empfehlen?
Lai: Wenn wir in unserem Alltag sowieso schon so viel sitzen, dann sollten die Übungen für zwischendurch nicht auch noch im Sitzen gemacht werden. Da kann man Rumpf und Rücken sehr gut im Stehen trainieren oder auch im Liegen – Hauptsache man kommt mal weg vom Sitzen.

Wie achten Sie persönlich auf deine Rückengesundheit im Alltag?
Lai: In meinen eigenen Workouts versuche ich immer, die Rumpfübung ins Warm-up zu packen oder abends nach Feierabend nochmal ein paar Übungen zu machen. Das kann mit dem eigenen Körpergewicht sein, mit einem kleinen Miniband oder auch ein paar Dehnungen und Mobilisationen.

Gibt es Bereiche, wo Sie selbst besonders Wert auf rückenfreundliche Gestaltung legen?
Lai: Nein, eigentlich nicht. Ich persönlich fange da bei mir selbst an und bereite meinen Rücken sehr gut auf die Umgebungen vor – und nicht umgekehrt. Einen regelmäßig und gut trainierten, stabilen Rücken muss man nicht in Watte packen.

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Rueckenwelt Unterwegs

Gesundheit auf der Überholspur: wie moderne Autositze unseren Rücken schützen

Von autonomen Fahrfunktionen über fortschrittliche Sicherheitstechnologien bis hin zu hochentwickelten Infotainment-Systemen – die technischen Innovationen moderner Autos, die regelmäßig auf der Internationalen Automobil- Ausstellung (IAA) präsentiert werden, begeistern viele Autofans. Dabei wird ein entscheidender Komfortfaktor leider häufig übersehen: der Autositz. „Ein ergonomischer Sitz ist das Rückgrat jeder komfortablen und gesunden Fahrt“, sagt Kerstin Meier-Detjen, Mitglied im Direktorium der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. Durchschnittlich 9,2 Stunden verbringen die Deutschen werktags im Sitzen – einen Großtei davon im Auto. 68 % der deutschen Pendler nutzen den PKW für den Arbeitsweg und stehen – oder besser „sitzen“ – jährlich bis zu 79 Stunden im Stau. „Ein Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad bringt Bewegung in den Alltag und tut dem Rücken gut. Wenn sich lange Autofahrten aber nicht vermeiden lassen, kann ein ergonomischer Autositz Rückenschmerzen vorbeugen“, betont Meier-Detjen. Seit fast 30 Jahren zeichnet das medizinische Expertengremium der AGR besonders rückenfreundliche Autositze nach umfassender Prüfung mit dem AGR-Gütesiegel aus.

Ergonomie auf Rädern:
so findet man Autositze mit
AGR-Gütesiegel

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„In den letzten Jahrzehnten hat sich bei den führenden Autoherstellern in Hinblick auf die Ergonomie einiges bewegt ...

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Die Nachfrage nach rückenfreundlichen Autositzen steigt auch auf Seiten der Kunden. Viele Modelle sind bereits serienmäßig mit AGR-zertifizierten Autositzen ausgestattet, bei manchen können sogar die Rücksitz-Passagiere rückenfreundlich mitfahren“, sagt Kerstin Meier-Detjen. Das AGR-Gütesiegel dient als fachlich anerkannter Maßstab für gesunde Autositze. Dennoch gibt es auch weiterhin Sitze, die kaum den grundlegenden ergonomischen Anforderungen entsprechen und den Rücken bei längeren Fahrten teils aufs Äußerste strapazieren. „Für Kunden ist es nicht immer leicht, sofort den Unterschied zu erkennen“, sagt die Expertin. Wer keinen rückenfreundlichen Sitz im Auto hat, muss nicht gleich ein neues Auto kaufen: kompatible Ergo-Sitze können in den meisten gebrauchten Fahrzeugen auch nachgerüstet werden.

Weiterführende Links:
→ Autositze

Blog Beiträge:
→ Rückengerechte und bequeme Autositze
→ Autofahren ohne Rückenschmerzen
→ Passt Ihr Autositz zu Ihrem Rücken?

Das AGR-Gütesiegel - Darauf können Sie vertrauen!
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Eine Frage der Einstellung:
richtig sitzen,
entspannt fahren

Damit ein Autositz das Gütesiegel „Geprüft und empfohlen“ erhält, muss er viele Kriterien erfüllen ...

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Zu den Mindestanforderungen zählen unter anderem eine verlängerbare Sitzfläche, eine verstellbare Höhe und Neigung sowie eine Vier-Wege-Lordosestütze. Sitzdynamiksysteme mit aufblasbaren Kissen bieten seitlichen Halt in den Kurven, Komfortkopfstützen entlasten die Halswirbelsäule in Ruhepausen. Zusätzlichen Komfort bieten eine elektrische Lehneneinstellung, integrierte Massagefunktion und Sitzheizung. Atmungsaktive Materialien sorgen für ein optimales Sitzklima.

„Auch der rückenfreundlichste Sitz kann nur optimal unterstützen, wenn er richtig eingestellt ist“, betont Meier-Detjen. „Viele Menschen nutzen beim Autofahren die vorhandenen Einstellmöglichkeiten nicht ausreichend. Dabei kann schon eine kleine Anpassung große Wirkung haben.“

Doch auch bei all den Einstellungsmöglichkeiten rät die AGR-Expertin: „Machen Sie regelmäßig Pausen während langer Fahrten und nutzen Sie diese für kurze Bewegungsübungen. Ihr Rücken wird es Ihnen danken!“

Boolet Autofahren:
Tipps, Empfehlungen und Übungen rund um das ergonomische und rückenfreundliche Autofahren
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WISSENSWERTES

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So stellen Sie den Sitz richtig ein:

  • Wenn Sie mit dem unteren Rücken bzw. mit dem Gesäß dicht an der Lehne sitzen, sollten zwischen Ihren Kniekehlen und der Sitzvorderkante noch circa 2–3 Finger passen. Stellen Sie die Länge der Sitzfläche entsprechend ein!
  • Die richtige Sitzposition erreichen Sie, wenn Sie die Pedale ganz durchtreten können, Ihr Knie aber noch leicht gebeugt ist. Über die Einstellung der Sitzhöhe und -neigung können Sie die Position weiter für sich optimieren. Sitzen Sie dabei so hoch wie möglich, solange noch eine Handbreit Platz zum Dachhimmel ist!
  • Besonders wichtig ist, dass der Rücken im Bereich der Lendenwirbelsäule und der Schulterblätter gut gestützt wird. Die Arme sollten leicht gebeugt sein, wenn Sie das Lenkrad halten. Achten Sie jedoch darauf, dass die Schultern weiterhin Kontakt zur Lehne haben, wenn Sie Lenkbewegungen ausführen!
  • Stellen Sie die Lordosenstütze immer von unten nach oben ein, damit die Lendenwirbelsäule gut gestützt ist!
  • Passen Sie die Kopfstütze so an, dass der Hinterkopf beim Sitzen geschützt, aber der Nacken nicht gestützt wird! Für die Höheneinstellung gilt: Oberkante Kopfstütze = Oberkante Kopf.

RÜCKENÜBUNG

Im Stau die Muskeln tanzen lassen und Verspannungen und Schmerzen vorbeuegn

  • Die Muskeln bewusst anspannen, die Spannung kurz halten und wieder locker ­lassen, ist eine Option.
  • Sich im Sitz zu räkeln, die Arme hochdrücken und gegen das Autodach zu stemmen und alles wieder zu lockern, hilft ungemein.
  • Eine weitere Übung: in aufrechter Haltung die Hände – festgehalten am Steuerrad – zusammendrücken und die Spannung kurz halten.
  • Ähnliches lässt sich mit den Füßen ­machen, indem man sie flach auf den Boden drückt, dabei die Gesäß- und Bauchmuskulatur anspannt und nach einigen Sekunden wieder entspannt.
  • Für den Nacken empfiehlt es sich, die Nackenstütze mit beiden Händen zu fassen und den Kopf daran zu ziehen. Diese Spannung ein paar Sekunden halten und dann wieder entspannen und räkeln.
  • Eine Übung, die auch während der Fahrt geht: Schultern hochziehen und wieder lockern bzw. leichtes Schulterkreisen.

„Das Sitzen im Auto ist immer ein Kompromiss aus
Ergonomie und Sicherheit.”

Kerstin Meier-Detjen – Direktorium der Aktion Gesunder Rücken e. V.

Mit Schwung in den Frühling – Radfahren als ideale Bewegung

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Laut einer Umfrage des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) planen 46 Prozent der Deutschen, im Frühling mehr Fahrrad zu fahren. Kein Wunder, denn Radfahren  verbindet Spaß, Bewegung und Umweltfreundlichkeit. Es bietet eine sanfte, gleichmäßige Aktivität, die Spaß macht und sich leicht in den Alltag integrieren lässt – sei es für den Arbeitsweg, Einkäufe oder als Familienausflug.

Gesundheitliche Vorteile des Radfahrens

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt 150 Minuten Aktivität pro Woche, was durch regelmäßige Radfahrten schnell erreicht wird. Radfahren hilft bei Stressabbau, stärkt das Immunsystem und kurbelt den Stoffwechsel an. Sportwissenschaftler und Leiter der Rückenschule Hannover Ulrich Kuhnt betont die mentale und gesundheitliche Wirkung, insbesondere bei Fahrten in der Natur. Er rät jedoch, nicht immer auf E-Bikes zurückzugreifen, um die positiven Effekte zu maximieren.

Rückenfreundlich und
gelenkschonend

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Radfahren eignet sich auch für Menschen mit Rückenproblemen, da es die Gelenke schont und die Ernährung des Gelenkknorpels fördert. Anders als Joggen ist es eine sanfte Belastung, die selbst bei Vorerkrankungen hilfreich sein kann. Entscheidend ist jedoch, dass das Fahrrad optimal auf den Körper abgestimmt ist, um Fehlhaltungen und Beschwerden zu vermeiden. Eine unpassende Sitzhaltung kann zu Knie-, Rücken-, Schulter- und Nackenproblemen führen.

Das ergonomische Fahrrad – individuell angepasst

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Die richtige Einstellung des Fahrrads ist essenziell ...

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Ergonomische Komponenten wie gepolsterte Sättel, gebogene Lenker und spezielle Griffe fördern eine gesunde Haltung und verhindern Verspannungen. Das „ergonomische Dreieck“ aus Sattel, Lenker und Pedalen sollte auf den individuellen Körperbau abgestimmt werden. Ein waagerecht ausgerichteter Sattel unterstützt die Beckenposition und aktiviert die Rückenmuskulatur. Gepolsterte Griffe beugen Durchblutungsproblemen vor, während Fahrradspiegel Sicherheit und Nackenentlastung bieten, da der Schulterblick reduziert wird. Radfahren ist eine vielseitige, gesundheitsfördernde Aktivität, die Bewegung, Umweltbewusstsein und Spaß kombiniert. Durch individuelle Anpassungen lässt sich die Rückengesundheit fördern und Beschwerden vermeiden – für einen schwungvollen Start in den Frühling.

Für die perfekte Sitzhaltung können Radler auch selbst viel tun – sie sollten regelmäßig überprüfen, ob die Einstellung noch passt. Vor allem bei Jugendlichen, die sich noch im Wachstum befinden, ist die Kontrolle wichtig. Mit einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitungen finden Radfahrer je nach Fahrradtyp zur passenden Einstellung.

„Wir sagen gerne: Die nächste Haltung ist immer die beste.
Das gilt sowohl fürs Auto als auch fürs Radfahren.
Bewegung ist das A und O für einen gesunden Rücken.”

Detlef Detjen – Geschäftsführer Aktion Gesunder Rücken e. V.

Der Schuh,
dein Rückenfreund

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Langes Gehen in den falschen Schuhen kann dem Rücken schaden ...

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„Schuhe ohne Fußbett, mit hohem Absatz oder aus zu festem Material können den natürlichen Bewegungsablauf stören“, erklärt Martin Vierl, medizinischer Experte der AGR. Ein Mensch legt im Leben etwa drei- bis viermal die Erdumrundung zu Fuß zurück. Auch kurze Spaziergänge sind gesund, da sie die Tiefenmuskulatur stärken und den Bewegungsapparat stabilisieren, erklärt Vierl. Doch viele vernachlässigen sie: 80 % der Deutschen tragen laut Fußreport unpassende Schuhe. Dies schadet nicht nur den Füßen, sondern auch dem Rücken. Beispielsweise fördern hohe Absätze Rückenschmerzen, enge Schuhe stören die Durchblutung, und starres Schuhwerk schwächt die Fußmuskulatur.

Gehen ist gesund – mit den richtigen Schuhen

Barfußlaufen stärkt die Fußmuskulatur, ist im Alltag jedoch selten praktikabel. Eine Alternative bieten Geh- und Laufschuhe mit besonderer Dämpfung. Sie reduzieren die Belastung, die beim Gehen auf die Gelenke, den Rücken und den Kopf entstehen kann. Aktivschuhe „trainieren” bereits im Stehen, weil sie durch ihre Konstruktion und die verwendeten Materialien eine gewisse Instabilität erzeugen und somit Ausgleichsbewegungen in Fuß, Unterschenkel und Rücken anregen. So wird die wichtige Tiefenmuskulatur aktiviert. Das wirkt sich positiv auf den gesamten Körper aus. Für Menschen mit Fußproblemen sind spezielle Entlastungsschuhe ideal. Sie erleichtern das Abrollen und schonen die Gelenke, was insbesondere bei Arthrose vorteilhaft ist.

WISSENSWERTES

Schuhtipps für Kids

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Das gilt auch für ihre Füße: Obwohl diese rein anatomisch gleich aussehen, so sind die kindlichen Knochen noch viel flexibler und die Nerven nicht voll entwickelt. Das bedeutet: Kids bemerken einen zu kleinen oder drückenden Schuh nicht. Ein Drittel der Kinder trägt schlecht passendes Schuhwerk. Die Folge: Fußschwächen und beginnende Fußschädigungen, die dann zu Haltungs- und damit auch zu Rückenproblemen führen können. Gute Kinderschuhe unterstützen die natürliche Entwicklung der Füße mit einer flexiblen Sohle. Kids sollten den Untergrund spüren können, weil das die Rezeptoren ihrer Füße stimuliert. Wenn die Schuhe dann noch leicht und gut gedämpft sind sowie eine Fersenkappe und herausnehmbare Innensohle besitzen, sind die wichtigsten Voraussetzungen für gesunde Füße gegeben.

TIPPS

Fahrrad richtig einstellen

Fahrradfahren ist gesund, aber achten Sie vorher unbedingt auf die passenden Einstellungen – entsprechend ihrer Körpergröße und der Art des Fahrrades. Um sicherzugehen, dass Sie ergonomisch im Sattel sitzen, sollten Sie die Sitzhöhe, Sattelposition, Lenkerhöhe, Lenkerneigung, Sattelneigung und Sitzlänge individuell überprüfen und justieren.

Autositz richtig einstellen

Ein gut eingestellter Autositz kann die Belastungen für den Rücken reduzieren. Zertifizierte Sitze bieten zusätzliche Einstellmöglichkeiten,die den entscheidenden Unterschied machen können.

Alle Tipps und Tricks für die optimalen Einstellungen

„Der Schuh muss in Breite und Länge passen,
um Beschwerden zu verhindern”

Detlef Detjen – Geschäftsführer Aktion Gesunder Rücken e. V.

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Rückenwelt Im Beruf

Agil leben, gesund arbeiten

U-Bahn- und Busfahrer sind täglich Dutzende Kilometer unterwegs. Sie sorgen dafür, dass hre Passagiere mobil sind – und sitzen dafür selbst lange Zeit unbewegt am Steuer. „Menschen in westlichen Kulturkreisen verbringen schon von Kindesbeinen an zu viel Zeit im Sitzen. Fahrer oder Büroangestellte sitzen bis zu elf Stunden am Tag“, erklärt Dr. Dieter Breithecker, Vorstand Forum Gesunder Rücken - besser leben e. V. „Unsere Muskulatur ist für eine solche statische und passive Inanspruchnahme nicht geschaffen.“ Drei von vier Deutschen leiden laut einer Umfrage der Aktion Gesunder Rücken e.V. mindestens einmal im Monat unter Rückenschmerzen. 30 Prozent der Befragten sogar täglich. „Wie kein anderer Teil unseres Körpers ist der Rücken darauf angewiesen, dass wir ihn permanent bewegen”, erklärt Dr. Breithecker.

Aktivität im Büroalltag

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Ausreichend Pausen, Lockerungsübungen und Haltungswechsel wo immer möglich, sind für viele Berufstätige wichtig ...

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Ebenso spielen geeignete Sitze oder Stühle für Fahrer und Büroarbeitende gleichermaßen eine große Rolle – und sind die Basis für rückenfreundliches Sitzen. Anders als Busfahrer haben Büroarbeiter aber unzählige weitere Möglichkeiten, ihrem Rücken etwas Gutes zu tun: Wer zwischendurch mal am Stehpult liest oder tippt und beim Telefonieren etwas umherläuft, entlastet Wirbelsäule, Schulter und Nacken. Zudem kann ergonomisches PC-Zubehör – wie Maus und Tastatur – helfen, Belastungen zu reduzieren und Verspannungen vorzubeugen.

Menschen, die wie Berufsfahrer nicht die Möglichkeit haben, während der Arbeit die Position oder die Haltung zu wechseln, sollten auf Pausen mit Bewegung Wert legen und in ihrer Freizeit unbedingt für Ausgleich sorgen. Wer diese Ratschläge befolgt, tut nicht nur seinem Rücken, sondern seinem ganzen Körper etwas Gutes, erklärt Dr. Breithecker: „Das viele bewegungsarme Sitzen kann nicht nur Rückenschmerzen verursachen. Mittel- und langfristig viel gravierender sind die dadurch ausgelösten Stoffwechselstörungen. Das metabolische Syndrom mit Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes 2 sind sehr wahrscheinliche Folgen. Es gibt auch wissenschaftlich belegte Zusammenhänge zu Krebserkrankungen und Demenz.

Auch bewegte Tätigkeiten können den Rücken belasten

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Doch es sind nicht nur die „Sitz-Jobs“, die den Rücken stressen, auch wenn viele daran als erstes denken ...

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„Keine Haltung ist so gut, dass sie längere Zeit eingenommen werden sollte“, sagt Ulrich Kuhnt, Vorsitzender des Direktoriums des Bundesverbands deutscher Rückenschulen (BdR) e. V. und Leiter der Rückenschule Hannover: „Die nächste Haltung ist immer die beste”, weiß der Experte. Wer nur sitzt und mit der Hand die Maus bewegt (und das auch noch bei schlechten Lichtverhältnissen), der ist genauso „arm“ dran wie der Friseur, der den ganzen Tag auf einem harten Salonboden steht und die Schere schwingt. Solche stehenden Tätigkeiten beanspruchen Gelenke, Bandscheiben und Rückenmuskeln stark. Ausgleichende Bewegungen, Massagen und ein Fitnessprogramm beugen Schmerzen vor und vermeiden so Arbeitsausfälle.

Wer sich in seinem Beruf viel bewegt, sollte ebenfalls auf seine Rückengesundheit achten – wie beispielsweise eine Pflegekraft, die gebrechlichen, teils schwergewichtigen Menschen beim Aufstehen, Umziehen oder Essen hilft. Genauso wie ein Maurer, der schwere Steine schleppt und ständig in Bewegung ist, besteht bei der Pflegekraft die Gefahr, dass sie bestimmte Abläufe mit ungleicher, körperlicher Belastung wiederholt.

WISSENSWERTES

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Unspezifische Rückenschmerzen

Die meisten Menschen leiden unter sogenannten „unspezifischen“ Rückenschmerzen. Bei ihnen lässt sich also keine eindeutige Ursache für die Beschwerden
finden. Unter anderem folgende Faktoren können die Schmerzen beeinflussen oder sie auslösen:

  • Fehlbelastungen, zum Beispiel durch langes, unbewegliches Sitzen oder durch einseitige/ schwere körperliche Arbeit
  • Muskelverspannungen (auch infolge einer Fehlbelastung)
  • Bewegungsmangel und/oder eine schwache Rumpfmuskulatur
  • Psychische Belastungen

„Unsere Wirbelsäule ist darauf angewiesen, dass wir sie fordern.“

Dr. Dieter Breithecker, Sport- und Bewegungswissenschaftler,
Experte für Verhältnis-/Verhaltensprävention, Gesunderhaltung, Ergonomie und Raum.

TIPPS

Agiles Arbeiten

Machen Sie aus einem herkömmlichen Büro ein smartes Arbeitsumfeld, mit Raum für körperliche, geistige und soziale Bewegungen! Mit den entsprechenden ergonomischen Möbeln und ihren multifunktionalen und mobilen Anwendungsmöglichkeiten ist mehr Bewegung im Arbeitsalltagmöglich – von höhenverstellbaren Aktivstühlen über Sitzblöcke bis hin zu Tischsystemen.

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Industrielle Arbeitsplätze

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Monotone Bewegungsabläufe vermeiden

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„Körperliche Arbeit an sich stellt kein Problem für den Rücken dar, wenn sie wechselseitige Belastungen beinhaltet ...

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Im Gegenteil: Unsere Wirbelsäule ist darauf angewiesen, dass wir sie fordern“, erklärt Dr. Breithecker. „Rückenbelastend sind körperlich einseitige, wiederholende Bewegungsabläufe mit zum Teil unphysiologischen Hebe- oder Hebelkräften.“ Sie können unseren Rücken nach einer gewissen Zeit überlasten und Rückenschmerzen, Fehlhaltungen oder auch sekundäre Probleme wie etwa Nacken- und Kopfschmerzen verursachen. Dr. Breithecker empfiehlt daher allen körperlich Arbeitenden, rückenfreundliche Techniken fürs Heben, Packen oder Tragen zu erlernen und – wo möglich – Hilfsmittel einzusetzen. Er weiß: „Ganz zu vermeiden sind die unphysiologischen Abläufe im Alltag natürlich meist nicht.“ Ausgleichsgymnastik hilft, muskuläre Dysbalancen zu vermeiden. „Dazu gehören sowohl die Kräftigung der Rumpf- und Bauchmuskulatur zum Aufbau eines wirksamen Muskelkorsetts als auch Entspannungsübungen.“ Die regelmäßige Bewegung – was in diesem Fall mehrmals pro Woche bedeutet – ist für alle Berufsgruppen die wirksamste Methode, Schmerzen im unteren Rücken vorzubeugen. Das Training hilft nicht nur dabei, Schmerzattacken vorzubeugen. Es wirkt sich auch positiv auf die Psyche aus.

Doch nicht nur der Arbeitnehmer sollte sich um seine Gesundheit kümmern, auch die Arbeitgeber stehen hier laut Kuhnt in der Pflicht: „Arbeitgeber können einiges tun, um für die Gesundheit ihrer Angestellten zu sorgen, zum Beispiel einen ergonomischen Arbeitsplatz anbieten“, erklärt Kuhnt. Für eine ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze zertifiziert die Aktion Gesunder Rücken e. V. rückenfreundliche Produkte für Büro, Home Office, Industrie und Handwerk. „Zusätzlich vermitteln Gesundheitsworkshops oder Seminare Hintergrundwissen zum rückenfreundlichen Arbeiten“, erklärt Kuhnt. Auch Anreize zu schaffen für mehr körperliche Aktivität rund um die Arbeit, helfe Arbeitnehmern im Berufsalltag.

Faustformel für den Alltag

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„Wir sind von der Evolution darauf getrimmt, viele Schritte zu bewältigen“, erklärt Dr. Breithecker ...

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Vor gut hundert Jahren haben die Menschen täglich eine Gesamtstrecke von etwa zehn Kilometern zu Fuß zurückgelegt. Heute ist es bei einem Büroangestellten durchschnittlich ein Kilometer. „Unsere biologischen Funktionen verlangen aber nach regelmäßiger Bewegung, die in den Alltag integriert werden sollte”, so der Experte. Er empfiehlt, grundsätzlich so viel in die alltägliche Bewegung zu investieren, wie es irgendwie geht. „Ob Gymnastik, Radfahren, Wandern, Haus- und Gartenarbeit oder moderates Krafttraining. Entscheidend ist die Vielfalt – sie verbessert die Fitness des gesamten Organismus und nicht die einzelner Strukturen.“

Grundsätzlich sollte man „nicht länger als eine halbe Stunde sitzend“ verbringen, meint Dr. Breithecker. Seine Empfehlung: maximal 50 Prozent der Arbeitszeit sitzen, 30 Prozent stehen und 20 Prozent bewegen. Wer agil ist und einen aktiven Lebensstil praktiziert, fördert die Gesundheit seines Rückens. So können Berufsfahrer und Schreibtischtäter ein genauso rückengesundes Leben führen wie der Handwerker oder die Pflegekraft. Und am nächsten Tag wieder ohne Schmerzen ihrem Beruf nachgehen.

WISSENSWERTES

Exoskelette als Unterstützung in Hochleistungsberufen

  • Einfaches Anlegen und Tragen ist entscheidend um Exoskelette mühelos in den Arbeitsalltag zu integrieren. Sind sie flexibel anpassbar und bieten eine hohe Bewegungsfreiheit erhöht dies den Komfort über den ganzen Tag. So fördert ergonomisches Arbeiten die Mitarbeiterzufriedenheit und steigert die Produktivität.
  • Monotone Bewegungsabläufe lassen sich mit Exoskeletten effizienter und ergonomischer ausführen.
  • Wenn Sie Exoskelette in den Arbeitsalltag integrieren wird Ihr Rücken geschont und Krankheitstage verringert. Darüber hinaus werden Ausfallzeiten minimiert.
  • Bei Intensiven körperlichen Arbeiten schonen Exoskelette Ihren Rücken und entlasten Ihre Rückenmuskulatur. Bei langen Belastungszeiten wird so einer Ermüdung der Muskulatur vorgebeugt.

"Ob Industrie, Logistik, Pflege oder Bau – Exoskelette helfen Arbeitsbelastungen
in unterschiedlichen Branchen mit hohen körperlichen Anforderungen zu reduzieren."

Ulrich Kuhnt, Vorsitzender des Direktoriums des Bundesverbands deutscher Rückenschulen (BdR) e. V.
und Leiter der Rückenschule Hannover

Rückenübungen für zwischendurch

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Bewegen Sie eine Po Hälfte langsam nach oben und ...

... wiederholen es mit der anderen Po Hälfte ebenfalls (ca. 10x).

Fassen Sie an Ihre Schultern und bewegen Sie Ihre Schultern ...

... langsam in Richtung Wirbelsäule nach hinten unten (ca. 10x).

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Büro und Homeoffice

Industrie und Handwerk

Schuhe

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Rückenwelt Familie

Kinder brauchen Bewegung – aber wie motivieren wir sie dazu?

Regelmäßige Bewegung stärkt die Muskulatur, Knochen und das Immunsystem. Zudem fördert sie die Bildung von Nervenzellen im Gehirn, was sich positiv auf die geistige Entwicklung auswirkt. Kinder, die ausreichend aktiv sind, profitieren ganzheitlich: Sie haben ein geringeres Risiko für Übergewicht, Haltungsschäden und Rückenschmerzen. Letztere sind neben Kopf- und Bauchschmerzen eine der häufigsten Beschwerden im Kindesalter. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten sich Kinder mindestens eine Stunde pro Tag bewegen – sei es durch Toben, Sport oder freies Spielen. Leider erreichen nur etwa 20 % der Kinder weltweit dieses Minimum.

Regelmäßiger Sport ist wichtig für die Gesundheit, ganz besonders für Kinder und Jugendliche. In unserer heutigen digitalen Welt verbringen aber immer mehr Kinder ihre Zeit vor Bildschirmen und bewegen sich zu wenig. Das kann weitreichende Folgen haben. Aber wie kann man Kinder zur Bewegung motivieren?

Verschiedene Bewegungs-
formen ausprobieren

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Welcher Sport könnte für Ihr Kind interessant sein? Lassen Sie es ganz unterschiedliche Sportarten und Bewegungsformen ausprobieren und sich in Ruhe darin erproben! Denken Sie dabei über den Tellerrand hinaus! Es gibt nicht nur Fußball, Tennis, Reiten oder Ballett, sondern noch viele andere interessante Sportarten. Vielleicht begeistert sich Ihr Kind für Bouldern oder Parcours, für Hip-Hop-Tanz oder "Muggel-Quidditch", für Trampolinspringen oder Aikido. Wichtig beim Ausprobieren: Kinder sollten nicht das Gefühl haben, im Sport besondere Leistung erbringen zu müssen. Es geht in erster Linie um den Spaß an Bewegung.

Familienausflüge mit
viel Bewegung

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Gemeinsam etwas Tolles erleben und dabei aktiv werden – das klingt doch wunderbar. Wenn Sie Familienausflüge mit Bewegung kombinieren können, profitieren alle davon. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Ausflug in die Trampolinhalle oder in einen Kletterpark? Sie können auch Wanderungen in die Natur unternehmen oder gemeinsam Geocaching ausprobieren. Werden Sie kreativ und finden gemeinsame Aktivitäten, die sie in Bewegung bringen und bleibende Erinnerungen schaffen!

Seien Sie ein
gutes Vorbild

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Kinder lernen vor allem durch gute Vorbilder. Das bedeutet: Wenn Sie sich selbst viel und gerne bewegen, können Sie damit auch ihre Kinder motivieren. Je kleiner die Kinder sind, umso wichtiger ist das Lernen am Vorbild. Wenn Sie also selbst regelmäßig Sport treiben, tun Sie nicht nur ihrer Gesundheit etwas Gutes, sondern auch der ihrer Kinder. Lassen Sie deshalb ihre Kinder dabei sein, wenn Sie zum Beispiel zu Hause mit Trainingsgeräten üben!

„Die häufige Nutzung der Bildschirmgeräte stellt ein großes Gefährdungspotenzial für gesunde Entwicklungsprozesse als Ganzes dar. Je mehr Zeit Kinder und Jugendliche vorm Bildschirm verbringen, desto weniger Zeit bleibt für entwicklungsfördernde Bewegungsreize.“

Dr Dieter Breithecker

Dr. Dieter Breithecker - Sportwissenschaftler und Vorstand des
Forum Gesunder Rücken - besser leben e. V.

80%

der Kinder und Jugendlichen bewegen 
sich nicht ausreichend.

Quelle: Weltgesundheitsorganisation (WHO)

WISSENSWERTES

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Das tut dem Kinderrücken gut!

  • Sportliche Aktivitäten (z.B. im Verein) anbieten und fördern
  • Freiräume fürs Toben und Entdecken schaffen
  • Wege möglichst zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen
  • Auf häufiges und langes Sitzen verzichten, auf häufigere Positionswechsel achten
  • Medienkonsum reflektieren und einschränken, möglichst viel Zeit im Freien verbringen
  • Auf die Verwendung rückenfreundlicher Produkte achten

Bewegung in den
Alltag integrieren

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Bewegung muss nicht immer gleich Sport sein. Auch im Alltag gibt es viele Chancen, sich mehr zu bewegen. Lassen Sie ihre Kinder möglichst viele Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen, statt sie mit dem Auto zu fahren! Das unterstützt ihre Selbstständigkeit und bringt sie in Bewegung. Wenn die Kinder sich beim Weg zum Kindergarten oder beim gemeinsamen Einkaufen langweilen, können Sie ihnen kleine Aufgaben geben. Sie könnten zum Beispiel an bestimmten Stellen anhalten und eine Weile auf einem Bein stehen oder mit den Armen kreisen. Oder Sie lassen die Kinder nach ungewöhnlichen Dingen Ausschau halten, die sie Ihnen zeigen sollen. Auf diese Weise wird die Bewegung auch für Kinder interessanter.

Bewegungs-Apps und
-Spiele nutzen

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Ihr Kind sitzt am liebsten den ganzen Tag am Handy oder an der Spielekonsole, statt sich zu bewegen? Dann nutzen Sie die Kraft der Gamification, wenn Sie es zur Bewegung motivieren wollen! Bei diesem Ansatz werden Spielelemente in anderen Bereichen eingesetzt, zum Beispiel bei der Bewegung. Es gibt unterschiedliche Spiele und Apps, die regelmäßige Bewegung belohnen und mit motivierenden Computerspiel-Elementen kombinieren. Nicht nur Kinder haben viel Freude an solchen Gamification-Ansätzen. Probieren Sie es ruhig selbst einmal aus!

Portrait Dr. Dieter Breithecker

„Bewegung ist der Motor kindlicher Entwicklung und die unentbehrliche
Voraussetzung für ihre körperlich-geistige Entwicklung."

Dr. Dieter Breithecker - Sportwissenschaftler und Vorstand des
Forum Gesunder Rücken - besser leben e. V.

Bewegung für Kinder –Tipps nach und nach umsetzen

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Wenn es Ihnen gelingt, ihren Kindern Spaß an Bewegung zu vermitteln, haben Sie eine perfekte Grundlage für ihre Gesundheit gelegt. Welcher unserer Tipps ist für Sie am leichtesten umzusetzen? Wählen Sie einen oder zwei neue Ansätze aus und testen Sie, ob Sie die Bewegungsmotivation ihrer Kinder damit steigern können! Nach und nach können Sie weitere Ideen dazunehmen.

Die Aktion Gesunder Kinderrücken

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Das Ziel der → Aktion Gesunder Kinderrücken ist, dass Kinder und Jugendliche unter Bedingungen aufwachsen, leben und sich entwickeln können, die ihnen einen gesunden Lebensstil ermöglichen. Weil gerade der sich entwickelnde Organismus sensibel auf sein entsprechendes Lebensumfeld reagiert. Worauf Sie achten sollten, erfahren Sie auf den weiterführenden Seiten.

WISSENSWERTES

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Das tut dem Kinderrücken gut!

  • Sportliche Aktivitäten (z.B. im Verein) anbieten und fördern
  • Freiräume fürs Toben und Entdecken schaffen
  • Wege möglichst zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen
  • Auf häufiges und langes Sitzen verzichten, auf häufigere Positionswechsel achten
  • Medienkonsum reflektieren und einschränken, möglichst viel Zeit im Freien verbringen
  • Auf die Verwendung rückenfreundlicher Produkte achten

Lebensräume aktiv gestalten: Schulalltag

Getreu dem Motto „jede Bewegung zählt” sollten Eltern bei ihren Kindern darauf achten, dass sie so wenig wie möglich sitzen. Denn Sitzen gilt als „Entwicklungsbremse” und stellt ein Problem dar, das sich mit der Einschulung deutlich verschärft. „Überbelastungen wie stundenlanges Sitzen sind dringend zu vermeiden.

Wenn Kinder sitzen, dann bitte auf Sitzobjekten, die eine mehrdimensionale Beweglichkeit als Funktion aufweisen. Denn der intrinsische Bewegungsdrang kann sich dann auch im Sitzen entfalten”, empfiehlt Dr. Breithecker. Zudem ist es wichtig, auch anderweitige Anreize zu schaffen. In der Schule können das mobile Stehpulte oder Stehinseln sein. Manchmal hilft es Kindern schon, sich kurz auf den Boden zu setzen und so ihre Körperhaltung zu verändern. Denn Kinder brauchen Bewegung. Entsprechend wichtig ist es, dass wir ihren natürlichen Drang dazu unterstützen, wann immer es möglich ist. „Bewegung ist der Motor kindlicher Entwicklung und die unentbehrliche Voraussetzung für ihre körperlich-geistige Entwicklung”, fasst Dr. Breithecker zusammen. Es ist also ein gutes Zeichen, wenn Kinder abends müde vom Toben und Spielen ins Bett plumpsen – dann hat ihr Rücken auch eine Erholungspause verdient.

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Rückenwelt Editorial Brandon Thomas

 Rückenwelt 

Das Online Magazin

 

Brandon Thomas
US-amerikanischer Basketballprofi
Als Profisportler absolvierte er über 300 Erstliga-Spiele – unter anderem beim FC Bayern Basketball. Aktuell ist der 38-Jährige beim Zweitligisten in Jena unter Vertrag.

Liebe Leserinnen und Leser,

mein Rücken ist mir so wichtig wie ein Freund – und das sollte er Ihnen auch sein. Denn ohne gesunden Rücken funktioniert der ganze Körper nicht. Als Berufssportler weiß ich: Die Rückenmuskulatur bildet die Basis für den gesamten Rumpf. Mit ihr steht und fällt meine Atmung, meine Stabilität, Beweglichkeit und körperliche Gesundheit. Auch wenn Sie vielleicht keine sportlichen Wettkämpfe bestreiten, sollten Sie doch auf Ihren Rücken achten und diesen stärken.

Rumpfkraft bedeutet mehr als Bauchmuskel-Training. Denn der Rectus abdominis ist nur die oberflächliche Schicht auf der Vorderseite unseres Körpers. Rumpfkraft setzt genauso auf den Rücken und auf Teile der Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur. Gemeinsam bilden diese Muskelgruppen unsere Körpermitte. Dieses „Core“ ermöglicht mir eine gute Balance und hilft, die Kraft von den Beinen auf den Rest des Körpers zu übertragen.

Deshalb empfehle ich allen Menschen über 30 Krafttraining mit Hanteln oder an Geräten. Ich persönlich lege dabei Wert auf zusammengesetzte Übungen, die mehr als eine Muskelgruppe trainieren. „Deadlifts“ etwa sind eine gute Verbundübung, vorausgesetzt, sie werden mit dem passenden Gewicht und korrekt ausgeführt. Sonst ist die Verletzungsgefahr zu groß. Wenn ich nur mit dem Körpergewicht arbeiten möchte, setze ich bewusst auf Drehungen der Brustwirbelsäule. Bei verkrampften Rückenmuskeln lasse ich mir in der Regel von unseren Physiotherapeuten helfen. Sie lockern die Muskulatur und verbessern die allgemeine Beweglichkeit.

Ob Basketball-Profi, Hobby-Sportler oder Couch-Potato: Jeder sollte seine Schwachstellen kennen, annehmen – und wissen, was er dafür tun kann. Die Aktion Gesunder Rücken leistet hier sehr wertvolle Arbeit und hilft jedem Einzelnen, die passende Unterstützung zu finden. Ich persönlich muss seit einer Verletzung vor allem meine Schultern und dafür meine mittleren und unteren Rückenmuskeln besonders trainieren. Zusätzlich versuche ich meine Oberschenkelmuskulatur zu stärken und meine Hüftbeuger gut zu dehnen und so Schmerzen im unteren Rücken bzw. eine Wölbung zum Hohlkreuz zu vermeiden.
Denn ich sehe meinen Rücken als meinen Freund. Und Freunde sind mir wichtig.

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Augenbelastung durch Bildschirmarbeit: Übungen gegen die Beschwerden

Während wir am Bildschirm arbeiten, leisten unsere Augen Schwerstarbeit. Durch das starre Sehen kann es schnell zu einer Überbelastung und somit zu Beschwerden kommen. Die Aktion Gesunder Rücken hat Tipps und Übungen für dich, mit denen du deine Augen ganz einfach etwas entlasten kannst.

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Arbeiten ohne Rückenschmerzen: Künstliche Intelligenz ermöglicht mehr Ergonomie am Arbeitsplatz

Künstliche Intelligenz (KI) hat bereits in vielen Bereichen unseres Lebens Einzug gehalten – so auch in der Arbeitswelt. Vielleicht hast du schon einmal etwas von KI-basierten Exoskeletten gehört? Hierbei handelt es sich um eine am Körper getragene Stütze, die an manuellen Arbeitsplätzen für mehr ergonomische Bewegungen der Beschäftigten sorgt. Davon profitiert nicht nur deine Gesundheit und vor allem dein Rücken: Durch die Reduktion rückenbedingter Krankheitsausfälle hat auch dein Arbeitgeber etwas davon.

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Themenwelt Gesundheit Interview Dr. med. Petra Büchin

Interview: Raus aus der Schonhaltung

Dr. med. Petra Büchin - Chefärztin des Zentrums für Wirbelsäulenchirurgie und Rückentherapie des Karl-Olga-Krankenhaus in Stuttgart erklärt, warum Bewegung zur Vorbeugung eines akuten Bandscheibenvorfalls hilft.

Frau Dr. Büchin, wie kommt es zum Bandscheibenvorfall?

→ Büchin: Bei einem Bandscheibenvorfall tritt Gewebe aus einer Bandscheibe der Wirbelsäule aus. Drückt es auf die Nervenfasern des Wirbelkanals, ist das für die Betroffenen schmerzhaft. Die Betroffenen können sich oft an eine akute schmerzauslösende Bewegung erinnern – und halten sie dann für die Ursache des Vorfalls. Die tatsächliche Ursache ist allerdings eine schwach ausgebildete Rumpf- und Rückenmuskulatur, die wiederum zu einer unphysiologischen Fehlbelastung der Bandscheiben führt. Eine solche Fehlentwicklung lässt sich nur durch regelmäßige Eigenübungen mittel- bis langfristig beheben.

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Wer einen Bandscheibenvorfall erlitten hat, fürchtet sich vor einer Wiederholung.
Wie schützt man sich davor?

→ Büchin: Da lautet die Devise ganz klar: Bewegung, Bewegung, Bewegung! Regelmäßige, am besten tägliche Rückenübungen wie Kräftigungs-, Dehn- und Koordinationsübungen oder Faszienbehandlung mit Faszienrollen müssen wie das Zähneputzen zum Alltag gehören – das gilt auch für Menschen, die noch keinen Bandscheibenvorfall erlitten haben. Denn nur wenn wir unsere Bandscheibensegmente regelmäßig beanspruchen, werden sie effektiv mit Nährstoffen versorgt.

Eine stabile Rumpfmuskulatur hält wiederum die Wirbelsäule aufrecht. Dafür sind besonders die kleinen Muskeln zwischen den Wirbelsegmenten verantwortlich. Sie sorgen zudem für die Koordination und brauchen zur Stärkung ein entsprechendes Training. Ebenso ist es wichtig, ein muskuläres Ungleichgewicht zu vermeiden. Letztendlich müssen Betroffene realisieren, dass nur sie selbst das Risiko eines Rückfalls mindern können.

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Wie genau verbessert Bewegung die Rückengesundheit?

→ Büchin: Rückenübungen sind die Basis, um die Rücken- und Rumpfmuskulatur zu stärken, die maßgeblich zu unserer Rückengesundheit beiträgt. Regelmäßige Bewegung hält zudem insbesondere die Faszien im Bereich der Muskeln locker und beweglich, über die unsere Muskeln, Knochen, Sehnen, Fettgewebe, die Haut und die Organe miteinander verbunden sind. Und sie verhindert eine massive Verfettung der Rückenmuskulatur, die wir häufig in durchgeführten MRTs von Patienten mit Bewegungsmangel feststellen.

Bei Patienten mit schwach ausgeprägter Muskulatur entstehen Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule eher, da hierdurch die Knochen- und Bandstrukturen sowie die Bandscheiben der Wirbelsäule stärker belastet werden als bei Menschen, die regelmäßig in der Freizeit, im Alltag und auch bei der Arbeit kräftigende Tätigkeiten ausüben. Dehnübungen sollten ebenfalls nicht vergessen werden. Gut für die Rückengesundheit ist letztendlich alles, was uns in Bewegung hält.

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Themenwelt Gesundheit Interview Dr. phil. Heike Juliane Streicher

Interview: Schutzfaktor: Bewegung

dr. phil. Heike juliane streicher

Dr. phil. Heike Juliane Streicher - Expertin für bewegungsbezogene Gesundheitsförderung am Institut für Gesundheitssport und Public Health an der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig

Dr. phil. Heike Juliane Streicher weiß, dass körperlich-sportliche Aktivität bei der Genesung und Prävention vieler Krankheiten ganzheitlich helfen kann. In einem Interview gibt die Sportwissenschaftlerin Einblicke in den Bereich der Sporttherapie.

Frau Dr. Streicher, was kann man sich unter Sporttherapie vorstellen?

→ Streicher: Sporttherapie ist eine Form der Bewegungstherapie. Ihr Ansatz geht über ein simples Trainingskonzept hinaus und zielt auf eine ganzheitliche Sichtweise in Verbindung von Medizin, Rehabilitation und Sportwissenschaft. Das Vorgehen wird als mehrdimensional bezeichnet, da es zum einen funktionale, zum anderen aber auch psychosoziale und pädagogische Ziele verfolgt. Erst das Zusammenspiel dieser Dimensionen führt zu einer therapeutischen Wirkung. Ebenso dient die Sporttherapie der Verbesserung der Funktionen des muskuloskelettalen Systems, weshalb maßgeblich die motorischen Grundeigenschaften Kraft, Koordination, Ausdauer und Beweglichkeit gut dosiert angesprochen werden

gespräch therapeutin mit patientin

Worin besteht das Kernziel?

→ Streicher: Es werden therapeutische Maßnahmen zur gesundheitsorientierten Prävention und Rehabilitation verfolgt. Insgesamt besteht das Kernziel darin, dass der Mensch eine Motivation erreicht, lebensbegleitend Sport zu treiben oder zumindest vermehrt körperlich aktiv zu sein. Damit geht parallel eine Lebensstiländerung einher, die den Menschen Kompetenzen erreichen lässt, eigenständig und selbstgesteuert Bewegung und Sport ausüben zu können.

Gibt es einen Unterschied zwischen Sport- und Physiotherapie?

→ Streicher: Das kann man gar nicht so leicht beantworten – die Trennschärfe ist gering. Physiotherapeuten behandeln vordergründig in einem 1:1 Verhältnis mit dem Patienten, während Sporttherapeuten Übungen und Bewegungselemente häufig auch in Gruppenformation anleiten. In der Physiotherapie geht es dominant um die Mobilisierung und Stabilisierung von Gelenksystemen. Dabei werden Bewegungsübungen aus speziellen Therapieformen (z.B. Manuelle Therapie, Lymphdrainage usw.) oder Massageformen, aber auch physikalische Anwendungen (z.B. Elektrotherapie) verwendet. Es wird sich stark auf die physischen Symptome konzentriert, wohingegen die Sporttherapie Sport und Bewegung auch als Mittel zur Beeinflussung psychischer und sozialer Komponenten nutzt.

mann  und frau auf gymnastikball mit zwei therapeuten

Wer braucht bei welcher Art von ‘Verletzung’ welche Hilfe?

→ Streicher:  Das ist immer abhängig von der Diagnose. Neben der häufig zuerst notwendigen Physiotherapie wird insbesondere bei posttraumatischen bzw. postoperativen orthopädischen Verletzungen zur Durchführung von sporttherapeutischen Maßnahmen geraten. Dadurch wird die Muskulatur wieder aufgebaut und stabilisiert und damit einer möglichen Dekonditionierung – d.h. Verminderung der Muskelkraft, Ausdauerleistung und allgemeine Fitness – entgegengewirkt. Aber auch bei Herz-Kreislauf- und internistischen Erkrankungen kommt der Sporttherapie – mit ausgewählten Bewegungselementen und Behandlungsprogrammen – immer mehr Bedeutung zu. Im Hinblick auf die positive Wirkung von Bewegung als Medikation ist die körperlich-sportliche Aktivität also ein hoher Schutzfaktor für unsere Gesundheit!

Welche Trainingsmethoden werden in der Sporttherapie angewandt?

→ Streicher:  Da wird sich den verschiedensten Sportarten bedient. Um nur ein paar Beispiele anzuführen: Es gibt die sogenannte Fahrradergometrie – ein Test- und Trainingsverfahren zur Beurteilung und Beeinflussung der Herz-Kreislauf-Fähigkeit, häufig unter Überwachung von EKG und Blutdruck. Nach orthopädischen Indikationen wird meist auf ein gerätegestütztes Training gesetzt (die Medizinische Trainingstherapie), das insbesondere die Kraftfähigkeiten verbessern soll. Bei der Wassertherapie nutzt man die physikalischen Eigenschaften des Wassers (u.a. Auftrieb, Gewichtsreduzierung), um die jeweiligen Gelenkfunktionen zu beeinflussen. Doch es kann auch in den Bereich der Entspannungsverfahren gehen, bei dem die Betroffenen mittels mental-, körperlich- oder atemzentrierter Zugänge spezielle Methoden erlernen. Immer öfter kommen auch Outdoor-Bewegungsmaßnahmen – verbunden mit einem Naturerleben - zur Anwendung – wie etwa Wandern, Mountainbiking, Nordic Walking oder Skilanglauf.

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Welche Rolle spielt dabei das Thema Rückengesundheit?

→ Streicher:  Die Sporttherapie kann definitiv einen Beitrag zur Rückengesundheit leisten, da durch gezielte Kraft- oder Koordinationseinheiten die Rumpf- und Rückenmuskulatur beeinflusst wird. Dadurch kann sie ihrer stabilisierenden Funktion in Bezug auf die Wirbelsäule besser gerecht werden. Ein gesunder Rücken kann zudem zu einer umfangreichen Genesung beitragen. Denn Rückenübungen können allein schon bei der Prophylaxe rumpfbezogener Symptomatiken eine Rolle spielen oder aber bei eingeschränkten Gelenkfunktionen für die Prävention einer Dekonditionierung relevant sein. Außerdem steigert Bewegung auch die Lebensfreude, denn zumindest temporär werden nach körperlicher Belastung Hormone ausgeschüttet, die das eigene Wohlbefinden positiv beeinflussen.

Welche Tipps können Sie den Menschen geben, die sich aktuell in Sporttherapie befinden?

→ Streicher:  In erster Linie natürlich an sich selbst zu glauben und optimistisch zu bleiben; die Chance zu nutzen, das eigene Gesundheitswissen für das Erreichen eines gesunden Lebensstils zu erweitern, langfristig anzuwenden und damit einen bedeutenden Schutzfaktor für die Gesundheit herzustellen. Zudem sollte die Ganzheitlichkeit für sich selbst erkannt werden: Zum Beispiel müssen Rückenschmerzen nicht immer nur ein Problem der Wirbelsäule und seiner Muskulatur sein, sondern können auch mit der allgemeinen Befindlichkeit bzw. der Psyche zusammenhängen.

Wie achten Sie persönlich auf Ihre (Rücken)gesundheit im Alltag?

→ Streicher:  (Rücken)gesundheit heißt für mich: Bewegung! Meinen Alltag zu versportlichen! Das fängt bereits im Kleinen Zuhause an: Brot mit der Hand schneiden, Zähneputzen auf einem Bein, die Kaffeemühle selbst betätigen und ein rundum aktiver Haushalt. Im Büro kann es die wechselnd stehend-sitzende Haltung am Schreibtisch sein oder der Aktivstuhl ohne Lehne, sowie das bewusste Integrieren von Laufwegen bspw. zum Kopierer und das Vermeiden des Aufzugs. Zusätzlich gestaltet sich mein Arbeitsweg aktiv mittels Fahrrad und in meiner Freizeit gehe ich verschiedensten sportlichen Aktivitäten nach, wie z. B. Yoga und Joggen. Auch die Ernährung spielt eine wesentliche Rolle – ganz nach dem Motto “Du bist, was du isst” und “das Maß macht's" gibt es Gesundes (ausgewogen, fleisch-, salz-, zuckerarm und bunt), verbunden mit einem gesunden Genuss.

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Themenwelt Gesundheit Interview Prof. Dr. med. Akbar

Interview: An einer Skoliose hat niemand Schuld

Ppofessor dr. michaela akbar

Professor Dr. med. Michael Akbar - Experte für Erkrankungen der Wirbelsäule bei Kindern und Erwachsenen an zwei Privatkliniken in Berlin und Heidelberg

Professor Dr. Michael Akbar ist Wirbelsäulenspezialist. Wir haben mit ihm über das Thema Skoliose gesprochen. Wie die Krankheit diagnostiziert wird und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, erläutert der Orthopäde im Interview.

Professor Akbar, was ist eine Skoliose?

→ Akbar: Die Skoliose ist eine dreidimensionale Verformung der Wirbelsäule, die mit einer Seitabweichung einhergeht. Bei dieser Wachstumsstörung kommt es gleichzeitig zu einer Verformung und -drehung der Wirbelkörper. Im Gegensatz zu einer reinen Haltungsschwäche kann die Krümmung der Wirbelsäule nicht alleine, also aus eigener Kraft wieder aufgerichtet werden. Die Diagnose Skoliose stellen wir ab einer seitlichen Verkrümmung der Wirbelsäule von 10 Grad. Schätzungsweise 0,5 bis fünf Prozent der deutschen Bevölkerung haben eine Skoliose. Man unterscheidet die idiopathische Skoliose, deren Auslöser unbekannt sind, von der sekundären Skoliose. Letztere entwickelt sich aufgrund von anderen Erkrankungen wie Veränderungen der Knochen oder einer Muskel- oder Nervenerkrankung. Die meisten Skoliosen, etwa 85 Prozent, sind idiopathisch.

frau skoliose mit therapeut

Welche Risiken gibt es dafür, an einer idiopathischen Skoliose zu erkranken?

→ Akbar: Warum eine normale Wirbelsäule sich plötzlich verdreht weiterentwickelt, ist bis heute nicht ganz erforscht. Aber wir wissen bereits: Das Auftreten von Skoliosen hängt mit dem Körperwachstum zusammen. Es hat nichts mit falscher Ernährung oder Fehlbelastung zu tun – auch Sport oder Arbeit haben keinen Einfluss auf das Erkranken. Weder der Patient noch die Eltern können etwas dafür, und es trägt niemand die Schuld. Allerdings scheint es eine genetische Veranlagung zu geben, denn Skoliosen treten meist gehäuft in Familien auf: 97 Prozent aller Patienten mit einer idiopathischen Skoliose haben eine positive Familienanamnese. Mädchen sind vier- bis fünfmal häufiger betroffen als Jungen. Fehlentwicklungen lassen sich im Kindes- und Jugendalter gut therapieren, da die Wirbelsäule noch elastisch und formbar ist. Je älter die Patienten und je deutlicher die Krümmung, desto schwieriger und aufwendiger wird die Behandlung.

Welche Symptome gibt es außer Haltungs­veränderungen noch?

→ Akbar: Je nachdem, wo die Krümmung liegt und wie groß sie ist, können die Asymmetrien tatsächlich nur ein optisches Problem sein. Aber die verdrehte Wirbelsäule kann auch Bandscheiben, Wirbelgelenke und die entsprechenden Muskeln stark belasten – Rückenschmerzen und später Arthrose sind die Folge. In schweren Fällen kann die Skoliose sogar die Herz- und Lungenfunktion einschränken. Auch die psychosoziale Belastung durch einen Buckel oder schiefe Haltung darf man nicht unterschätzen.

skoliose symptom rueckenschmerz

Wie wird eine Skoliose diagnostiziert?

→ Akbar: Betroffene Kinder haben meist keine Schmerzen oder andere Beschwerden durch eine beginnende Skoliose. Daher erfolgt die Diagnose eher durch die Eltern oder als Zufallsbefund bei einem Arztbesuch. Typische Hinweise auf Skoliose sind eine sichtbar gebogene Wirbelsäule, ein deutliches Hervorstehen eines Schulterblattes oder der Rippen sowie ein Schulter- oder Beckenschiefstand. Es ist z. B. sinnvoll, wenn Eltern mit ihren Kindern zum Schwimmen gehen. In Badesachen fallen selbst kleinere Haltungsveränderungen eher auf. Als Ärzte nutzen wir zur ersten Diagnose meist den Adamstest: Dabei beugt der Patient den Oberkörper nach vorne. In dieser Haltung fallen auch schon kleinere Abweichungen auf. Für eine endgültige, belastbare Diagnosestellung sind aber zusätzliche Röntgenbilder und die MRT-Untersuchung der gesamten Wirbelsäule notwendig.

Wie geht es weiter, nach der Diagnose „idiopathische Skoliose“?

→ Akbar: Das hängt von verschiedenen Faktoren ab: vom Alter des Patienten, vom Schweregrad der Krümmung und vom Voranschreiten. Da sich die Skoliose vor allem während des Wachstums verschlechtern kann, ist es wichtig abschätzen zu können, wie lange der Betroffene noch wächst. Nehmen wir als Beispiel ein noch nicht ausgewachsenes, zwölfjähriges Mädchen mit einer Krümmung von zehn Grad, was eine leichte Skoliose bedeutet. Dieser Patientin würde man zunächst Sport- und Physiotherapie verschreiben. Symmetrische Sportarten wie Reiten, Balletttanz, Klettern oder Schwimmen sowie eine Kräftigung der Bauch- und Rückenmuskulatur sind sinnvoll. Ziel ist es, durch Muskelaufbau die Wirbelsäule zu kräftigen und zu stabilisieren und so die Fehlstellung der Wirbelsäule weitgehend zu korrigieren – und ein Fortschreiten zu verhindern.

Wie sieht die Therapie aus, wenn eine fortgeschrittene Skoliose vorliegt?

→ Akbar: Bei einer Skoliose von 20 bis 50 Grad würde man der Patientin zusätzlich zur Physiotherapie zu einer Korsetttherapie raten. Das ist für Jugendliche sehr belastend, da das Korsett konsequent getragen werden muss, um Erfolge zu erzielen – etwa 18 Stunden täglich. Es fixiert den Becken- und Schultergürtel gegen Verdrehung und kann eine passive Korrektur der Skoliose bewirken. Es ist allerdings nur bei Patienten wirksam, die noch deutlich im Bereich der Wirbelsäule wachsen.

kinder skoliose physiotherapie

Wann ist eine Operation notwendig?

→ Akbar: Schwere Skoliosen mit einer fortschreitenden Krümmung ab 40 bis 50 Grad müssen in der Regel operiert werden. Ein Korsett ist ab höheren Krümmungsgraden anatomisch und technisch kaum noch möglich und nicht wirksam. Physiotherapie und Sport alleine würden nicht zum gewünschten Erfolg führen. Die letzte Möglichkeit ist dann die Operation. Zum Glück sind solche schweren Fälle extrem selten. Und wichtig zu wissen: vorherige konservative Behandlungen haben keinen negativen Einfluss auf den Erfolg einer OP, man kann damit also nichts kaputt machen. Ziel einer Skoliose-Operation ist es, die Verkrümmung aufzurichten, die Rotation zu beseitigen und die Wirbelsäule so mit Implantaten zu fixieren. Die Erfolgsaussichten einer solchen Operation sind meist sehr gut, ziehen aber eine relativ lange Rehabilitationszeit nach sich.

TIPPS FÜR BETROFFENE

Skoliosepatienten sollten unbedingt auf ihr Gewicht achten. Übergewicht belastet die Wirbelsäule zusätzlich. Auch harte körperliche Arbeit ist kontraproduktiv. Stattdessen können Betroffene auf einen gesunden Muskelaufbau setzen. Eine gute Bauch- und Rückenmuskulatur entlastet die Wirbelsäule. Dafür ist regelmäßiger Sport wichtig. Skoliosepatienten steht zudem eine lebenslange Physiotherapie zu. Dieses Angebot sollten sie nutzen. Hilfe finden Skoliosepatienten auch beim Bundesverband Skoliose-Selbsthilfe e. V.

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Rückenwelt Freizeit

Freizeit ist Bewegungszeit

„Mein Morgen beginnt mit zehn Klimmzügen an der Reckstange in meinem Garten”, sagt Ulrich Kuhnt, Sportpädagoge und Leiter der Rückenschule Hannover. Er weiß ganz genau, wie er sich in seiner Freizeit fit hält. Was für ihn die Klimmzüge sind, ist für den anderen eine Joggingrunde im Wald, der Radweg zur Arbeit oder die Yogastunde nach Feierabend. All diese Freizeitaktivitäten fördern die Gesundheit – und bei der richtigen Ausführung auch den Rücken. „Bereits eine halbe Stunde täglich aerobes Training, also Ausdauersport, bewirkt eine Menge”, erklärt Kuhnt. Gerade weil die meisten Menschen den Großteil ihres Alltags im Sitzen verbringen, sollten sie ihren Ausgleich so aktiv wie möglich gestalten. Ansonsten machen sich Folgen von zu langem Sitzen bemerkbar: Die Muskulatur baut ab, verliert an Stabilität – und es entstehen Rückenschmerzen. Stress kann das noch begünstigen, denn durch viel Hektik im Alltag merken viele nicht, wie verkrampft ihre Körperhaltung ist. Erst wenn Ruhe einkehrt, spüren sie die schmerzhaften Folgen zu hoher Anspannung.

Freizeitsport -
aber richtig!

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Umso wichtiger ist es, dem Rücken mit einer passenden Freizeitaktivität langfristig etwas Gutes zu tun – und dabei Spaß zu haben ...

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. „Denn nur was mir Spaß macht, führe ich auch weiter”, sagt der Sportpädagoge. Deshalb lohnt es sich, auf seinen Körper zu hören: Bin ich eher der Typ „Raus in die Natur” und gehe Inlineskaten oder joggen? Bin ich der Typ „Muckibude” oder setze ich auf Fitnesskurse? Oder nutze ich Sportgeräte in den eigenen vier Wänden? Ganz gleich, welcher Sport es ist, die Hauptsache ist: Man geht es richtig an. Denn Freizeitsport mit dem falschen Equipment kann schnell nach hinten los gehen: Drückt der Zeh beim Joggen, hat man nicht das passende Schuhwerk – und macht im Grunde mehr falsch als richtig. Beim Schuh spielt vor allem das Dämpfungssystem eine wichtige Rolle. Es kompensiert als Kernelement jedes rückengerechten Schuhs die Stoß- und Druckkräfte beim Laufen. Auch beim Fahrradfahren sollte sichergestellt sein, dass der Sattel zum Radler passt und rückenschonend ist, um Schmerzen zu vermeiden. Eine ganz neue Alternative für Menschen, die aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht mehr Rad fahren können, ist der Streetstepper: Das Outdoor Fitnessgerät kombiniert das Rad fahren mit dem Laufen, ist sehr gelenkschonend und rückenfreundlich – und macht wirklich Spaß.

Rückengerechtes Equipment?
Check!

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„Bevor man beispielsweise mit einem Sportgerät trainiert, muss die individuelle Einstellung vorgenommen werden, um Fehlhaltungen vorzubeugen ...

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– sonst vergeht die Lust am Freizeitsport schnell wieder”, so Kuhnt. Für ein effektives Rückentraining muss man nicht das professionelle Fitnessstudio oder den Physiotherapeuten aufsuchen: Zahlreiche Sportgeräte eignen sich für zuhause – und bieten die optimale Lösung für Rückentraining in allen Lebenslagen. Wer beispielsweise während seines abendlichen Serien-Marathons auf einem Minitrampolin „schwingt”, aktiviert dabei jede einzelne Körperzelle. Das tut Herz und Kreislauf gut, fördert das Atmungssystem und verbessert die Koordination. Die sanften Schwingungen trainieren die Rückenmuskeln, schonen dabei die Gelenke und sorgen für einen hohen Spaßfaktor. Sogar Menschen mit Bewegungseinschränkungen können das Minitrampolin nutzen.

Sportmuffel?
Kein Problem!

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Fakt ist auch, dass es nicht immer das ausgiebige Kardio-Programm sein muss. Alltagsbewegungen bringen viel mehr, als man denkt ...

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Allen voran ist hier der Klassiker zu nennen: Treppensteigen statt Aufzugfahren. „Es kommt darauf an, sich regelmäßig und dauerhaft zu bewegen, also einen bewegten Lebensstil zu führen”, sagt Kuhnt. In seinem „Rückenbuch für Faule” erklärt der Sportpädagoge, in welchen Alltagssituationen jeder seinem Rücken ganz nebenbei etwas Gutes tun kann – sei es beim Warten an der Ampel oder beim Zähneputzen. Ganz gleich, ob beim Freizeitsport oder im Alltag: Mit den richtigen Bewegungen kann man sich spielend leicht fit halten.

Buchtipp!
Nie wieder auf die Matte: Das etwas andere Übungsbuch von Ulrich Kuhnt
Taschenbuch und eBook: ISBN 978-3432114767

„Mein Morgen beginnt mit zehn Klimmzügen an der
Reckstange in meinem Garten."

Ulrich Kuhnt – Sportpädagoge und Leiter der Rückenschule Hannover

Ihr Rücken schreit
nach Liebe?

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Hier gibt’s einfache Tipps – zum Lesen, Hören und direkt Ausprobieren!

Mit viel Liebe haben wir für Sie unsere Medientipps zusammengestellt. Kostenfreie Broschüren, die Sie ganz bequem auf Ihren Rechner, Tablet oder Smartphone herunterladen können. Dazu gibt es inspirierende Buch- und Hörbuchtipps – bestimmt ist auch für Sie etwas Passendes dabei. Gönnen Sie Ihrem Rücken eine kleine Wohltat und stöbern Sie doch mal rein!

Medientipps

TIPPS FÜR MEHR BEWEGUNG IM ALLTAG

Mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren, ist ein Schlüssel zu einem gesünderen Lebensstil. Diese Gesundheitstipps, helfen aktiv zu bleiben:

1. Alltägliche Aktivitäten nutzen

  • Zu Fuß oder mit dem Fahrrad: Erledigen Sie kurze Wege zu Fuß oder mit dem Rad, anstatt das Auto zu nehmen.
  • Stehen statt Sitzen: Nutzen Sie Gelegenheiten, während des Arbeitens oder Telefonierens zu stehen oder herumzulaufen.

2. Regelmäßige Bewegung einplanen

  • Mikro-Workouts: Nutzen Sie kurze Zeitfenster für Übungen wie Kniebeugen, Liegestütze oder Dehnübungen. Bewegungstermine setzen: Planen Sie feste Zeiten für Spaziergänge, Workouts oder Sport.

3. Freizeit aktiv gestalten

  • Hobbys mit Bewegung: Probieren Sie Aktivitäten wie Tanzen, Wandern, Schwimmen oder Yoga.
  • Familienzeit aktiv nutzen: Unternehmen Sie gemeinsam Radtouren, Wanderungen oder Spiele im Freien.
  • Freunde für Sport treffen: Sportliche Aktivitäten wie Tennis, Fußball oder Klettern lassen sich auch als soziales Event gestalten.

4. Neue Gewohnheiten schaffen

  • Schritte zählen: Tragen Sie einen Fitness-Tracker oder nutzen Sie eine App, um Ihre tägliche Aktivität zu messen.
  • Realistische Ziele setzen: Starten Sie mit kleinen Zielen, z. B. 5.000 Schritte täglich, und steigern Sie diese allmählich.
  • Belohnungen: Motivieren Sie sich mit kleinen Belohnungen, wenn Sie Ihre Bewegungsziele erreichen.

5. Bewusstes Dehnen und Entspannen

  • Stretching-Routine: Beginnen oder beenden Sie den Tag mit einer kurzen Stretching-Einheit.
  • Yoga oder Pilates: Fördern Sie Beweglichkeit, Kraft und Balance mit diesen Übungen.

6. Integrieren Sie Spaß

  • Aktive Spiele: Spielen Sie Bewegungsspiele wie Tischtennis oder Badminton.
  • Fitness-Challenges: Treten Sie mit Freunden oder Kollegen in Bewegungschallenges an.

7. Kleine Anreize schaffen

  • Erinnerungen einstellen: Lassen Sie Ihr Handy Sie daran erinnern, aufzustehen und sich zu bewegen.
  • Haustiere: Ein Hund sorgt durch regelmäßige Spaziergänge für Bewegung, aber auch das Spielen mit Katzen oder anderen Tieren kann zu mehr Aktivität im Alltag beitragen.

Kombinieren Sie verschiedene Strategien, um die Bewegung abwechslungsreich und spannend zu gestalten. Kleinere, aber regelmäßige Veränderungen können langfristig große gesundheitliche Vorteile bringen!

„Bereits eine halbe Stunde täglich aerobes Training,
also Ausdauersport, bewirkt eine Menge.”

Ulrich Kuhnt – Sportpädagoge und Leiter der Rückenschule Hannover

WISSENSWERTES

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Das passiert, wenn wir zu lange sitzen:

  • Nach einer Minute: Die Aktivität der unteren Gliedmaßen hört auf. Es werden nahezu keine Kalorien mehr verbrannt.
  • Nach 20 Minuten: Unsere Bandscheiben verlieren enorm an Flüssigkeit und damit an Volumen. Das beeinträchtigt ihre Pufferfunktion, was zu Fehlhaltungen und auf Dauer zu irreparablen Schäden führen kann.
  • Nach 60 Minuten: Blutgefäße und Lymphbahnen der Hüfte haben nur noch rund 50 Prozent ihres Volumens, da sie im Sitzen abgedrückt werden. Dadurch können Stauungen oder Schwellungen im unteren Körperbereich entstehen.
  • Bei längerer Inaktivität: Herz und Gehirn werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt: Der Stoffwechsel fährt runter, die Gehirnfunktion sinkt, das Denken fällt schwer und wir werden müde.

Schwingen für mehr Stabilität

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Schwingen Sie während der Tagesschau einfach mal einen Schwingstab: An den Enden des hochelastischen Sportgeräts sind zwei Gewichte befestigt, sodass sich damit Bein-, Rücken-, Schulter- und Armmuskeln besonders effektiv trainieren lassen.

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Dreimal in der Woche sind jeweils 10 bis 15 Minuten ausreichend, um die Koordination zu verbessern, die Rumpfmuskulatur zu stärken und die Wirbelsäule zu stabilisieren. Doch wie bei allen Sportgeräten gilt auch hier: Augen auf beim Produktkauf! „In erster Linie sollte man natürlich auf das Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken achten. Damit ist schon mal sichergestellt, dass die Kriterien für Ergonomie und Rückengesundheit erfüllt sind”, erklärt Kuhnt. „Außerdem ist eine gute Bedienungsanleitung sehr wichtig, genauso wie eine fachlich qualifizierte Verkaufsberatung im Vorfeld.”

Weiterführende Links:
Schwingstäbe

„Rückenbeschwerden können auch Hobby- und Leistungssportler treffen, vor allem bei Sportarten mit viel Drehungen – z. B. Golf, Tennis oder Tischtennis. Daher machen wir immer ein 360-Grad-Core-Training, also Rumpftraining in verschiedenen Positionen. Ich empfehle, den Rücken viel im Liegen oder Stehen zu trainieren. Sitzen tun wir im Alltag doch genug. Das kann mit dem eigenen Körpergewicht sein, mit einem Miniband oder auch Dehnungen und Mobilisationen.”

Lukas Lai – Physiotherapeut B.Sc., Sportphysiotherapeut des Deutschen Olympischen Sportbundes, Athletiktrainer des Deutschen Basketball Bundes und in der Basketball­ Bundesliga

Interview über Beschwerden beim Sport sowie Tipps

Herr Lai, was sind die häufigsten Beschwerden der Sportler?
Lai: Die häufigsten Beschwerden kann man eigentlich in drei Gruppen unterteilen: Muskuläre Beschwerden, chronische Überlastungen, wozu auch meistens Rückenbeschwerden oder Arthrose im Knie zählen, und dann die akuten Verletzungen. Im Basketball sind es meistens Füße und Knie.

Welche Sportarten sind besonders von Rückenbeschwerden betroffen?
Lai: Meiner Erfahrung nach sind es Sportarten, wo viel Drehung dabei ist. Zum Beispiel beim Golf oder Tennis, da haben wir einige Spieler mit Rückenbeschwerden – oder auch beim Tischtennis.

Welche Rolle spielt der Rücken in Bezug auf den gesamten Körper?
Lai: Der Rücken ist als Zentrum des gesamten Körpers zu sehen. Er wird auch oft als "core'' bezeichnet. Um dieses Zentrum müssen sich die Extremitäten bewegen können. Wenn dieses dann nicht stabil ist, gibt es einen Leistungsverlust und die Verletzungswahrscheinlichkeit steigt. Folglich hat der Rücken einen ziemlich hohen Stellenwert!

Mit welchen Übungen/Bewegungen machen Sie Profisportler rücken-fit?
Lai: Wir versuchen immer 360 Grad zu trainieren – wir nennen es auch 360-Grad-Core-Training. Das ist ein Rückentraining oder ein Rumpftraining in verschiedenen Positionen. Also nicht nur auf dem Boden, sondern auch im Stehen, im Einbeinstand oder im Seitstütz – also 360 Grad in verschiedenen Positionen.

Welche Übungen können Sie uns für den Alltag empfehlen?
Lai: Wenn wir in unserem Alltag sowieso schon so viel sitzen, dann sollten die Übungen für zwischendurch nicht auch noch im Sitzen gemacht werden. Da kann man Rumpf und Rücken sehr gut im Stehen trainieren oder auch im Liegen – Hauptsache man kommt mal weg vom Sitzen.

Wie achten Sie persönlich auf deine Rückengesundheit im Alltag?
Lai: In meinen eigenen Workouts versuche ich immer, die Rumpfübung ins Warm-up zu packen oder abends nach Feierabend nochmal ein paar Übungen zu machen. Das kann mit dem eigenen Körpergewicht sein, mit einem kleinen Miniband oder auch ein paar Dehnungen und Mobilisationen.

Gibt es Bereiche, wo Sie selbst besonders Wert auf rückenfreundliche Gestaltung legen?
Lai: Nein, eigentlich nicht. Ich persönlich fange da bei mir selbst an und bereite meinen Rücken sehr gut auf die Umgebungen vor – und nicht umgekehrt. Einen regelmäßig und gut trainierten, stabilen Rücken muss man nicht in Watte packen.

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Rueckenwelt Unterwegs

Gesundheit auf der Überholspur: wie moderne Autositze unseren Rücken schützen

Von autonomen Fahrfunktionen über fortschrittliche Sicherheitstechnologien bis hin zu hochentwickelten Infotainment-Systemen – die technischen Innovationen moderner Autos, die regelmäßig auf der Internationalen Automobil- Ausstellung (IAA) präsentiert werden, begeistern viele Autofans. Dabei wird ein entscheidender Komfortfaktor leider häufig übersehen: der Autositz. „Ein ergonomischer Sitz ist das Rückgrat jeder komfortablen und gesunden Fahrt“, sagt Kerstin Meier-Detjen, Mitglied im Direktorium der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. Durchschnittlich 9,2 Stunden verbringen die Deutschen werktags im Sitzen – einen Großtei davon im Auto. 68 % der deutschen Pendler nutzen den PKW für den Arbeitsweg und stehen – oder besser „sitzen“ – jährlich bis zu 79 Stunden im Stau. „Ein Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad bringt Bewegung in den Alltag und tut dem Rücken gut. Wenn sich lange Autofahrten aber nicht vermeiden lassen, kann ein ergonomischer Autositz Rückenschmerzen vorbeugen“, betont Meier-Detjen. Seit fast 30 Jahren zeichnet das medizinische Expertengremium der AGR besonders rückenfreundliche Autositze nach umfassender Prüfung mit dem AGR-Gütesiegel aus.

Ergonomie auf Rädern:
so findet man Autositze mit
AGR-Gütesiegel

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„In den letzten Jahrzehnten hat sich bei den führenden Autoherstellern in Hinblick auf die Ergonomie einiges bewegt ...

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Die Nachfrage nach rückenfreundlichen Autositzen steigt auch auf Seiten der Kunden. Viele Modelle sind bereits serienmäßig mit AGR-zertifizierten Autositzen ausgestattet, bei manchen können sogar die Rücksitz-Passagiere rückenfreundlich mitfahren“, sagt Kerstin Meier-Detjen. Das AGR-Gütesiegel dient als fachlich anerkannter Maßstab für gesunde Autositze. Dennoch gibt es auch weiterhin Sitze, die kaum den grundlegenden ergonomischen Anforderungen entsprechen und den Rücken bei längeren Fahrten teils aufs Äußerste strapazieren. „Für Kunden ist es nicht immer leicht, sofort den Unterschied zu erkennen“, sagt die Expertin. Wer keinen rückenfreundlichen Sitz im Auto hat, muss nicht gleich ein neues Auto kaufen: kompatible Ergo-Sitze können in den meisten gebrauchten Fahrzeugen auch nachgerüstet werden.

Weiterführende Links:
→ Autositze

Blog Beiträge:
→ Rückengerechte und bequeme Autositze
→ Autofahren ohne Rückenschmerzen
→ Passt Ihr Autositz zu Ihrem Rücken?

Das AGR-Gütesiegel - Darauf können Sie vertrauen!
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Eine Frage der Einstellung:
richtig sitzen,
entspannt fahren

Damit ein Autositz das Gütesiegel „Geprüft und empfohlen“ erhält, muss er viele Kriterien erfüllen ...

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Zu den Mindestanforderungen zählen unter anderem eine verlängerbare Sitzfläche, eine verstellbare Höhe und Neigung sowie eine Vier-Wege-Lordosestütze. Sitzdynamiksysteme mit aufblasbaren Kissen bieten seitlichen Halt in den Kurven, Komfortkopfstützen entlasten die Halswirbelsäule in Ruhepausen. Zusätzlichen Komfort bieten eine elektrische Lehneneinstellung, integrierte Massagefunktion und Sitzheizung. Atmungsaktive Materialien sorgen für ein optimales Sitzklima.

„Auch der rückenfreundlichste Sitz kann nur optimal unterstützen, wenn er richtig eingestellt ist“, betont Meier-Detjen. „Viele Menschen nutzen beim Autofahren die vorhandenen Einstellmöglichkeiten nicht ausreichend. Dabei kann schon eine kleine Anpassung große Wirkung haben.“

Doch auch bei all den Einstellungsmöglichkeiten rät die AGR-Expertin: „Machen Sie regelmäßig Pausen während langer Fahrten und nutzen Sie diese für kurze Bewegungsübungen. Ihr Rücken wird es Ihnen danken!“

Boolet Autofahren:
Tipps, Empfehlungen und Übungen rund um das ergonomische und rückenfreundliche Autofahren
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WISSENSWERTES

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So stellen Sie den Sitz richtig ein:

  • Wenn Sie mit dem unteren Rücken bzw. mit dem Gesäß dicht an der Lehne sitzen, sollten zwischen Ihren Kniekehlen und der Sitzvorderkante noch circa 2–3 Finger passen. Stellen Sie die Länge der Sitzfläche entsprechend ein!
  • Die richtige Sitzposition erreichen Sie, wenn Sie die Pedale ganz durchtreten können, Ihr Knie aber noch leicht gebeugt ist. Über die Einstellung der Sitzhöhe und -neigung können Sie die Position weiter für sich optimieren. Sitzen Sie dabei so hoch wie möglich, solange noch eine Handbreit Platz zum Dachhimmel ist!
  • Besonders wichtig ist, dass der Rücken im Bereich der Lendenwirbelsäule und der Schulterblätter gut gestützt wird. Die Arme sollten leicht gebeugt sein, wenn Sie das Lenkrad halten. Achten Sie jedoch darauf, dass die Schultern weiterhin Kontakt zur Lehne haben, wenn Sie Lenkbewegungen ausführen!
  • Stellen Sie die Lordosenstütze immer von unten nach oben ein, damit die Lendenwirbelsäule gut gestützt ist!
  • Passen Sie die Kopfstütze so an, dass der Hinterkopf beim Sitzen geschützt, aber der Nacken nicht gestützt wird! Für die Höheneinstellung gilt: Oberkante Kopfstütze = Oberkante Kopf.

RÜCKENÜBUNG

Im Stau die Muskeln tanzen lassen und Verspannungen und Schmerzen vorbeuegn

  • Die Muskeln bewusst anspannen, die Spannung kurz halten und wieder locker ­lassen, ist eine Option.
  • Sich im Sitz zu räkeln, die Arme hochdrücken und gegen das Autodach zu stemmen und alles wieder zu lockern, hilft ungemein.
  • Eine weitere Übung: in aufrechter Haltung die Hände – festgehalten am Steuerrad – zusammendrücken und die Spannung kurz halten.
  • Ähnliches lässt sich mit den Füßen ­machen, indem man sie flach auf den Boden drückt, dabei die Gesäß- und Bauchmuskulatur anspannt und nach einigen Sekunden wieder entspannt.
  • Für den Nacken empfiehlt es sich, die Nackenstütze mit beiden Händen zu fassen und den Kopf daran zu ziehen. Diese Spannung ein paar Sekunden halten und dann wieder entspannen und räkeln.
  • Eine Übung, die auch während der Fahrt geht: Schultern hochziehen und wieder lockern bzw. leichtes Schulterkreisen.

„Das Sitzen im Auto ist immer ein Kompromiss aus
Ergonomie und Sicherheit.”

Kerstin Meier-Detjen – Direktorium der Aktion Gesunder Rücken e. V.

Mit Schwung in den Frühling – Radfahren als ideale Bewegung

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Laut einer Umfrage des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) planen 46 Prozent der Deutschen, im Frühling mehr Fahrrad zu fahren. Kein Wunder, denn Radfahren  verbindet Spaß, Bewegung und Umweltfreundlichkeit. Es bietet eine sanfte, gleichmäßige Aktivität, die Spaß macht und sich leicht in den Alltag integrieren lässt – sei es für den Arbeitsweg, Einkäufe oder als Familienausflug.

Gesundheitliche Vorteile des Radfahrens

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt 150 Minuten Aktivität pro Woche, was durch regelmäßige Radfahrten schnell erreicht wird. Radfahren hilft bei Stressabbau, stärkt das Immunsystem und kurbelt den Stoffwechsel an. Sportwissenschaftler und Leiter der Rückenschule Hannover Ulrich Kuhnt betont die mentale und gesundheitliche Wirkung, insbesondere bei Fahrten in der Natur. Er rät jedoch, nicht immer auf E-Bikes zurückzugreifen, um die positiven Effekte zu maximieren.

Rückenfreundlich und
gelenkschonend

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Radfahren eignet sich auch für Menschen mit Rückenproblemen, da es die Gelenke schont und die Ernährung des Gelenkknorpels fördert. Anders als Joggen ist es eine sanfte Belastung, die selbst bei Vorerkrankungen hilfreich sein kann. Entscheidend ist jedoch, dass das Fahrrad optimal auf den Körper abgestimmt ist, um Fehlhaltungen und Beschwerden zu vermeiden. Eine unpassende Sitzhaltung kann zu Knie-, Rücken-, Schulter- und Nackenproblemen führen.

Das ergonomische Fahrrad – individuell angepasst

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Die richtige Einstellung des Fahrrads ist essenziell ...

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Ergonomische Komponenten wie gepolsterte Sättel, gebogene Lenker und spezielle Griffe fördern eine gesunde Haltung und verhindern Verspannungen. Das „ergonomische Dreieck“ aus Sattel, Lenker und Pedalen sollte auf den individuellen Körperbau abgestimmt werden. Ein waagerecht ausgerichteter Sattel unterstützt die Beckenposition und aktiviert die Rückenmuskulatur. Gepolsterte Griffe beugen Durchblutungsproblemen vor, während Fahrradspiegel Sicherheit und Nackenentlastung bieten, da der Schulterblick reduziert wird. Radfahren ist eine vielseitige, gesundheitsfördernde Aktivität, die Bewegung, Umweltbewusstsein und Spaß kombiniert. Durch individuelle Anpassungen lässt sich die Rückengesundheit fördern und Beschwerden vermeiden – für einen schwungvollen Start in den Frühling.

Für die perfekte Sitzhaltung können Radler auch selbst viel tun – sie sollten regelmäßig überprüfen, ob die Einstellung noch passt. Vor allem bei Jugendlichen, die sich noch im Wachstum befinden, ist die Kontrolle wichtig. Mit einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitungen finden Radfahrer je nach Fahrradtyp zur passenden Einstellung.

„Wir sagen gerne: Die nächste Haltung ist immer die beste.
Das gilt sowohl fürs Auto als auch fürs Radfahren.
Bewegung ist das A und O für einen gesunden Rücken.”

Detlef Detjen – Geschäftsführer Aktion Gesunder Rücken e. V.

Der Schuh,
dein Rückenfreund

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Langes Gehen in den falschen Schuhen kann dem Rücken schaden ...

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„Schuhe ohne Fußbett, mit hohem Absatz oder aus zu festem Material können den natürlichen Bewegungsablauf stören“, erklärt Martin Vierl, medizinischer Experte der AGR. Ein Mensch legt im Leben etwa drei- bis viermal die Erdumrundung zu Fuß zurück. Auch kurze Spaziergänge sind gesund, da sie die Tiefenmuskulatur stärken und den Bewegungsapparat stabilisieren, erklärt Vierl. Doch viele vernachlässigen sie: 80 % der Deutschen tragen laut Fußreport unpassende Schuhe. Dies schadet nicht nur den Füßen, sondern auch dem Rücken. Beispielsweise fördern hohe Absätze Rückenschmerzen, enge Schuhe stören die Durchblutung, und starres Schuhwerk schwächt die Fußmuskulatur.

Gehen ist gesund – mit den richtigen Schuhen

Barfußlaufen stärkt die Fußmuskulatur, ist im Alltag jedoch selten praktikabel. Eine Alternative bieten Geh- und Laufschuhe mit besonderer Dämpfung. Sie reduzieren die Belastung, die beim Gehen auf die Gelenke, den Rücken und den Kopf entstehen kann. Aktivschuhe „trainieren” bereits im Stehen, weil sie durch ihre Konstruktion und die verwendeten Materialien eine gewisse Instabilität erzeugen und somit Ausgleichsbewegungen in Fuß, Unterschenkel und Rücken anregen. So wird die wichtige Tiefenmuskulatur aktiviert. Das wirkt sich positiv auf den gesamten Körper aus. Für Menschen mit Fußproblemen sind spezielle Entlastungsschuhe ideal. Sie erleichtern das Abrollen und schonen die Gelenke, was insbesondere bei Arthrose vorteilhaft ist.

WISSENSWERTES

Schuhtipps für Kids

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Das gilt auch für ihre Füße: Obwohl diese rein anatomisch gleich aussehen, so sind die kindlichen Knochen noch viel flexibler und die Nerven nicht voll entwickelt. Das bedeutet: Kids bemerken einen zu kleinen oder drückenden Schuh nicht. Ein Drittel der Kinder trägt schlecht passendes Schuhwerk. Die Folge: Fußschwächen und beginnende Fußschädigungen, die dann zu Haltungs- und damit auch zu Rückenproblemen führen können. Gute Kinderschuhe unterstützen die natürliche Entwicklung der Füße mit einer flexiblen Sohle. Kids sollten den Untergrund spüren können, weil das die Rezeptoren ihrer Füße stimuliert. Wenn die Schuhe dann noch leicht und gut gedämpft sind sowie eine Fersenkappe und herausnehmbare Innensohle besitzen, sind die wichtigsten Voraussetzungen für gesunde Füße gegeben.

TIPPS

Fahrrad richtig einstellen

Fahrradfahren ist gesund, aber achten Sie vorher unbedingt auf die passenden Einstellungen – entsprechend ihrer Körpergröße und der Art des Fahrrades. Um sicherzugehen, dass Sie ergonomisch im Sattel sitzen, sollten Sie die Sitzhöhe, Sattelposition, Lenkerhöhe, Lenkerneigung, Sattelneigung und Sitzlänge individuell überprüfen und justieren.

Autositz richtig einstellen

Ein gut eingestellter Autositz kann die Belastungen für den Rücken reduzieren. Zertifizierte Sitze bieten zusätzliche Einstellmöglichkeiten,die den entscheidenden Unterschied machen können.

Alle Tipps und Tricks für die optimalen Einstellungen

„Der Schuh muss in Breite und Länge passen,
um Beschwerden zu verhindern”

Detlef Detjen – Geschäftsführer Aktion Gesunder Rücken e. V.

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Rückenwelt Im Beruf

Agil leben, gesund arbeiten

U-Bahn- und Busfahrer sind täglich Dutzende Kilometer unterwegs. Sie sorgen dafür, dass hre Passagiere mobil sind – und sitzen dafür selbst lange Zeit unbewegt am Steuer. „Menschen in westlichen Kulturkreisen verbringen schon von Kindesbeinen an zu viel Zeit im Sitzen. Fahrer oder Büroangestellte sitzen bis zu elf Stunden am Tag“, erklärt Dr. Dieter Breithecker, Vorstand Forum Gesunder Rücken - besser leben e. V. „Unsere Muskulatur ist für eine solche statische und passive Inanspruchnahme nicht geschaffen.“ Drei von vier Deutschen leiden laut einer Umfrage der Aktion Gesunder Rücken e.V. mindestens einmal im Monat unter Rückenschmerzen. 30 Prozent der Befragten sogar täglich. „Wie kein anderer Teil unseres Körpers ist der Rücken darauf angewiesen, dass wir ihn permanent bewegen”, erklärt Dr. Breithecker.

Aktivität im Büroalltag

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Ausreichend Pausen, Lockerungsübungen und Haltungswechsel wo immer möglich, sind für viele Berufstätige wichtig ...

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Ebenso spielen geeignete Sitze oder Stühle für Fahrer und Büroarbeitende gleichermaßen eine große Rolle – und sind die Basis für rückenfreundliches Sitzen. Anders als Busfahrer haben Büroarbeiter aber unzählige weitere Möglichkeiten, ihrem Rücken etwas Gutes zu tun: Wer zwischendurch mal am Stehpult liest oder tippt und beim Telefonieren etwas umherläuft, entlastet Wirbelsäule, Schulter und Nacken. Zudem kann ergonomisches PC-Zubehör – wie Maus und Tastatur – helfen, Belastungen zu reduzieren und Verspannungen vorzubeugen.

Menschen, die wie Berufsfahrer nicht die Möglichkeit haben, während der Arbeit die Position oder die Haltung zu wechseln, sollten auf Pausen mit Bewegung Wert legen und in ihrer Freizeit unbedingt für Ausgleich sorgen. Wer diese Ratschläge befolgt, tut nicht nur seinem Rücken, sondern seinem ganzen Körper etwas Gutes, erklärt Dr. Breithecker: „Das viele bewegungsarme Sitzen kann nicht nur Rückenschmerzen verursachen. Mittel- und langfristig viel gravierender sind die dadurch ausgelösten Stoffwechselstörungen. Das metabolische Syndrom mit Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes 2 sind sehr wahrscheinliche Folgen. Es gibt auch wissenschaftlich belegte Zusammenhänge zu Krebserkrankungen und Demenz.

Auch bewegte Tätigkeiten können den Rücken belasten

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Doch es sind nicht nur die „Sitz-Jobs“, die den Rücken stressen, auch wenn viele daran als erstes denken ...

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„Keine Haltung ist so gut, dass sie längere Zeit eingenommen werden sollte“, sagt Ulrich Kuhnt, Vorsitzender des Direktoriums des Bundesverbands deutscher Rückenschulen (BdR) e. V. und Leiter der Rückenschule Hannover: „Die nächste Haltung ist immer die beste”, weiß der Experte. Wer nur sitzt und mit der Hand die Maus bewegt (und das auch noch bei schlechten Lichtverhältnissen), der ist genauso „arm“ dran wie der Friseur, der den ganzen Tag auf einem harten Salonboden steht und die Schere schwingt. Solche stehenden Tätigkeiten beanspruchen Gelenke, Bandscheiben und Rückenmuskeln stark. Ausgleichende Bewegungen, Massagen und ein Fitnessprogramm beugen Schmerzen vor und vermeiden so Arbeitsausfälle.

Wer sich in seinem Beruf viel bewegt, sollte ebenfalls auf seine Rückengesundheit achten – wie beispielsweise eine Pflegekraft, die gebrechlichen, teils schwergewichtigen Menschen beim Aufstehen, Umziehen oder Essen hilft. Genauso wie ein Maurer, der schwere Steine schleppt und ständig in Bewegung ist, besteht bei der Pflegekraft die Gefahr, dass sie bestimmte Abläufe mit ungleicher, körperlicher Belastung wiederholt.

WISSENSWERTES

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Unspezifische Rückenschmerzen

Die meisten Menschen leiden unter sogenannten „unspezifischen“ Rückenschmerzen. Bei ihnen lässt sich also keine eindeutige Ursache für die Beschwerden
finden. Unter anderem folgende Faktoren können die Schmerzen beeinflussen oder sie auslösen:

  • Fehlbelastungen, zum Beispiel durch langes, unbewegliches Sitzen oder durch einseitige/ schwere körperliche Arbeit
  • Muskelverspannungen (auch infolge einer Fehlbelastung)
  • Bewegungsmangel und/oder eine schwache Rumpfmuskulatur
  • Psychische Belastungen

„Unsere Wirbelsäule ist darauf angewiesen, dass wir sie fordern.“

Dr. Dieter Breithecker, Sport- und Bewegungswissenschaftler,
Experte für Verhältnis-/Verhaltensprävention, Gesunderhaltung, Ergonomie und Raum.

TIPPS

Agiles Arbeiten

Machen Sie aus einem herkömmlichen Büro ein smartes Arbeitsumfeld, mit Raum für körperliche, geistige und soziale Bewegungen! Mit den entsprechenden ergonomischen Möbeln und ihren multifunktionalen und mobilen Anwendungsmöglichkeiten ist mehr Bewegung im Arbeitsalltagmöglich – von höhenverstellbaren Aktivstühlen über Sitzblöcke bis hin zu Tischsystemen.

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Monotone Bewegungsabläufe vermeiden

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„Körperliche Arbeit an sich stellt kein Problem für den Rücken dar, wenn sie wechselseitige Belastungen beinhaltet ...

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Im Gegenteil: Unsere Wirbelsäule ist darauf angewiesen, dass wir sie fordern“, erklärt Dr. Breithecker. „Rückenbelastend sind körperlich einseitige, wiederholende Bewegungsabläufe mit zum Teil unphysiologischen Hebe- oder Hebelkräften.“ Sie können unseren Rücken nach einer gewissen Zeit überlasten und Rückenschmerzen, Fehlhaltungen oder auch sekundäre Probleme wie etwa Nacken- und Kopfschmerzen verursachen. Dr. Breithecker empfiehlt daher allen körperlich Arbeitenden, rückenfreundliche Techniken fürs Heben, Packen oder Tragen zu erlernen und – wo möglich – Hilfsmittel einzusetzen. Er weiß: „Ganz zu vermeiden sind die unphysiologischen Abläufe im Alltag natürlich meist nicht.“ Ausgleichsgymnastik hilft, muskuläre Dysbalancen zu vermeiden. „Dazu gehören sowohl die Kräftigung der Rumpf- und Bauchmuskulatur zum Aufbau eines wirksamen Muskelkorsetts als auch Entspannungsübungen.“ Die regelmäßige Bewegung – was in diesem Fall mehrmals pro Woche bedeutet – ist für alle Berufsgruppen die wirksamste Methode, Schmerzen im unteren Rücken vorzubeugen. Das Training hilft nicht nur dabei, Schmerzattacken vorzubeugen. Es wirkt sich auch positiv auf die Psyche aus.

Doch nicht nur der Arbeitnehmer sollte sich um seine Gesundheit kümmern, auch die Arbeitgeber stehen hier laut Kuhnt in der Pflicht: „Arbeitgeber können einiges tun, um für die Gesundheit ihrer Angestellten zu sorgen, zum Beispiel einen ergonomischen Arbeitsplatz anbieten“, erklärt Kuhnt. Für eine ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze zertifiziert die Aktion Gesunder Rücken e. V. rückenfreundliche Produkte für Büro, Home Office, Industrie und Handwerk. „Zusätzlich vermitteln Gesundheitsworkshops oder Seminare Hintergrundwissen zum rückenfreundlichen Arbeiten“, erklärt Kuhnt. Auch Anreize zu schaffen für mehr körperliche Aktivität rund um die Arbeit, helfe Arbeitnehmern im Berufsalltag.

Faustformel für den Alltag

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„Wir sind von der Evolution darauf getrimmt, viele Schritte zu bewältigen“, erklärt Dr. Breithecker ...

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Vor gut hundert Jahren haben die Menschen täglich eine Gesamtstrecke von etwa zehn Kilometern zu Fuß zurückgelegt. Heute ist es bei einem Büroangestellten durchschnittlich ein Kilometer. „Unsere biologischen Funktionen verlangen aber nach regelmäßiger Bewegung, die in den Alltag integriert werden sollte”, so der Experte. Er empfiehlt, grundsätzlich so viel in die alltägliche Bewegung zu investieren, wie es irgendwie geht. „Ob Gymnastik, Radfahren, Wandern, Haus- und Gartenarbeit oder moderates Krafttraining. Entscheidend ist die Vielfalt – sie verbessert die Fitness des gesamten Organismus und nicht die einzelner Strukturen.“

Grundsätzlich sollte man „nicht länger als eine halbe Stunde sitzend“ verbringen, meint Dr. Breithecker. Seine Empfehlung: maximal 50 Prozent der Arbeitszeit sitzen, 30 Prozent stehen und 20 Prozent bewegen. Wer agil ist und einen aktiven Lebensstil praktiziert, fördert die Gesundheit seines Rückens. So können Berufsfahrer und Schreibtischtäter ein genauso rückengesundes Leben führen wie der Handwerker oder die Pflegekraft. Und am nächsten Tag wieder ohne Schmerzen ihrem Beruf nachgehen.

WISSENSWERTES

Exoskelette als Unterstützung in Hochleistungsberufen

  • Einfaches Anlegen und Tragen ist entscheidend um Exoskelette mühelos in den Arbeitsalltag zu integrieren. Sind sie flexibel anpassbar und bieten eine hohe Bewegungsfreiheit erhöht dies den Komfort über den ganzen Tag. So fördert ergonomisches Arbeiten die Mitarbeiterzufriedenheit und steigert die Produktivität.
  • Monotone Bewegungsabläufe lassen sich mit Exoskeletten effizienter und ergonomischer ausführen.
  • Wenn Sie Exoskelette in den Arbeitsalltag integrieren wird Ihr Rücken geschont und Krankheitstage verringert. Darüber hinaus werden Ausfallzeiten minimiert.
  • Bei Intensiven körperlichen Arbeiten schonen Exoskelette Ihren Rücken und entlasten Ihre Rückenmuskulatur. Bei langen Belastungszeiten wird so einer Ermüdung der Muskulatur vorgebeugt.

"Ob Industrie, Logistik, Pflege oder Bau – Exoskelette helfen Arbeitsbelastungen
in unterschiedlichen Branchen mit hohen körperlichen Anforderungen zu reduzieren."

Ulrich Kuhnt, Vorsitzender des Direktoriums des Bundesverbands deutscher Rückenschulen (BdR) e. V.
und Leiter der Rückenschule Hannover

Rückenübungen für zwischendurch

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Bewegen Sie eine Po Hälfte langsam nach oben und ...

... wiederholen es mit der anderen Po Hälfte ebenfalls (ca. 10x).

Fassen Sie an Ihre Schultern und bewegen Sie Ihre Schultern ...

... langsam in Richtung Wirbelsäule nach hinten unten (ca. 10x).

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Rückenwelt Familie

Kinder brauchen Bewegung – aber wie motivieren wir sie dazu?

Regelmäßige Bewegung stärkt die Muskulatur, Knochen und das Immunsystem. Zudem fördert sie die Bildung von Nervenzellen im Gehirn, was sich positiv auf die geistige Entwicklung auswirkt. Kinder, die ausreichend aktiv sind, profitieren ganzheitlich: Sie haben ein geringeres Risiko für Übergewicht, Haltungsschäden und Rückenschmerzen. Letztere sind neben Kopf- und Bauchschmerzen eine der häufigsten Beschwerden im Kindesalter. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten sich Kinder mindestens eine Stunde pro Tag bewegen – sei es durch Toben, Sport oder freies Spielen. Leider erreichen nur etwa 20 % der Kinder weltweit dieses Minimum.

Regelmäßiger Sport ist wichtig für die Gesundheit, ganz besonders für Kinder und Jugendliche. In unserer heutigen digitalen Welt verbringen aber immer mehr Kinder ihre Zeit vor Bildschirmen und bewegen sich zu wenig. Das kann weitreichende Folgen haben. Aber wie kann man Kinder zur Bewegung motivieren?

Verschiedene Bewegungs-
formen ausprobieren

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Welcher Sport könnte für Ihr Kind interessant sein? Lassen Sie es ganz unterschiedliche Sportarten und Bewegungsformen ausprobieren und sich in Ruhe darin erproben! Denken Sie dabei über den Tellerrand hinaus! Es gibt nicht nur Fußball, Tennis, Reiten oder Ballett, sondern noch viele andere interessante Sportarten. Vielleicht begeistert sich Ihr Kind für Bouldern oder Parcours, für Hip-Hop-Tanz oder "Muggel-Quidditch", für Trampolinspringen oder Aikido. Wichtig beim Ausprobieren: Kinder sollten nicht das Gefühl haben, im Sport besondere Leistung erbringen zu müssen. Es geht in erster Linie um den Spaß an Bewegung.

Familienausflüge mit
viel Bewegung

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Gemeinsam etwas Tolles erleben und dabei aktiv werden – das klingt doch wunderbar. Wenn Sie Familienausflüge mit Bewegung kombinieren können, profitieren alle davon. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Ausflug in die Trampolinhalle oder in einen Kletterpark? Sie können auch Wanderungen in die Natur unternehmen oder gemeinsam Geocaching ausprobieren. Werden Sie kreativ und finden gemeinsame Aktivitäten, die sie in Bewegung bringen und bleibende Erinnerungen schaffen!

Seien Sie ein
gutes Vorbild

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Kinder lernen vor allem durch gute Vorbilder. Das bedeutet: Wenn Sie sich selbst viel und gerne bewegen, können Sie damit auch ihre Kinder motivieren. Je kleiner die Kinder sind, umso wichtiger ist das Lernen am Vorbild. Wenn Sie also selbst regelmäßig Sport treiben, tun Sie nicht nur ihrer Gesundheit etwas Gutes, sondern auch der ihrer Kinder. Lassen Sie deshalb ihre Kinder dabei sein, wenn Sie zum Beispiel zu Hause mit Trainingsgeräten üben!

„Die häufige Nutzung der Bildschirmgeräte stellt ein großes Gefährdungspotenzial für gesunde Entwicklungsprozesse als Ganzes dar. Je mehr Zeit Kinder und Jugendliche vorm Bildschirm verbringen, desto weniger Zeit bleibt für entwicklungsfördernde Bewegungsreize.“

Dr Dieter Breithecker

Dr. Dieter Breithecker - Sportwissenschaftler und Vorstand des
Forum Gesunder Rücken - besser leben e. V.

80%

der Kinder und Jugendlichen bewegen 
sich nicht ausreichend.

Quelle: Weltgesundheitsorganisation (WHO)

WISSENSWERTES

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Das tut dem Kinderrücken gut!

  • Sportliche Aktivitäten (z.B. im Verein) anbieten und fördern
  • Freiräume fürs Toben und Entdecken schaffen
  • Wege möglichst zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen
  • Auf häufiges und langes Sitzen verzichten, auf häufigere Positionswechsel achten
  • Medienkonsum reflektieren und einschränken, möglichst viel Zeit im Freien verbringen
  • Auf die Verwendung rückenfreundlicher Produkte achten

Bewegung in den
Alltag integrieren

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Bewegung muss nicht immer gleich Sport sein. Auch im Alltag gibt es viele Chancen, sich mehr zu bewegen. Lassen Sie ihre Kinder möglichst viele Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen, statt sie mit dem Auto zu fahren! Das unterstützt ihre Selbstständigkeit und bringt sie in Bewegung. Wenn die Kinder sich beim Weg zum Kindergarten oder beim gemeinsamen Einkaufen langweilen, können Sie ihnen kleine Aufgaben geben. Sie könnten zum Beispiel an bestimmten Stellen anhalten und eine Weile auf einem Bein stehen oder mit den Armen kreisen. Oder Sie lassen die Kinder nach ungewöhnlichen Dingen Ausschau halten, die sie Ihnen zeigen sollen. Auf diese Weise wird die Bewegung auch für Kinder interessanter.

Bewegungs-Apps und
-Spiele nutzen

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Ihr Kind sitzt am liebsten den ganzen Tag am Handy oder an der Spielekonsole, statt sich zu bewegen? Dann nutzen Sie die Kraft der Gamification, wenn Sie es zur Bewegung motivieren wollen! Bei diesem Ansatz werden Spielelemente in anderen Bereichen eingesetzt, zum Beispiel bei der Bewegung. Es gibt unterschiedliche Spiele und Apps, die regelmäßige Bewegung belohnen und mit motivierenden Computerspiel-Elementen kombinieren. Nicht nur Kinder haben viel Freude an solchen Gamification-Ansätzen. Probieren Sie es ruhig selbst einmal aus!

Portrait Dr. Dieter Breithecker

„Bewegung ist der Motor kindlicher Entwicklung und die unentbehrliche
Voraussetzung für ihre körperlich-geistige Entwicklung."

Dr. Dieter Breithecker - Sportwissenschaftler und Vorstand des
Forum Gesunder Rücken - besser leben e. V.

Bewegung für Kinder –Tipps nach und nach umsetzen

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Wenn es Ihnen gelingt, ihren Kindern Spaß an Bewegung zu vermitteln, haben Sie eine perfekte Grundlage für ihre Gesundheit gelegt. Welcher unserer Tipps ist für Sie am leichtesten umzusetzen? Wählen Sie einen oder zwei neue Ansätze aus und testen Sie, ob Sie die Bewegungsmotivation ihrer Kinder damit steigern können! Nach und nach können Sie weitere Ideen dazunehmen.

Die Aktion Gesunder Kinderrücken

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Das Ziel der → Aktion Gesunder Kinderrücken ist, dass Kinder und Jugendliche unter Bedingungen aufwachsen, leben und sich entwickeln können, die ihnen einen gesunden Lebensstil ermöglichen. Weil gerade der sich entwickelnde Organismus sensibel auf sein entsprechendes Lebensumfeld reagiert. Worauf Sie achten sollten, erfahren Sie auf den weiterführenden Seiten.

WISSENSWERTES

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Das tut dem Kinderrücken gut!

  • Sportliche Aktivitäten (z.B. im Verein) anbieten und fördern
  • Freiräume fürs Toben und Entdecken schaffen
  • Wege möglichst zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen
  • Auf häufiges und langes Sitzen verzichten, auf häufigere Positionswechsel achten
  • Medienkonsum reflektieren und einschränken, möglichst viel Zeit im Freien verbringen
  • Auf die Verwendung rückenfreundlicher Produkte achten

Lebensräume aktiv gestalten: Schulalltag

Getreu dem Motto „jede Bewegung zählt” sollten Eltern bei ihren Kindern darauf achten, dass sie so wenig wie möglich sitzen. Denn Sitzen gilt als „Entwicklungsbremse” und stellt ein Problem dar, das sich mit der Einschulung deutlich verschärft. „Überbelastungen wie stundenlanges Sitzen sind dringend zu vermeiden.

Wenn Kinder sitzen, dann bitte auf Sitzobjekten, die eine mehrdimensionale Beweglichkeit als Funktion aufweisen. Denn der intrinsische Bewegungsdrang kann sich dann auch im Sitzen entfalten”, empfiehlt Dr. Breithecker. Zudem ist es wichtig, auch anderweitige Anreize zu schaffen. In der Schule können das mobile Stehpulte oder Stehinseln sein. Manchmal hilft es Kindern schon, sich kurz auf den Boden zu setzen und so ihre Körperhaltung zu verändern. Denn Kinder brauchen Bewegung. Entsprechend wichtig ist es, dass wir ihren natürlichen Drang dazu unterstützen, wann immer es möglich ist. „Bewegung ist der Motor kindlicher Entwicklung und die unentbehrliche Voraussetzung für ihre körperlich-geistige Entwicklung”, fasst Dr. Breithecker zusammen. Es ist also ein gutes Zeichen, wenn Kinder abends müde vom Toben und Spielen ins Bett plumpsen – dann hat ihr Rücken auch eine Erholungspause verdient.

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Rückenwelt Editorial Brandon Thomas

 Rückenwelt 

Das Online Magazin

 

Brandon Thomas
US-amerikanischer Basketballprofi
Als Profisportler absolvierte er über 300 Erstliga-Spiele – unter anderem beim FC Bayern Basketball. Aktuell ist der 38-Jährige beim Zweitligisten in Jena unter Vertrag.

Liebe Leserinnen und Leser,

mein Rücken ist mir so wichtig wie ein Freund – und das sollte er Ihnen auch sein. Denn ohne gesunden Rücken funktioniert der ganze Körper nicht. Als Berufssportler weiß ich: Die Rückenmuskulatur bildet die Basis für den gesamten Rumpf. Mit ihr steht und fällt meine Atmung, meine Stabilität, Beweglichkeit und körperliche Gesundheit. Auch wenn Sie vielleicht keine sportlichen Wettkämpfe bestreiten, sollten Sie doch auf Ihren Rücken achten und diesen stärken.

Rumpfkraft bedeutet mehr als Bauchmuskel-Training. Denn der Rectus abdominis ist nur die oberflächliche Schicht auf der Vorderseite unseres Körpers. Rumpfkraft setzt genauso auf den Rücken und auf Teile der Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur. Gemeinsam bilden diese Muskelgruppen unsere Körpermitte. Dieses „Core“ ermöglicht mir eine gute Balance und hilft, die Kraft von den Beinen auf den Rest des Körpers zu übertragen.

Deshalb empfehle ich allen Menschen über 30 Krafttraining mit Hanteln oder an Geräten. Ich persönlich lege dabei Wert auf zusammengesetzte Übungen, die mehr als eine Muskelgruppe trainieren. „Deadlifts“ etwa sind eine gute Verbundübung, vorausgesetzt, sie werden mit dem passenden Gewicht und korrekt ausgeführt. Sonst ist die Verletzungsgefahr zu groß. Wenn ich nur mit dem Körpergewicht arbeiten möchte, setze ich bewusst auf Drehungen der Brustwirbelsäule. Bei verkrampften Rückenmuskeln lasse ich mir in der Regel von unseren Physiotherapeuten helfen. Sie lockern die Muskulatur und verbessern die allgemeine Beweglichkeit.

Ob Basketball-Profi, Hobby-Sportler oder Couch-Potato: Jeder sollte seine Schwachstellen kennen, annehmen – und wissen, was er dafür tun kann. Die Aktion Gesunder Rücken leistet hier sehr wertvolle Arbeit und hilft jedem Einzelnen, die passende Unterstützung zu finden. Ich persönlich muss seit einer Verletzung vor allem meine Schultern und dafür meine mittleren und unteren Rückenmuskeln besonders trainieren. Zusätzlich versuche ich meine Oberschenkelmuskulatur zu stärken und meine Hüftbeuger gut zu dehnen und so Schmerzen im unteren Rücken bzw. eine Wölbung zum Hohlkreuz zu vermeiden.
Denn ich sehe meinen Rücken als meinen Freund. Und Freunde sind mir wichtig.

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Augenbelastung durch Bildschirmarbeit: Übungen gegen die Beschwerden

Während wir am Bildschirm arbeiten, leisten unsere Augen Schwerstarbeit. Durch das starre Sehen kann es schnell zu einer Überbelastung und somit zu Beschwerden kommen. Die Aktion Gesunder Rücken hat Tipps und Übungen für dich, mit denen du deine Augen ganz einfach etwas entlasten kannst.

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Arbeiten ohne Rückenschmerzen: Künstliche Intelligenz ermöglicht mehr Ergonomie am Arbeitsplatz

Künstliche Intelligenz (KI) hat bereits in vielen Bereichen unseres Lebens Einzug gehalten – so auch in der Arbeitswelt. Vielleicht hast du schon einmal etwas von KI-basierten Exoskeletten gehört? Hierbei handelt es sich um eine am Körper getragene Stütze, die an manuellen Arbeitsplätzen für mehr ergonomische Bewegungen der Beschäftigten sorgt. Davon profitiert nicht nur deine Gesundheit und vor allem dein Rücken: Durch die Reduktion rückenbedingter Krankheitsausfälle hat auch dein Arbeitgeber etwas davon.

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Veranstaltung finden

Finden Sie interessante Veranstaltungen in Ihrer Nähe rund um den Tag der Rückengesundheit am 15. März 2026.

Umkreis
12 März 2026;
06:00PM - 06:45PM
Pilates und Energy Dance®
12 März 2026;
06:45PM - 07:30PM
Pump & Move
23 März 2026;
04:45PM - 05:45PM
Rückenfit - Rückenkräftigung
12 März 2026;
06:00PM - 06:45PM
Pilates und Energy Dance®
12 März 2026;
06:45PM - 07:30PM
Pump & Move
12 März 2026;
07:45PM - 08:30PM
Starker Rücken - für bessere Haltung und weniger Beschwerden
23 März 2026;
04:45PM - 05:45PM
Rückenfit - Rückenkräftigung
12 März 2026;
06:00PM - 06:45PM
Pilates und Energy Dance®
12 März 2026;
06:45PM - 07:30PM
Pump & Move
12 März 2026;
07:45PM - 08:30PM
Starker Rücken - für bessere Haltung und weniger Beschwerden
23 März 2026;
04:45PM - 05:45PM
Rückenfit - Rückenkräftigung
12 März 2026;
06:00PM - 06:45PM
Pilates und Energy Dance®
12 März 2026;
06:45PM - 07:30PM
Pump & Move
12 März 2026;
07:45PM - 08:30PM
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23 März 2026;
04:45PM - 05:45PM
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12 März 2026;
06:45PM - 07:30PM
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07:45PM - 08:30PM
Starker Rücken - für bessere Haltung und weniger Beschwerden
23 März 2026;
04:45PM - 05:45PM
Rückenfit - Rückenkräftigung
12 März 2026;
06:00PM - 06:45PM
Pilates und Energy Dance®
12 März 2026;
06:45PM - 07:30PM
Pump & Move
12 März 2026;
07:45PM - 08:30PM
Starker Rücken - für bessere Haltung und weniger Beschwerden
23 März 2026;
04:45PM - 05:45PM
Rückenfit - Rückenkräftigung
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10:00AM - 12:45PM
Atemtag - „Deutschland hat Rücken“ – Sie auch?

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An- und Abreise jeweils samstags oder sonntags, 7 Übernachtungen im Luxus-doppelzimmer, einschließlich Gourmethalbpension, 4 Greenfees für die neue 18-Loch Golfanlage des Dolomitengolf Lienz, Weinprobe im Weinkeller. Pro Person im Luxusdoppelzimmer: 549 Euro statt 563 Euro (Nebensaison) bzw. 625 Euro statt 637 Euro (Hauptsaison).

Das große Golfeinsteigerangebot

7 Übernachtungen im Luxusdoppelzimmer, Frühstück und Gourmetmenü am Abend, 5-tägiger Platzreifekurs bis zur Platzerlaubnis, Leihausrüstung, Eintritt in den Club Dolomitengolf (Mitgliedschaft), erste Jahresgebühr für das lfd. Kalenderjahr (im Folgejahr beträgt die Jahresgebühr 248 Euro zuzüglich 36 Euro Verbandsabgabe). Preis pro Person in Defereggental: 999 Euro statt 1150 Euro; Ihr Vorteil: 151 Euro

Generell gilt: Bei Buchungen von 8 Übernachtungen zahlen Fördermitglieder nur 7 Übernachtungen. Ihr Vorteil: Je nach Saison sparen Sie nochmals zwischen 100 Euro und 200 Euro.

Einfach bei der Buchung auf Ihr AGR-Fördermitgliedschaft hinweisen und bei Anreise Ihre Mitgliedsbestätigung vorlegen.

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